Trotz

Etwa ab dem 18. Monat beginnt Ihr Kind, sein eigenes Ich zu entdecken und erste Schritte in die Selbstständigkeit zu tun: Es beginnt zu spüren, dass es einen eigenen Willen hat. Dass es ihn anderen mitteilen kann und dann geschieht, was es will. Dass es Kontrolle ausüben kann.

Sein eigenes Ich, seinen Willen zu entdecken bedeutet für Ihr Kleines auch, sich aus der bisherigen innigen Bindung an Sie zu lösen. Da bekommt es manchmal Angst, Ihre Liebe zu verlieren.
Und, was die Sache noch verschärft: Ihr Kleines ist seinen Gefühlen hilflos ausgeliefert. Es wird von Zorn, Ärger, Enttäuschung, Frustration übermannt.

Dass sie eine normale Reaktion auf Anecken, Scheitern, Unterliegen sind, weiß es genauso wenig wie, dass man Gefühle kontrollieren kann. All dem ist schließlich noch eine große Verunsicherung draufgesetzt:
Woraus sich von selbst versteht, dass Strafe eine falsche Reaktion auf einen Trotzanfall wäre. Das könnte nur dazu führen, dass Ihr Kind den heftigen Ausdruck der Gefühle unterdrückt.

Hilfe ist, was das „Trotzkind“ braucht. Sie sind sein Vorbild, sie sollten ihm zeigen und erklären, wie man mit Ärger umgeht.
.Aber, trösten Sie sich: Die Trotzphase ist eine begrenzte Entwicklungsstufe, sie geht vorüber.

 
 

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