Trennung und Scheidung

Trennung oder Scheidung wirkt sich auf die ganze Familie aus und belastet sowohl das Paar als auch seine Kinder. In der emotional angespannten Situation kann es hilfreich sein, professionelle Unterstützung in Beratungsstellen, bei Mediatorinnen  und Mediatoren oder in einem Angebot der Eltern- und Kinderbegleitung zu suchen.

Eltern- und Kinderbegleitung

Für Kinder ist die Trennung oder Scheidung ihrer Eltern meist mit Verlust- und Angstgefühlen verbunden, sie verlieren ihre vertraute familiäre Umgebung, den gleichmäßigen Bezug zu beiden Eltern, fühlen sich hilflos, allein und missverstanden. Sie ziehen sich zurück, werden aggressiv oder entwickeln andere Verhaltensauffälligkeiten.

Für das Elternpaar, das gerade in der Scheidungs- und Trennungsphase steckt, ist es mitunter schwierig, den Schmerz ihrer Kinder zu erkennen, weil sie in ihrem eigenen Schmerz, in ihren Aggressionen und ihrer Enttäuschung gefangen sind.

Eltern- und Kinderbegleitung bietet therapeutische und pädagogische Kindergruppen oder auch Einzelarbeit mit Kindern sowie Paarbegleitung, Einzelbegleitung und Einzelarbeit mit Eltern. Ziel dieser Angebote ist es, alle Familienmitglieder - vor allem aber Kinder und Jugendliche - bei der Bewältigung der familiären Veränderungen durch Trennung und Scheidung und die damit verbundenen emotionalen Belastungen zu unterstützen.

Download:

Anbieter von Eltern- und Kinderbegleitung

Linktipps:

www.rainbows.at

Familienmediation

Können (Ehe)partner/innen keine Einigung in Fragen ihrer Trennung oder Scheidung, über Vermögensaufteilung, den Unterhalt oder das Besuchsrecht zum gemeinsamen Kind oder den Kindern erzielen, hilft Familienmediation bei der Ausverhandlung von Regelungen.

Familienmediation wird jeweils von zwei Mediatorinnen und Mediatoren durchgeführt, wobei eine Mediatorin/ein Mediator eine psychosoziale Ausbildung (Sozialarbeiter/-in, Therapeut/-in, ....) und der/die andere Mediator/-in/Mediator eine juristische Ausbildung (Rechtsanwältin/Rechtsanwalt, Richter/-in...) hat. Neben ihrer eigentlichen Berufsausbildung haben die Mediatorinnen und Mediatoren auch noch eine Mediationsausbildung absolviert.

Das Ziel der Mediation ist die Lösung des Konfliktes durch den wechselseitigen Austausch über die Bedürfnisse und Beweggründe der Partner/innen und die Formulierung einer verbindlichen, in die Zukunft weisenden Vereinbarung. Dabei steht im Gegensatz zum Gerichtsverfahren die Frage nach einer eventuellen Schuld nicht im Vordergrund. Wichtigste Grundidee der Mediation ist die Eigenverantwortlichkeit der Konfliktparteien. Der Mediator/die Mediatorin ist verantwortlich für den Prozess, die Partner/innen sind verantwortlich für den Inhalt. Dahinter steht der Gedanke, dass die Beteiligten eines Konflikts selbst am besten wissen, wie dieser zu lösen ist, und vom Mediator/von der Mediatorin lediglich hinsichtlich des Weges dorthin Unterstützung benötigen.

Eine Mediationsstunde kostet 182,- € pro Mediatorenteam. Je nach Höhe des Familieneinkommens, das den Mediatorinnen und Mediatoren durch Vorlage von Lohnbestätigungen, Gehaltszetteln u.ä. nachgewiesen werden muss, und der Anzahl der unterhaltspflichtigen Kinder gewährt das Familienministerium einen Zuschuss bzw. muss ein Selbstbehalt geleistet werden. Die Höhe des Selbstbehaltes wird von den Mediatorinnen und Mediatoren nach der Tariftabelle errechnet.

Eine Förderung kann nur bei Mediatorinnen und Mediatoren, die in der Liste des Familienministeriums angeführt sind, in Anspruch genommen werden.

Downloads:

Liste der Mediator(inn)en im Bgld
Liste der Mediator(inn)en in Ktn
Liste der Mediator(inn)en in NÖ
Liste der Mediator(inn)en in OÖ
Liste der Mediator(inn)en in Sbg
Liste der Mediator(inn)en in der Stmk
Liste der Mediator(inn)en in T
Liste der Mediator(inn)en in Vbg
Liste der Mediator(inn)en in W
Tariftabelle

Thema des Monats aus der Rubrik:
Kleinkindalter

Wenn Kinder das erste Wort sprechen, haben sie schon einige Schritte ihrer Sprachfähigkeit entwickelt. Diese Fähigkeit ist bei jedem Kind grundgelegt und entfaltet sich in einer bestimmten Reihenfolge und im individuellen Entwicklungstempo.  Dieses Tempo ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Eltern können dies nicht ...mehr »

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