Ernährung im Babyalter

In den letzten Jahren werden mehr und mehr Richtlinien über Säuglingsernährung veröffentlicht. Das Thema Beikost und Allergieprävention hat sich stark verändert. Die neuen Empfehlungen verwirren viele Eltern und erfordern einiges an Kenntnis zu ihrer Auslegung. Denn die individuelle Entwicklung des Kindes sollte nach wie vor maßgeblich sein.

Stillen bleibt der beste Start ins Leben. Umso mehr als neue Erkenntnisse zeigen, dass nicht nur die Abwehrkräfte gestärkt werden, sondern auch der Geschmack auf die Familienkost geprägt wird (siehe ExpertInnenstimme „Prägung von Anfang an“). Stillkinder akzeptieren Beikost leichter, weil sie die geschmackliche Vielfalt schon von den Bruchstücken aus Mutters Kost in der Muttermilch kennen.
In einem etwas geringeren Ausmaß ist die Familienkost auch gläschengefütterten Kindern bekannt. Sie kennen die verschiedenen Geschäcker aus Mamas Bauch, denn auch das Fruchtwasser schmeckte vielfältig.
Kann nicht gestillt werden, dann ist industriell gefertigte Säuglingsmilchnahrung die beste Wahl. Achten Sie auf ausreichend Haut-zu-Haut-Kontakt auch beim flaschengefütterten Kind. Auch für Väter ist dieser sehr wichtig. Eine gute Möglichkeit ist für sie z.B. das gemeinsame Vater-Babyschwimmen.

Spuckt das Baby die ersten Löffelchen Beikostbrei (siehe  ExpertInnenstimme „So beginnen Sie am Besten“) wieder aus, so kann es immer verschiedene Ursachen haben. Neben dem unbekannten Geschmack liegt es bei den ersten Versuchen zumeist an einer Unreife des Kindes. Der Zungenstoßreflex ist noch ausgeprägt.
Vielfach wird heutzutage empfohlen, schon mit vollendetem 4. Monat mit der Beikost zu beginnen. Dabei handelt es sich um die frühest mögliche Beginnzeit, die nur bei wenigen Prozent der Kinder ihrer motorischen Reife entspricht und wirklich sinnvoll ist. (siehe ExpertInnenstimme „Beikostreifezeichen – unverkennbare Signale“) Viele Kinder sind erst Mitte bzw. Ende des 6. Monats bereit Beikost zu essen. Manche kosten dann oft erst Monate immer nur kleine Mengen, bevor sie wirklich zugreifen.

Liberaler wird es im Hinblick auf das, was als Beikost gegeben werden kann. Zum Beispiel wird früher eine kleine Menge Gluten empfohlen (siehe ExpertInnenstimme „Gluten – ein wichtiges Thema“).
Doch nicht immer ist diese Freiheit ohne Beispiele einer Umsetzung sinnvoll. Im Sinne der Nachhaltigkeit sind importierte Lebensmittel (Avocados, Erdnüsse usw.) nicht notwendig, ja sie bergen sogar ein hohes Allergiepotential. Zwar lassen sich durch Vermeiden solcher „allergener“ Zutaten Allergien nur hinausschieben, aber auch das ist im Säuglingsalter schon einiges wert. Eine stufenweise Abfolge neuer Zutaten und Vielfältigkeit an Mischungen aus denselben haben sich in der Praxis bewährt. (siehe ExpertInnenstimme „Alles neu bei Allergien?“)

Expertenstimmen »
Literaturtipps »


Expertenstimmen

So beginnen Sie am Besten!

von Mag. Ingeborg Hanreich

Für das erste Beginnen der Löffelkost gilt es die richtigen Voraussetzungen zu schaffen. So empfiehlt sich u.a. ein flacher Löffel für die erste Beikost und leicht zu reinigender Untergrund. Prinzipiell könnten Sie zu jeder Mahlzeit beginnen. In der Praxis hat es sich aber bewährt, darauf zu achten, dass das Kind schon bzw. noch sehr wach und nicht zu hungrig ist. Im Regelfall wird daher mittags begonnen. Außerdem sollte es für Sie selber zeitlich einfach sein, die Mahlzeit zu bereiten.

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Prägung von Anfang an!

von Mag. Dominique Ertl

Forscher berichten, dass ein Zusammenhang zwischen äußeren Faktoren während Schwangerschaft und Stillzeit und dem späteren Wohlergehen des Kindes besteht. Bereits im Mutterleib wird der menschliche Stoffwechsel durch die Ernährung der Mutter programmiert.

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Gluten – ein wichtiges Thema

von Mag. Ingeborg Hanreich

Allem voran soll erwähnt werden, dass Gluten, das Klebereiweiß verschiedener Getreidesorten, im Normalfall harmlos ist. Es ist für die Fähigkeit verantwortlich, Brot aus dem Getreide zu backen und wird zumeist problemlos verdaut.

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Beikostreifezeichen – unverkennbare Signale!

von Mag. Dominique Ertl

Es ist nicht immer einfach den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, um mit der Beikost zu beginnen. Der Beikostbeginn ist stark abhängig vom individuellen Entwicklungsgrad des Kindes. Gerade deswegen ist es ratsam auf die Reifezeichen zu achten. Ihr Kind signalisiert den optimalen Beginn seines Beikostalters. Bei manchen tritt es bereits im 5. Monat oder 6. Monat ein, bei anderen erst später. Solange das Kind gesund ist und normal wächst, ist es möglich zum persönlichen Zeitpunkt mit der Beikost zu beginnen.

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Alles neu bei Allergien?

von Mag. Ingeborg Hanreich

Eine neue Allergieleitlinie sorgt für Änderungen im Bereich der Allergieprävention. Man muss hier allerdings zwei Themen trennen: die langfristige Vermeidung und die kurz- bis mittelfristige Verzögerung.

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Literaturtipps

Essen und Trinken - Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit

Der Ernährungsratgeber spannt den Bogen von der Ernährung der Frau im Allgemeinen, über Maßnahmen bei Kinderwunsch, bis hin zur Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit.
- Nahrungsaufnahme im monatlichen Zyklusverlauf
- Pluspunkte und Tabus in Schwangerschaft und Stillzeit
- Ernährung vor, während und nach der Geburt
- Von Babyblues, Blähungen & Co.
VON: Ingeborg Hanreich
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Essen und Trinken im Säuglingsalter

Die Erfolgsstory eines Gesundheitsprojektes - mit einem Gesundheitsprojekt fing alles an! Nun ist die bereits 5. Auflage DES Ernährungsleitfadens der Ernährungswissenschafterinnen Mag. Ingeborg Hanreich, IBCLC und Dipl. oec.troph. Ehrentraud Hansen erschienen. Die Empfehlungen der WHO (6 Monate Vollstillen und ab dem 7. Lebensmonat beikostergänztes Stillen) wurden von Ihnen übernommen und das Kapitel über Flaschennahrungen durch pre- und probiotische Produkte ergänzt. Der einzigartige, aktualisierte und erweiterte Gläschenfahrplan unterstützt Eltern bei der Auswahl von Gläschen und ist gerade bei erhöhtem Allergierisiko eine wertvolle Hilfe. Wir empfehlen das Buch "Rezepte und Tipps für Babys Beikost" als Ergänzung für diejenigen, die Beikostbreie selber zubereiten wollen.
VON: Mag. Ingeborg Hanreich
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Rezepte und Tipps für Babys Beikost

Ihr Kind greift schon nach allem, was auf Ihrem Teller ist? Es steckt alles in den Mund, was es in die Finger bekommt? Vielleicht kommen schon die ersten Zähnchen? Ihr Kind ist etwa ein halbes Jahr alt und signalisiert seinen Wunsch nach Beikost? Dann ist es Zeit für die Überlegung, ob Sie lieber Gläschen füttern oder selber den Kochlöffel schwingen wollen. Einfache, selbst gekochte Babybreie haben unter anderem den Vorteil, dass sie besser riechen und vielfältiger schmecken als Gläschenkost. Mit unserem Rezeptbuch fällt der Beikostbeginn leicht. Das "ABC der Zutaten" und die Saisonkalender für Deutschland, Österreich und die Schweiz unterstützen Sie bei der saisonalen und babygerechten Auswahl der Zutaten. Die "Rezepte auf Vorrat" helfen mit, den Aufwand bei der Zubereitung gering zu halten. Die einzelnen Rezepte sind nach ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten speziell für Babys zusammengestellt (Öl- und Saftzugabe). Wenn Ihr Kind allergiegefährdet oder allergisch ist, hilft der Ratgeber auf seine speziellen Bedürfnisse einzugehen. Der übersichtliche Beikostplan mit unseren Breirezepten und 30 Baby-Familien-Rezepten unterstützt Sie bei der stufenweisen Einführung neuer Lebensmittel. Spezielle vegetarische Breie bieten eine gute Alternative zum eisenreichen Gemüse-Fleisch-Brei. Der Ratgeber begleitet Sie über den Umstieg auf Familienkost hinaus. Von "Kürbisgemüse im Wok" über "Lauchstrudelpäckchen" bis hin zum ersten "Geburtstagskuchen" reicht die leckere Auswahl.
VON: Mag. Ingeborg Hanreich, Britta Macho
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Essen und Trinken im Kleinkindalter

"Was braucht mein Kind?" ist eine der wichtigsten Fragen, die junge Mütter in unseren Seminaren beantwortet haben wollen. Fast ebenso häufig wird gefragt, "Wie kann ich das alles in der Familie praktisch umsetzen?" Darüber hinaus haben wir die vielen, weiteren Fragen rund um die Ernährung des Kleinkindes, die im Familienalltag auftauchen, gesammelt und Ernährungswissenschafterin Mag. Ingeborg Hanreich, IBCLC hat sie nach Themen geordnet beantwortet. So wurde dieses Handbuch zu einem Nachschlagwerk, das neben Tipps zur richtigen Auswahl und Zusammenstellung der Kinderkost auch pädagogische Ratschläge rund ums Essen und Trinken der Kinder bietet.
VON: Mag. Ingeborg Hanreich
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Pfiffige Rezepte für kleine und große Leute

"Rezeptbücher gibt es doch viele", wundert sich jeder, der erfährt, dass wieder ein neues auf den Markt gekommen ist. Viele scheinen jedoch mehr zum genussvollen Anschauen produziert zu sein, denn Nachkochen erfordert mehr Geduld und Zeit, als strapazierte Mütter heutzutage bereit sind aufzuwenden. Immer häufiger haben deshalb junge Mütter bei uns um einfache, rasche und gesunde Rezepte nachgefragt. Die Ernährungswissenschafterinnen Mag. Ingeborg Hanreich, IBCLC und Dipl. oec.troph. Britta Macho haben solche gesammelt, erfunden und mit Kinder getestet.
VON: Mag. Ingeborg Hanreich
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Coole Rezepte für Jausen, Pausen und Feste

Unter dem Zeitdruck vor Beginn der Schule, des Kindergartens oder des Büros kommt die Jause vielfach zu kurz. In unserem neuen Buch der Ernährungswissenschafterinnen Mag. Ingeborg Hanreich und Dipl. oec.troph. Britta Macho finden Sie daher Ideen, die selbst für Morgenmuffel geeignet sind. Im Ernährungsteil unseres Buches finden Sie übersichtlich was, wie viel, wovon Ihr Kind in den verschiedenen Altersstufen von 7 bis 18 Jahren braucht. Außerdem enthält es ein 1x1 der wichtigsten Hinweise zur Schuljause und viele Ideen für Ernährungsprojekte in Schulen, die eine gesunden Jause betreffen.
VON: Ingeborg Hanreich, Britta Macho
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Richtig_essen_von_Anfang_an__Babys_erstes_Loeffelchen.pdf

 Richtig essen von Anfang an! – Babys erstes Löffelchen (0 kB)

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