Neue Broschüre zu Essstörungen: „Die informierte Klientin“

Umfassende Orientierungshilfe zu Kosten und Therapiemöglichkeiten bei Essstörung


Das Krankheitsbild der „Essstörung“ ist so vielfältig wie die Behandlungsmöglichkeiten. Die Wahl des richtigen Therapieweges ist essentiell für den Behandlungserfolg. „Die informierte Klientin“ ist eine Broschüre rund um Rechte, Behandlungsmöglichkeiten und Therapiekosten bei Essstörungen, die auf 20 Seiten alle wichtigen Informationen abdeckt, die für die Patienten bzw. deren Angehörige im Vorfeld einer Therapie wichtig sind.

Um bei der wichtigen Entscheidung der Behandlungswahl umfassende Orientierungshilfe zu geben, hat das Wiener Programm für Frauengesundheit eine Broschüre herausgegeben, die sich an Betroffene sowie deren Angehörige und Freunde richtet und übersichtlich die wichtigsten Begriffe, Rechte, Ansprüche und Möglichkeiten rund um die Essstörungstherapie erläutert.

In leicht verständlicher Sachlichkeit werden unter anderem die Unterschiede zwischen ambulanter und stationärer oder psychotherapeutischer und psychiatrischer Behandlung erklärt und die jeweilige Vorgehensweise bis zum Therapiestart herausgearbeitet.

Ein weiterer nützlicher Aspekt sind die Hinweise auf die Kosten bzw. Zuschüsse durch die Sozialversicherung, die in jedem Abschnitt Berücksichtigung finden.

Behandlung von Minderjährigen und Verschwiegenheitspflicht

„Die informierte Klientin‘ ist keine Infobroschüre, um über die Hintergründe, Gefahren und Auswirkungen der Essstörungen aufmerksam zu machen. Es ist eine Orientierungshilfe für betroffene Frauen und Männer, um die richtige PsychotherapeutIn oder PsychologIn oder das passende Therapieangebot zu finden. Wichtig ist uns auch, dass sich die Betroffenen über die Qualifikation der Therapeutin vorab informieren. Denn die Behandlung von Essstörungen bedarf einer vertieften Ausbildung. Wie sie das tun können, steht in der Broschüre“, so die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger.

Die Broschüre informiert auch darüber inwieweit Minderjährige in die Entscheidungen zur Behandlung miteinbezogen werden müssen und welche Möglichkeiten Angehörige haben, deren erwachsene/r Tochter/Sohn eine Behandlung verweigert.  So ist die Unterbringung im Krankenhaus ohne Einwilligung der Betroffenen nach gewissen Kriterien möglich und im Unterbringungsgesetz §3 geregelt.

Auch der Bereich der „Verschwiegenheitspflicht“, der ÄrztInnen, PsychologInnen und PsychotherapeutInnen unterliegen, wird thematisiert und welche Ausnahmen hier, z.B. bei Selbst- oder Fremdgefährdung, gelten.
Kostenlose Bestellung:

Die Broschüre „Die informierte Klientin“ kann kostenfrei unter 01/4000-871 62 oder frauengesundheit@ma15.wien.gv.at angefordert werden.
Download: www.frauengesundheit-wien.at/literatur/broschueren/index.html


Mehr Informationen zum Thema Essstörungen finden Sie unter:

www.essstoerungshotline.at und www.s-o-ess.at

Quelle: Newsletter des Wiener Programms für Frauengesundheit


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