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Als Paar durch die Schwangerschaft – Tipps für werdende Mütter und Väter

von Christine Kügerl

„Wir bekommen ein Baby“ – Dieser Satz löst bei der werdenden Mutter und genauso beim werdenden Vater eine Vielfalt an Gefühlen aus. Während das Baby wächst, haben Sie noch ein Dreivierteljahr Zeit, sich auf die Veränderung in Ihrem Leben und in Ihrer Beziehung vorzubereiten. Dieses Kind kann geplant oder ungeplant, ersehnt, erhofft oder (im Moment) unerwünscht sein: in jedem Fall wechseln sich bei Ihnen, den Eltern, Gefühle von Freude, Angst, Hoffnung, Stolz und Sorge ab.
So geht es allen werdenden Müttern und Vätern. Als Person stehen Sie vor einer neuen Rolle, als Paar vor einer großen Herausforderung. Die Schwangerschaft ist nicht nur Wartezeit, sondern auch eine Chance, gemeinsam herauszufinden, was in Ihrer Beziehung wichtig ist und welche Umgebung Sie beide für Ihr Kind schaffen wollen.
Sie geben das Wunder des Lebens weiter. Aber auch Wunder haben ihre anstrengenden Seiten. Schwangerschaftsbeschwerden können einer Frau ganz schön zu schaffen machen, die Geburt ist ein sehr reales Erlebnis und die erste Zeit danach für alle extrem anstrengend. Wenn Sie Ihre Erwartungen – an sich selbst, an die Partnerschaft und an das Kind – zurückschrauben, kann genau diese Zeit zu den schönsten Abenteuern Ihres Lebens gehören.

Wie erlebt der Vater die Schwangerschaft?

Der Vater ist von der Schwangerschaft nicht unmittelbar körperlich betroffen, die seelische Umstellung ist jedoch genauso groß wie bei der Mutter. Als werdender Vater machen Sie sich bestimmt Gedanken über die gemeinsame Zukunft, über die gewachsene Verantwortung und über Ihr Kind. Vielleicht spüren Sie schon jetzt, wie viele junge Väter, dass unsere Leistungsgesellschaft in Berufswelt und Privatleben aufgeteilt ist. Das kann Spannung und Druck erzeugen.

In Geburtsvorbereitungskursen für Paare haben Sie die Gelegenheit, andere werdende Väter kennen zu lernen und viel Informatives über Schwangerschaft und Geburt zu erfahren. Als Vater können Sie zu den Mutter-Kind-Passuntersuchungen mitgehen. So können Sie Ihr Baby auf dem Ultraschallbild sehen und sein Herz schlagen hören. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft können Sie Ihr Baby durch die Bauchdecke seiner Mutter spüren. Wenn Sie den Bauch Ihrer Partnerin massieren, dann spürt das auch Ihr Baby. Wenn Sie nahe am Bauch reden, kann es Sie hören. Erzählen Sie im etwas, dann wird es nach der Geburt auch Ihre Stimme rasch wiedererkennen.

Wie kommen wir als Paar durch die Schwangerschaft?

Das erste Schwangerschaftsdrittel ist meist von Verunsicherung geprägt. Dann folgt eine Phase der Anpassung an die neue Situation. Etwa um die 20. Woche, wenn die ersten Kindesbewegungen zu spüren sind, beginnt die Konkretisierungsphase, in der das Baby für die Eltern zur greifbaren Wirklichkeit wird. Die letzten zehn Wochen sind die Vorbereitungsphase auf die Geburt.

Jede Phase wirft für Sie als Paar andere Themen auf. Einige Anregungen:

  • Sprechen Sie über Rollenbilder und Erwartungen. Welche Werte wollen Sie Ihrem Kind vermitteln? Wie haben Sie Ihre eigene Kindheit erlebt? Was wollen Sie gleich, was wollen Sie anders machen?
  • Besprechen Sie die Arbeitsteilung nach der Geburt. Wer geht wie lange in Karenz? Wer bezahlt was? Was ist jedem von Ihnen im Beruf / für die Familie am wichtigsten?
  • Denken Sie über Rituale nach. Welche haben Ihnen bisher geholfen, Konflikte zu bewältigen? Welche Umgebung brauchen Sie, damit Sie ins Gespräch kommen? Wie können Sie Liebe und Respekt füreinander in anstrengenden Zeiten bewahren?

Dürfen wir während der Schwangerschaft miteinander schlafen?

Es gibt keine medizinischen Gründe, die gegen Sex während der Schwangerschaft sprechen. Das Baby ist durch das Fruchtwasser gegen Erschütterungen abgepolstert und geschützt. Solange der Schleimpfropf intakt ist, der den Muttermund bis knapp vor der Geburt verschließt, besteht auch keine Infektionsgefahr. Bei einem Orgasmus zieht sich die Gebärmutter zwar zusammen, aber die Geburt wird dadurch nicht ausgelöst. Ausnahme: Gegen Ende der Schwangerschaft, wenn die Geburt bereits bevorsteht (was sich etwa durch Vorwehen ankündigt), kann Samenflüssigkeit oder auch eine Stimulierung der Brustwarzen das Einsetzen von Wehen begünstigen.
Wenn beide Partner Lust auf Sexualität haben, spricht also nichts dagegen. Finden Sie eine Stellung, in der Sie sich wohl fühlen, etwa seitlich oder die Frau ist auf dem Partner. Viele Frauen empfinden den Geschlechtsverkehr, besonders in der Mitte der Schwangerschaft, als besonders befriedigend. Manche haben weniger Lust als sonst – auch das ist normal. Körperliche Liebe drückt sich auch in Streicheln, Massage und liebevollen Berührungen aus. Und diese tun zu jeder Zeit gut.

Tipps für werdende Mütter

  • Ausgewogene Ernährung, ein etwas ruhigerer Tagesablauf, Bewegung, bequeme Kleidung sowie Ausgleich und Entspannung tun Ihnen und dem Baby gut.
  • Nehmen Sie sich Zeit, Ihren Körper zu verwöhnen. Schon ab dem dritten Monat tut Massage gut und beugt Schwangerschaftsstreifen vor. Streichen Sie am Bauch in der Mitte hinauf und rechts und links seitlich hinunter. Sie können jede Creme verwenden, spezielle Präparate sind oft nur teurer, nicht besser.
  • Regelmäßige ärztliche Untersuchungen sind sinnvoll, aber übertreiben Sie es nicht. Ihr Baby wächst von selbst, auch wenn Sie nicht alle zwei Wochen zum Ultraschall laufen.
  • Ab der 24. Schwangerschaftswoche kann der Arzt am Ultraschallbild sehen, welches Geschlecht Ihr Baby hat. Er wird es Ihnen aber nur auf Aufforderung verraten. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie insgeheim ein Geschlecht dem anderen vorziehen. Ihr Baby weiß, wie es Ihre Liebe gewinnt.
  • Auch Zweifel, Ängste und Zukunftssorgen gehören zum Elternwerden. Sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber.
  • Wenn Ihr Partner sich zurückzieht und trotz aller Bemühungen keine Verantwortung übernehmen will, sind Sie zurecht wütend und verletzt. Wenn Sie sich während der Schwangerschaft trennen, suchen Sie sich eine Ansprechperson mit der Sie reden und die Sie durch diese Zeit begleitet.

Tipps für werdende Väter

  • Nehmen Sie sich Zeit, mit der neuen Situation vertraut zu werden. Sprechen Sie mit Ihrer Partnerin auch darüber, was Ihnen durch den Kopf geht.
  • Nützen Sie die Möglichkeiten, mit Ihrem Baby jetzt schon in Kontakt zu treten und eine Vorstellung von ihm zu bekommen – z.B. Ultraschalluntersuchung, Bauchmassage.
  • Haben Sie Verständnis für die Gefühlsschwankungen Ihrer Partnerin. Mit ihrem Körper geschieht etwas, das sie nicht steuern kann. Zeigen Sie ihr, dass sie für Sie attraktiv ist und bleibt. Nicht obwohl – sondern weil sie sich verändert.
  • Jede liebevolle Zuwendung tut Ihrer Partnerin gut.
  • Sagen Sie, was Sie brauchen. Ihre Partnerin steht jetzt im Mittelpunkt, aber das bedeutet nicht, dass Sie schweigend funktionieren müssen. Auch Sie bekommen ein Baby!

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