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Angebote in der dualen Berufsausbildung

von Mag. Alexander Hölbl, LL.M.

Österreich ist bekannt für sein breit ausgebautes Angebot der beruflichen Bildung. Rund 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II besuchen entweder eine berufsbildende mittlere oder höhere Schule oder absolvieren eine Berufsausbildung im dualen System. Die Lehrlingsausbildung ist einerseits in der österreichischen Geschichte und Tradition fest verwurzelt, andererseits durch ihre Anbindung an reale Arbeitsprozesse und flexible unternehmensnahe Gestaltungsmöglichkeiten immer im Stand der Technik bzw. der wirtschaftlichen Entwicklung. Derzeit bilden etwa 30.000 Unternehmen und die Berufsschulen rund 100.000 Jugendliche oder junge Erwachsene in 200 Lehrberufen aus (www.bmwfw.gv.at – Lehrberufe in Österreich).

Ein wichtiges Element zum Gelingen der Ausbildung bilden dabei professionelle Berufsinformation und -orientierung, die in den vergangenen Jahren, insbesonders für die Jugendlichen der 7. und 8. Schulstufe, ausgebaut wurden (z.B. Berufsinformationsunterricht, Berufsinformationszenten von AMS, Wirtschafts- und Arbeiterkammer oder Online-Lehrstellenbörsen). Detaillierte Informationen zu allen Fragen rund um die Lehre bietet u.a. die Website www.bic.at.

Die nachstehend dargestellten Initiativen und Maßnahmen sollen die Jugendlichen bei der Ausbildung unterstützen, Bildungsabbrüche vermeiden helfen sowie bei Antritt und Absolvierung der Lehrabschlussprüfung helfen.

  • Lehrlingscoaching:
    Jeder Lehrling kann zu allen für ihn bzw. sie relevanten Fragen, egal ob sich diese im Betrieb, im privaten Bereich oder ganz persönlich stellen, einen kostenlosen Coach beantragen. Dieser berät und hilft persönlich, wann immer er/sie benötigt wird, und ist zur völligen Verschwiegenheit verpflichtet. Jeden Monat nehmen etwa 100 Lehrlinge dieses Angebot in Anspruch. Die Anmeldung zum Coaching erfolgt über die Website www.lehrestattleere.at.
  • Kostenlose Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung: Sämtliche Infos finden sich auf der Website der Lehrstellenförderung www.lehre-foerdern.at.
  • Neben Betrieb und Berufsschule kann auch ein Vorbereitungskurs zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss beitragen. Bereits jetzt erhalten die teilnehmenden Lehrlinge Kosten bis zu 250,00 Euro aus der betrieblichen Lehrstellenförderung ersetzt. Ab 1. Juli 2017 fällt die Deckelung weg, sodass auch teurere Kurse zur Gänze kostenlos in Anspruch genommen werden können.
  • Mit der 2012 eingerichteten „Clearingstelle Lehrabschlussprüfung“ werden sukzessive alle zur Anwendung gelangenden Prüfungsbeispiele einer zentralen Qualitätssicherung unterzogen. Im Vordergrund steht dabei kompetenzorientiertes, d.h. anwendungsorientiertes Prüfen.
  • Im Rahmen des 2015 gesetzlich etablierten Prozesses „Qualitätsmanagement Lehre“ wurden ein systematisches Datenmonitoring zu Bildungsverläufen in der Lehrlingsausbildung geschaffen und mehrere Projekte zur Förderung der Ausbildungsqualität gestartet wie z.B. eine elektronische Ausbildungsdokumentation zur Unterstützung des Lernfortschritts in den Gastronomie-Berufen. Auch hier steht v.a. der berufliche Kompetenzerwerb, zum dem auch die Vermittlung von übergreifenden Schlüsselqualifikationen wie Kommunikationsfähigkeit, Arbeiten im Team oder Entscheidungsbereitschaft zählen, im Vordergrund.
  • Auch bei den strukturellen Gestaltungsmöglichkeiten der Berufsbildvermittlung hat sich etwas getan: Seit 2015 gibt es die Möglichkeit, in einzelnen Berufsbereichen standardisierte Teil- und Einstiegsqualifikationen vorzusehen, um Jugendlichen, die sonst keinen Lehrplatz finden würden, eine betriebliche Ausbildung mit Anschlussperspektive zu ermöglichen. Dieses Modell wird aktuell im laufenden Schuljahr 2016/17 in Unternehmen der OÖ Metallbranche erprobt.

Im Hinblick auf Ausbildung bis 18 gilt es, die verschiedenen Angebote weiter zu verbreiten, die zur Verfügung stehenden Informationskanäle und -foren zu nutzen sowie die zielgruppenspezifischen (Weiter-)Bildungsoptionen (z.B. Lehre mit Matura, Meisterprüfungen, duale und/oder fachbezogene Studiengänge insb. an Fachhochschulen) qualitativ auszubauen und bekannter zu machen.

 


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