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Babyschwimmen

von Mag. Dorit Arndt

Wasser stellt für Babys und Kleinkinder ein faszinierendes Element dar. 9 Monate haben Kinder bereits im Wasser im Bauch der Mama verbracht, sind schwerelos herumgepaddelt und haben Purzelbäume geschlagen. Hier liegt auch der Grund, weshalb sie als Frischgeborene instinktiv im Wasser mit koordinierten Bewegungen „schwimmen“.  So liegt es nahe, bald nach der Geburt mit dem Babyschwimmen zu beginnen.
Der frühe Beginn des Babyschwimmens hat Vorteile: „An Land“ sind die Bewegungsmöglichkeiten des Babys eingeschränkt, doch das Element Wasser bietet ihnen vielfältigste Reiz- und Reaktionsmöglichkeiten. Selbst die kleinsten Babys können im Wasser Bewegungen ausführen, die an Land noch nicht möglich sind. So strampelt auch das kleinste 6 Wochen alte Baby mit großer Freude in alle Richtungen, bzw. genießt den schwerelosen Zustand beim Liegen auf einer Schwimmmatte.
Die Motorik und der Tastsinn werden geschult, Muskeln und Atemwege gekräftigt und vor allem auch das Gleichgewicht trainiert. Das Baby spürt die Nähe der Eltern, und fühlt sich sicher und geborgen.

Selbstvertrauen und Respekt

Einer der wichtigsten Aspekte des Babyschwimmens geht jedoch über die Babyzeit hinaus: die Kinder lernen sehr früh, sich selbst zu vertrauen, ihrem Können und ihren Fähigkeiten. Anfangs schwimmen die Kinder eine kurze Zeit des Schwimmkurses mit Schwimmhilfen. Mit der Weiterentwicklung des eigenen Könnens reduziert sich diese Hilfe, oftmals verlangen Kleinkinder vehement, dass „sie das jetzt schon alleine können“. Dieser Prozess ist wichtig, auch für die Eltern. Sie lernen, den Fähigkeiten ihres Kindes zu vertrauen und es auf dem Weg zur selbstbewussten Persönlichkeit zu begleiten.
Schwimmen, Planschen und Spielen im Wasser macht viel Spaß, doch der Respekt dem Wasser gegenüber sollte nicht verloren gehen.

Eltern- Kind- Beziehung

Das Babyschwimmen ist nicht nur ein Schwimmen, es ist vielmehr auch ein gegenseitiges Kennenlernen. Womit hat mein Kind Spaß, welche Gefühle hat es dabei, wie kann ich  es ermutigen, wenn es noch unsicher ist. Schwierige Geburtssituationen spiegeln sich oft im Wasser wieder und lösen sich meist schnell.
Der Körperkontakt und das Getragen werden führen zu tiefen engen Bindungen. Auch die Kontaktaufnahme zweier nackter Körper, die an Land oft durch Kleidung behindert ist, fördert die Beziehung zwischen Kindern und Eltern. Gerade für die beruflich oft eingebundenen Papas stellt das Babyschwimmen eine faszinierende Möglichkeit der Verstärkung der Elternbindung dar.

Babyschwimmen, wann kann man anfangen?

Sinnvoll ist es ab ca. 3 Monaten, aber generell sollte sich die Mama von ihrem Bauchgefühl leiten lassen. Ist „die Mama nicht bereit“, so ist es meist auch nicht das Baby. Prinzipiell ist es gut, so früh wie möglich zu beginnen. Das frühe Babyschwimmen startet bereits mit 6 Wochen. Doch manchmal muss die „neue Familie erst noch zusammen wachsen“ und ein Start mit 10 Monaten ist ganz ideal. Bis zum 11. Monat sollte der erste Wasserkontakt ermöglicht werden.
Ein Kurs sollte immer länger dauern, möglichst 3-5 Monate. Babys (und Eltern) brauchen neben einer ständigen Wiederholung 4-5 Wochen, um sich in der neuen Schwimmsituation wohl zu fühlen.

Voraussetzungen

Das Baby sollte gut trinken, bzw. bisher gut an Gewicht zugenommen haben.
Ein allmähliches Absenken der Badewannentemperatur zu Hause ist nicht notwendig.

Tauchen – Muss das sein?

Natürlich nicht, wenn die Eltern es nicht möchten.  Doch ein guter Babyschwimmkurs bereitet die Kinder behutsam darauf vor. Die Kinder lernen es als normal zu empfinden. Wasserspritzer, Wasser am Mund, ein kleiner Regenguss über den Kopf…
Sind die Babys gut vorbereitet, so stoßen sie unter Wasser mit der Zunge das Wasser aus dem Mund, die wenigsten Kinder schließen den Mund.  Daher spielt der Tauchreflex auch keine Rolle und auch ältere Kinder können problemlos mit dem Schwimmen starten.
Es gibt Babys, die das Tauchen lieben, andere nicht so sehr. Aber auch letztere haben den großen Vorteil, dass sie damit umgehen können. Fast jedes Kind rutscht im Planschbecken mal aus. Das Babyschwimmkind kennt die Situation und wird von der gelassen reagierenden Mutter hoch gezogen und spielt sofort weiter.  Das Tauchen dient also nicht nur dem Schwimmen lernen und dem Erreichen der geraden Wasserlage, sondern auch der Sicherheit.
Spätestens im Kleinkindalter haben Kinder den größten Spaß, bunte Tauchtiere aufzutauchen.

Wie findet man den richtigen Babyschwimm- Anbieter?

Babyschwimm- Anbieter gibt es viele, doch welcher ist geeignet? Folgende Fragestellungen helfen bei der Auswahl:

  1. Hat die Wassertemperatur mindestens 32°C, eher 33°C?
  2. Werden die Kurse altersgerecht aufeinander aufbauend angeboten?
  3. Haben die Trainer eine Babyschwimmausbildung absolviert und sind zusätzlich auch zertifiziert?
  4. Bilden sich die Instruktoren ständig weiter und haben Erfahrung?
  5. Gehört der Babyschwimm- Anbieter einem Verband an, so dass eine hohe Qualität wahrscheinlicher ist? Welche Schwimmhilfen werden verwendet?
  6. Wieviel Kinder sind in einem Schwimmkurs, nicht mehr als 10?
  7. Ist die Trainerin mit im Schwimmbecken?
  8. Wird der Kurs spielerisch gestaltet?

Werden Schwimmhilfen verwendet, die schrittweise reduziert werden können? Ist das Baby tief genug im Wasser mit den Schwimmhilfen, oder ist der halbe Oberkörper draussen?

Vom Baby zum Kleinkind

Schon nach dem ersten Kurs haben nicht nur die Babys, sondern auch die Eltern sehr viel Spaß, spüren die positiven Auswirkungen des Schwimmens und gehen in den Fortgeschrittenenkurs. Insbesondere im ersten Jahr regelmäßig geschwommene Kinder brauchen recht schnell keine Schwimmhilfen mehr. Einige Kinder schwimmen bereits zum 2. Geburtstag ganz alleine.
Die verschiedensten Übungen und Techniken sollten behutsam vermittelt werden, das Tempo sollte jedoch jedes Kind alleine bestimmen. Das Wichtigste ist, dass das Kind gerne schwimmt und Spaß hat. Auch wenn das Kind erst mit 3-4 Jahren alleine schwimmt, passt es! Kurse mit Schwimmgarantie sollten unbedingt hinterfragt werden.
Wie Erwachsene auch, haben Kinder mal eine Phase, in der es nicht so gut läuft. Mit Geduld, viel Liebe und Körperkontakt kann man durch diese Phase hindurch tauchen. Oft ist dies um die Zeit des Laufen Lernens herum, doch danach sind die Kinder gefestigter und selbstbewusster!


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