Zum Inhalt Zum Menü
Farbiger Bogen Farbiger Bogen Ei Schwerpunktthemen Zahnrad Lupe Share on Twitter Twitter Logo Share on Facebook Facebook Logo Share via E-Mail E-Mail Pfeil lang Pfeil nach unten Pfeil nach links Pfeil nach rechts Karte mit Marker Newsletter Links Bestellservice Literaturtipps Studien Elternbildung Login/Logout Hand Schließen Marker mit Hand YouTube Ei-Rahmen für Bilder info forum head helpdesk home info list logout message student task upload add burger burger_close courses delete download edit check link media preview preferences-elearning image share play-store-icon app-store-icon

CSI Jobsuche – den richtigen Infos auf der Spur

von Mag. Oliver Sonnleithner

Lehrstellensuche – eine Zeit der Ungewissheit. Eine Reihe an Fragen tun sich auf, und das noch während der Schulzeit! Welche Jobs haben Zukunft? Welche Branchen sind interessant? Welche Unternehmen kommen für den ersten Job überhaupt in Frage? Rein vom technischen Standpunkt aus gesehen, war es noch nie so einfach, freie Stellen aufzustöbern und sich mit Informationen über Unternehmen einzudecken. Wie lässt sich aber auch herausfinden, ob ein Arbeitgeber wirklich attraktiv ist?
Passt der Job überhaupt zu mir? Könnte ich mich im Unternehmen XY überhaupt wohlfühlen? Bietet der potenzielle Arbeitgeber auch Extra-Leistungen? Drei von vielen Fragen, die sich junge Menschen auf der Suche nach Jobs und/oder Ausbildungsplätzen stellen, wenn sie – möglicherweise erstmals – mit einer Stellenausschreibung konfrontiert sind. Denn trotz der darin meist enthaltenen Informationen bleiben wesentliche Dinge oft auf der Strecke: Nämlich Informationen zur Attraktivität eines Arbeitgebers. Welches Image haftet dem Unternehmen an? Gibt es Zusatzleistungen für Arbeitnehmer? Engagiert sich der Betrieb im Sozial- oder Umweltbereich? Wie steht es um flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten und Arbeitsklima?
Dinge, die heute wichtiger sind denn je. Nahezu jedes größere Unternehmen investiert Ressourcen, um „Employer Branding“ zu betreiben. Sprich: Sich sowohl eigenen Mitarbeitern als auch möglichen Bewerbern als der Arbeitgeber zu präsentieren, für den man Zeit und Arbeitskraft auch gerne zur Verfügung stellt.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Weil einerseits die Motivation der Belegschaft und die Qualität der Bewerber wesentlichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben. Geht es um die Besetzung freier (Lehr-)Stellen, zeigt sich andererseits für viele Firmen, dass ein positives Image am Bewerbermarkt ein absolut notwendiges Fundament ist, um sich im „Kampf um die besten Köpfe“ auch erfolgreich positionieren zu können. Denn der Mangel an qualifizierten Fachkräften ist für die meisten Unternehmen Realität. Und dieser hat wiederum auch das Selbstbewusstsein qualifizierter Bewerber steigen lassen. Auch die Motivationen, einen Job anzunehmen haben sich geändert: Während früher hauptsächlich die Argumente „fixer Job“ und „hohes Gehalt“ den Ausschlag für eine Unterschrift am Dienstvertrag gegeben haben, sind die Anforderungen an einen Job bei Vertretern der „Generation Y“ höher.
Doch wie erkennt ein junger Bewerber, wofür eine Firma letztlich steht? Abgesehen von Berichten Bekannter oder Verwandter, die im betreffenden Unternehmen arbeiten, eignet sich das Web hervorragend, um sich ein Bild zu machen. Dafür gilt es aber, systematisch vorzugehen, um ein möglichst stimmiges Gesamtbild zu erhalten. Wo also beginnen, wo aufhören?

Karriereportale und Jobbörsen – Ausgangspunkt für die Recherche

Dort, wo sich hunderttausende Jobsuchende Tag für Tag tummeln, lassen sich für Bewerber auch wertvolle Rückschlüsse auf die Attraktivität einzelner Arbeitgeber ziehen. Denn neben den wesentlichen Job-Infos geben Unternehmen bereits mit der Aufmachung ihrer Stellenausschreibung einiges preis: Sind Wort und Bild des Inserats eher seriös, bieder, plump, trendig oder einfallslos? Versucht das ausschreibende Unternehmen, sich auf angenehme Art und Weise von inserierenden Mitbewerbern abzuheben? Nutzt eine Firma die Möglichkeit, sich mit eingebundenen Unternehmensvideos in Inseraten und auf ihren Profilseiten in den Stellenbörsen zu präsentieren und versucht sie somit, Interessenten einen authentischen Einblick zu ermöglichen?

Firmenwebsite – Harte Fakten, viele Infos

Der Klassiker, wenn es um harte Fakten geht. Ähnlich dem Stelleninserat generieren auch Umsetzung und Aktualität der Firmenwebsite des potenziellen Arbeitgebers bereits ein Image. Stammen die heißesten „News“ auf der Website eines IT-Unternehmens beispielswiese aus dem Jahr 2008, so kann sich ein Bewerber durchaus seine Gedanken machen, ob diese Firma in der innovativen IT-Branche nicht schon „von gestern“ ist.
Von Auftritt und Aktualität der Firmenhomepage abgesehen, ist man in diesem Bereich genau richtig, um harte Fakten zu recherchieren: Betriebsergebnisse, neue Projekte und Erfolge des Unternehmens sind in den meisten Fällen in eigenen Rubriken oder in der Presse-Sektion zu finden. Ist dies nicht der Fall, sollte man auf Berichte in Online-Medien zurückgreifen. Den Nachgeschmack, dass das betreffende Unternehmen nicht gerade zur Transparenz neigt, sollte man als Bewerber dann jedoch deuten können.

Social Media – Kommunikation auf Augenhöhe

Sie schießen aus dem Boden wie Schwammerl im Sommerregen: Social-Media-Auftritte von Unternehmen – oft auch dezidiert an Bewerber oder Lehrstellensuchende gerichtet. Weil viele Firmen erkennen, dass man via Facebook, Twitter, Youtube & Co nicht nur mit Kunden, sondern auch mit interessierten Bewerbern kommunizieren kann. Bewerber sollten solche Kanäle unter folgendem Gesichtspunkt betrachten: Hinter jedem Posting, hinter jedem Tweet steckt ein Mensch. Facebook-Karrierepages sollten auf alle Fälle genutzt werden, um Fragen zu deponieren und mit dem Unternehmen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Kommt keine Antwort oder wird die Anfrage des Bewerbers einfach gelöscht oder ignoriert, so kann dies auch als Antwort gewertet werden.

Bewertungsplattformen – Was Mitarbeiter und andere Bewerber sagen

Arbeitgeber-Bewertungsplattformen im Internet machen oft Dinge transparent, die viele Unternehmensleitungen lieber nicht an der Oberfläche diskutiert haben möchten: Von schlechter Bezahlung über herablassenden Umgang von Führungskräften mit Mitarbeitern bis hin zu wenig aufregendem Kantinen-Essen. Andererseits aber auch Lob für Arbeitsklima, schöne Büros und verständnisvolle Chefs.
Tausende Arbeitnehmer nutzen derzeit die Chance, ihre Arbeitgeber im Web zu bewerten. Für Bewerber eine perfekte Gelegenheit hinter die Kulissen von Unternehmen zu blicken und Dinge zu erfahren, die man früher nur mitbekommen hätte, wenn man selbst Freunde oder Kollegen im Unternehmen hatte. Aber Achtung!!! Bewertungen und Kommentare sollte man entsprechend deuten können! So sollte ein interessierter Bewerber auf jeden Fall Anzahl aber auch den Zeitpunkt der abgegebenen Bewertungen für seine Urteilsbildung mit einfließen lassen, weil in Kommentaren kritisierte Missstände auch längst wieder behoben sein könnten.

Fazit: Je mehr Infos, umso stimmiger das Bild

Nicht erst im Vorstellungsgespräch gilt: Je mehr Informationen man hat, umso stimmiger ist auch das Gesamtbild eines Unternehmens, das sich daraus ableiten lässt. Negativberichte in Medien und Kritik von Bewerbern auf Social-Media-Plattformen oder Bewertungs-Sites sollten immer in Relation mit der Summe der Suchergebnisse gesehen werden. Denn gerade vor dem Hintergrund, dass Menschen anonyme Bewertungen tendenziell eher dazu nutzen um Kritik zu üben anstatt lobende Äußerungen abzugeben, ist Fakt.
Fazit: Systematische Online-Recherche ist heute auf dem Weg zum Traumjob unabdingbar. Sie sollte im Idealfall als solide Grundlage für ein persönliches Gespräch dienen.


Kommentare

Derzeit gibt es noch keine Kommentare zu dieser Stimme


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Mehr erfahren