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Der Ernst des Lebens!

von Mag. Barbara Hauszer

„Wenn du in die Schule kommst, beginnt der Ernst des Lebens“, sagen alle zu Annette…
So beginnt ein überaus entzückendes Kinderbuch. Wer oder was dieser Ernst wirklich ist, sei Ihnen hier nicht verraten.*
Tatsache ist, dass so manches Kind im Laufe der Zeit den Spaß an der Schule und am Lernen verliert. Freude und Begeisterung sind aber eine wichtige Motivation für die Lernbereitschaft unserer Kinder.
Mit dem Eintritt in die Schule beginnt sowohl für Ihre Kinder als auch für Sie ein neuer Lebensabschnitt. Damit dieser Lebensabschnitt für alle ein positiver wird, lassen Sie mich hier einige Erfahrungen weitergeben, die dazu beitragen mögen, Freude und Begeisterung möglichst lange zu erhalten.
Durch den Wandel vom Kindergartenkind zum Schulkind wird die Schulfähigkeit erreicht. Das Kind macht einen körperlichen Entwicklungssprung durch, es erlangt die seelisch-geistigen Voraussetzungen und die soziale Reife, um den schulischen Anforderungen entsprechen zu können. Dennoch benötigt das Schulkind noch lange unsere Unterstützung. Es braucht unsere liebende Zuwendung in allen Lebenslagen. Es soll das sichere Gefühl haben, auf  Hilfe und persönliche Nähe jederzeit zurückgreifen zu können. Wichtig ist die Annahme des Kindes, auch mit all seinen Schwierigkeiten.
Stärken Sie das Vertrauen Ihres Kindes in seine eigene Leistungsfähigkeit und verleihen Sie ihm Sicherheit im Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen.
Schon rein äußerlich ändert sich etwas im Leben mit einem Schulkind – der Tagesablauf. Ab nun ist es unumstößlich, dass Ihr Kind Morgen für Morgen pünktlich in der Schule erscheint. Ermöglichen Sie Ihrem Kind einen guten und stressfreien Start in den Tag. Wecken Sie es rechtzeitig und machen Sie es sich zur Angewohnheit, gemeinsam zu frühstücken. Frühstücksmuffel werden nicht geboren sondern gemacht. Ein gemeinsames Morgenritual stärkt auch uns Erwachsene für die Anforderungen eines Arbeitstages.
Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Kind rechtzeitig auf den Weg macht – ob zu Fuß, mit dem Schulbus, mit dem eigenen Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Und sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind auch sicher (und pünktlich) wieder nach Hause kommt. Überhaupt sollte der gesamte Tagesablauf ein immer wiederkehrender sein. Kinder brauchen diese Sicherheit.
Ein wesentlicher Punkt ist auch die Nachmittagsgestaltung. Keiner kennt Ihr Kind so gut wie Sie. Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind heraus, wann die beste Zeit ist, die Hausaufgaben zu erledigen und versuchen Sie, diese Zeiten Tag für Tag einzuhalten. Manche Kinder machen Ihre Hausaufgaben gleich nach dem Heimkommen, manche brauchen eine Phase der Erholung. Wesentlich ist dabei nicht der Zeitpunkt, sondern die Einhaltung desselben. Daneben ermöglichen Sie Ihrem Kind möglichst viel freie Spielzeiten und möglichst viel Bewegung in der frischen Luft. Fernsehen und Beschäftigung am Computer sollten möglichst wenig Raum einnehmen.
Vielleicht  lassen Sie mich noch ein paar Worte zu organisierter Freizeitgestaltung sagen, Das Angebot heutzutage ist fast nicht mehr überschaubar. Sportvereine, Musikschulen, Jugendvereine und –organisationen und und und… bieten durchaus wertvolle Freizeitgestaltung an. Aber unter dem Motto „Weniger ist mehr“  folgende Anregung: wählen Sie gezielt – und auf die Vorlieben Ihres Kindes abgestimmt – ein bis zwei Freizeitangebote pro Woche aus. Mehr würde Ihr Kind im Volksschulalter überfordern (und nebenbei bemerkt, Sie selbst würden ständig beschäftigt sein, Ihr Kind von Flötenunterricht zu Ballettstunde und wieder zurück zu führen). Kinder brauchen Freiräume, Räume, die sie selbst gestalten können, in denen sie ihre Fantasie walten lassen können.
Sorgen Sie für ausreichenden Schlaf und gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Süßigkeiten zwischendurch dürfen auch mal sein, der Schwerpunkt des Speiseplans sollte aber auf Obst und Gemüse liegen. Ein Glas Wasser zwischendurch ist der gesündeste Durstlöscher und regt zudem unsere Gehirntätigkeit an.
Lassen Sie den Tag ruhig ausklingen, richten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Schulsachen und Kleidung für den kommenden Tag (erspart in der Früh zusätzlichen Stress) und finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein Abendritual (Vorlesen, den Tag noch einmal Revue passieren lassen – „was war heute besonders schön“, „was möchte ich noch los werden, weil es mich belastet“…….)
Schenken Sie Ihrem Kind vor allem Zeit und Zuwendung! Und haben sie Vertrauen in die Fähigkeiten Ihres Kindes! Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern eine schöne Schulzeit
* Sabine Jörg, Ingrid Kellner; Der Ernst des Lebens. Thienemann Verlag


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