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Die Faszination für „Bewegte Bilder“

von Mag.a Michaela Kienberger

Aufzeichnungsgeräte, Videos und später DVDs haben sie konservierbar, jederzeit abrufbar, wiederholbar und zeitlich unabhängig nutzbar gemacht.

In digitalisierter Form sind sie mittlerweile fernsehtechnisch, aber vor allem durch die Computertechnologie, über DVB-T für PC und Laptop, bzw. durch das Internet und das Handy, mobil und potenziell immer und überall verfügbar geworden – und das wissen in der Generation der Digital Natives auch schon die Kleinsten.

Dabei ist der Fernseher immer noch Leitmedium der Kinder und Familienmedium Nr.1. Die Fernsehnutzung der Kinder hält sich mit einer durchschnittlichen Sehdauer von rund 1.5 Stunden pro Tag seit vielen Jahren stabil auf hohem Niveau. Dafür ist ein früherer Einstieg beobachtbar. Immer jüngere Kinder sehen immer öfter fern. Dazu haben mittlerweile 8 von 10 Kindern im Alter zwischen 6 und 10 Jahren zusätzlich Zugang zu einem Computer. In der Altersgruppe zwischen 8 und 10 Jahren liegt die Verbreitung sogar schon bei knapp 90 Prozent. Damit nutzen die Kinder auch vermehrt das Internet und sehen sich auch dort gerne Filme und Videoclips an. Ein Viertel der Kinder zwischen 6 und 10 Jahren verfügt über ein eigenes Handy, in der Gruppe der 8 bis 10Jährigen ist es bereits ein Drittel, vor allem die älteren Kinder (zwischen 8 und 10 Jahren) verwenden das Handy täglich. Das Austauschen und Ansehen von Videos gehört auch am Handy zu den beliebtesten Anwendungen unter den Kindern. Doch auch wenn Computer und Internet zunehmend eine große Rolle spielen, verbringen die jüngeren Kinder noch immer doppelt so viel Zeit vor dem Fernseher als mit dem Computer. (Daten: Kim 2008 und OÖ BIMEZ 2010)

„Fenster zur Welt“

Kinder lieben Geschichten, Märchen, Helden, phantastische Welten und geheimnisvolle Wesen – immer schon, nicht erst, seit es „bewegte Bilder“ gibt. Früher haben die Älteren, z.B. die Großeltern, die Rolle des Erzählers wahrgenommen, heute in der Kleinfamilie übernimmt das oft der Fernseher oder der Computer.

Kinder wachsen heute in einer von zunehmender Mediatisierung und Kommerzialisierung geprägten Welt auf. Eine Welt, die vor allem Kinder im städtischen Bereich oft als eingeschränkt erleben. Durch zu wenig freie Zeit und Möglichkeit zum Draußensein, zu wenig Platz für freies Spiel, beengte Wohnverhältnisse, fehlende oder stark reglementierte Spielzonen und zu wenig Kontakt mit Gleichaltrigen. Auch darum gibt zunehmend keine „medienfreien“ Orte mehr. Wenn Kinder die Wahl haben, entscheiden sie sich immer noch dafür Freunde zu treffen und draußen zu spielen. Viele Eltern wollen ihre Kinder auf Grund ihrer Sorge bezüglich Verkehr, oder Kriminalität, oder beidem, nicht mehr unbeaufsichtigt auf der Straße spielen lassen. Der Neugier auf die Welt, die früher zu einer auf den Straßen erworbenen Selbstständigkeit geführt hat, stellt sich heute eine über Medien und Medieninhalte gewonnene gegenüber. Kinder machen ihre Erfahrungen daher auch oft über den Bildschirm. So können sie an ihren Themen, aber auch an der Welt der Erwachsenen teilhaben –sie können praktisch „hinter die Kulissen“ blicken und dort über das häusliche Alltagserleben hinaus Erfahrungen machen und Informationen sammeln. Der Fernseher ist für sie ein „Fenster zur Welt“.

Spaß und Entspannung

Wir alle, Kinder, Jugendliche und Erwachsene ziehen aus dem Filmgeschehen einen persönlichen Gewinn und Nutzen.
Zum einen auf der Ebene der Beziehungen, z.B. durch das Verbringen gemeinsamer Zeit mit der Familie vor dem Bildschirm, oder durch das darüber Unterhalten und Spaß zusammen haben, aber auch, indem man lernt, dabei entstehende Konflikte zu lösen.

Auf der Ebene der Inhalte profitieren wir, wenn fernsehen Wissen erweitert oder dabei hilft, persönliche Themen zu verarbeiten. Kinder finden im Erleben von Abenteuern im Film einen willkommenen Ersatz und die Möglichkeit des Ausprobierens verschiedener Handlungsmöglichkeiten für ihnen bekannte Situationen. Hinter dem Fernsehwunsch der Kinder stehen aber auch legitime Bedürfnisse nach Unterhaltung und Entspannung. Kinder sehen aus denselben Motiven fern wie Erwachsene. Sie wollen wie sie durch das Programm unterhalten werden, sich informieren, Langeweile vertreiben und in eine andere Welt eintauchen. Fernsehen ist Zeit und Ort der Erholung. Sich dabei wohl zu fühlen ist das wichtigste Kriterium!


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