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„Digital Natives – wo wir unsere Kinder im Netz finden und was sie dort/daran finden“ – Teil 1

von Jasmin Nauber

Yourplayground.org bietet Kindern die Möglichkeit, einen Spielplatz ganz nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Die Versicherungsgesellschaft Allstate, die hinter dieser Kampagne steckt, wird in nächster Zeit einige Spielplätze in der Gegend um Chicago bauen und erhofft sich Inspirationen von denen, die die Spielplätze auch nutzen werden. Die Gewinner des Gestaltungs-Contests bekommen zudem Preise und werden so zusätzlich zur Teilnahme an der Aktion motiviert

„Digital Natives" sind, nach Professor Marc Prensky‘ s Definition Menschen, die nach 1980 direkt in das digitale Zeitalter hineingeboren wurden. Quasi als zweite Muttersprache erlernten sie Dateien auszutauschen, Online-News zu lesen und sich im Umgang mit dem World Wide Web zu Hause zu fühlen. Sie werden von klein auf in das digitale Leben mit eingebunden und gestalten es mit.

Ihnen gegenüber stehen die „Digital Immigrants“, die Generation, die sich die Fähigkeiten zu einem späteren Zeitpunkt in ihrem Leben aneignen musste. Einwanderer in das digitale Zeitalter.

Identität

Digital Natives haben ein verändertes Verständnis von Identität und Privatsphäre, der Internetkonsum ist selbstverständlich. Sie aktualisieren ihre Erscheinung immer wieder, wechseln ihr Profilbild in Social Networks genauso, wie sie neue Klamotten ausprobieren. Sie veröffentlichen ihre Ideen und Gedanken in Blogs oder tauschen Bilder und Videos. Profile werden ergänzt oder sogar ganz gelöscht und man tritt einfach in ein neues Network ein. Freunde posten Inhalte in digitalen Netzwerken, die im Zusammenhang mit ihrem Namen stehen. Identitätsbildung der Digital Natives unterscheidet sich grundsätzlich von jener der vordigitalen Generation. Auf Eltern und Lehrer, ihres Zeichens zumeist Digital Immigrants, wirkt dieser Prozess der Identitätsbildung oft befremdlich. Insgesamt eröffnen die erweiterten Möglichkeiten der Identitätsbildung großartige Chancen für die Persönlichkeitsentwicklung (vgl. Palfrey und Gasser, Generation Internet 2008; S.L. Calvert, Identity Construction on the Internet).

Connectivity

Connectivity beschreibt die Eigenschaft von technischen Geräten, wie z.B. Computern oder mobilen Endgeräten, sich miteinander verbinden zu können. Auf Grunde der immer weiterschreitenden technischen Entwicklungen haben Digital Natives allgegenwärtigen Zugang zu Informationen und Netzwerken, ohne sich dabei räumlichen Beschränkungen bewusst zu sein. Es wird nicht mehr zwischen on- und offline-Identität unterschieden, da die Online-Identität einen wesentlichen Bestandteil im Identitätskonstrukt der Digital Natives ausmacht. Vor allem die mobilen Endgeräte ermöglichen es den Menschen, sich mit der ganzen Welt zu verbinden, nicht nur vom Büro aus oder von zu Hause, sondern immer und überall "always on" zu sein. Mobilität ist nicht nur ein beliebtes Schlagwort, sondern mittlerweile schon zu einer Lebensauffassung geworden. Im mobilen Alltag verlangt der Mensch deshalb zunehmend nach mobilen Produkten, Medien, Dienstleistungen und ortspezifischen Informationen "on-the-go". Die Popularität diverser, auf dem mobilen Endgerät konsumierbarer Medieninhalte sowie Mobile Services, steht sinnbildlich für den Aufbruch in eine Gesellschaft, die stets flexibel und unterwegs sein möchte und dabei will sie unterhalten, informiert und beraten werden.

Durch die Vernetzung technischer Geräte untereinander umgibt sich der Mensch mit einer digitalen Aura, die ihm zu jeder Zeit und an jedem Ort den Zugang zu Informationen, Netzwerken und virtuellen Umgebungen ermöglicht. In diesem Zusammenhang bietet Subway seinen Kunden in New York nun die Möglichkeit, eine Bestellung per SMS aufzugeben. Dafür muss man sich einfach beim Service Subway Now registrieren. Hat man dann unterwegs Lust auf ein Sandwich, gibt man seinen Standort auf einer Subway-Webseite an und bekommt daraufhin die nächst gelegene Filiale angezeigt. Für das Bestellen sendet man in einem nächsten Schritt das Wort "Menu" per SMS an Subway. Als Antwort gibt es eine nummerierte Speisekarte. Die Ziffer des bevorzugten Sandwichs sendet man zurück und erhält dann eine Nachricht, zu welcher Zeit und in welcher Filiale das Sandwich zum Abholen bereit liegt.

Ein Beispiel für die globale Vernetzung außerhalb des Kinderzimmers ist Smartground. Ein Konzept für den Spielplatz der Zukunft – oder vielmehr das Spielplatzsystem der Zukunft, denn die verschiedenen Smartgrounds sind rund um die Welt miteinander vernetzt. Ausgestattet mit elektronischen Bodenplatten und einem Internetanschluss bietet sich eine Spielwiese mit vielen interaktiven Elementen, die einen globalen Wettstreit mit anderen Kindern ermöglicht. Betritt ein Kind das Feld, wird es zunächst vom Computer registriert. Sämtliche Bewegungen werden von den Bodenplatten aufgenommen, sodass man dann über verschiedene Aufgaben Punkte sammeln kann.

Das Arbeiten im Netz

In Zeiten des permanenten Zugangs zu Informationen und Dienstleistungen erhöht sich zwangsläufig die Lebensgeschwindigkeit. Recherchearbeiten zu speziellen Themen sind online mit wenigen Mausklicks erledigt. Ein Besuch in die Bibliothek ist daher heutzutage eher selten. Da die Digital Natives einem täglichen "Informationsoverload" ausgesetzt sind, lernen sie diese Informationen nach eigenen Gesichtspunkten zu filtern und daraus einen individuellen Nutzen zu ziehen. Oft beschäftigen sich die Kinder und Jugendlichen deshalb ausführlicher mit dem Material, als diejenigen, die an traditionelle Nachrichtenformate gewöhnt sind. Weil sie einen Kommentar auf ihrem Blog posten, die Nachricht an ihre Freunde auf Facebook weiterleiten oder einen Nachricht auf Twitter verfassen (Angemeldete Benutzer können eigene Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen eingeben und anderen Benutzern senden. Das soziale Netzwerk beruht darauf, dass man die Nachrichten anderer Benutzer abonnieren kann, vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter). Die folgenden Beispiele sind Werkzeuge, die von Digital Natives benutzt werden, um sich im Informationsdschungel zu recht zu finden.

Der Internetservice Nandoo verspricht mehr Relevanz bei der Suche im Web. Die Suchmaschine "versteht" Nachrichtentexte, weil ihre Algorithmen in die Sinnebene der Texte dringen. Sie analysiert, wie oft ein Wort in einem bestimmten Text vorkommt, lernt die deutsche Syntax und gleicht den Inhalt der Texte mit Wikipedia und Wiktionary ab. So optimiert sie die Relevanz der Suchergebnisse, die sie an User der Seite liefert. Wenn dort jemand nach "Obama" sucht, weiß Nandoo, dass die Begriffe "Präsident" und "Barack" ebenfalls zur Suche gehören. Die jeweiligen Ergebnisse kann man auch mobil empfangen.

Nokia hat den Dienst "Point & Find" gelauncht, mit dem per Bilderkennung Informationen aus dem Internet auf einem Kamerahandy abgerufen werden können. Zurzeit gibt es eine kostenlose Betaversion des Dienstes in den USA und in Großbritannien, die sich auf die Erkennung von Kinoplakaten spezialisiert. Geht man zum Beispiel an einem Kinoplakat vorbei und möchte mehr über den Film erfahren, reicht es, mit dem Handy auf das Plakat zu zeigen. Auf dem Display erscheinen dann nähere Infos wie etwa ein Trailer oder die Wegbeschreibung zum nächsten Kino. Zudem ist auch ein direkter Ticketkauf über den Service möglich.


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