Zum Inhalt Zum Menü
Farbiger Bogen Farbiger Bogen Ei Schwerpunktthemen Zahnrad Lupe Share on Twitter Twitter Logo Share on Facebook Facebook Logo Share via E-Mail E-Mail Pfeil lang Pfeil nach unten Pfeil nach links Pfeil nach rechts Karte mit Marker Newsletter Links Bestellservice Literaturtipps Studien Elternbildung Login/Logout Hand Schließen Marker mit Hand YouTube Ei-Rahmen für Bilder info forum head helpdesk home info list logout message student task upload add burger burger_close courses delete download edit check link media preview preferences-elearning image share play-store-icon app-store-icon

Eltern begleiten ihre Kinder bei Laufbahnentscheidungen

von Mag. Susanna Roth

Was will ich?
Wo gibt´s das?
Wie komme ich zu den Infos?

Das österreichische Schulsystem ist differenziert aufgebaut und bietet gerade Jugendlichen nach der 8. Schulstufe viele Wahlmöglichkeiten. Wie finden nun Schülerinnen und Schüler DIE geeignete Schule oder DEN geeigneten Ausbildungsplatz?
Damit die Schul- und Berufswahl erfolgreich verläuft, müssen die Jugendlichen auf die Entscheidung vorbereitet und in diesem Prozess begleitet werden. Im Idealfall stehen ihnen Eltern bzw. Erziehungsberechtigte, Schüler- und BildungsberaterInnen an HS, KMS, NMS, SPZ und AHS sowie externe Beratungseinrichtungen zur Seite.

Wie kommt man zu richtigen Entscheidungen?

Alle wichtigen Entscheidungen sollten gut vorbereitet werden, und dazu benötigt man Zeit. Es ist deshalb keineswegs verfrüht, sich bereits in der 7. Schulstufe mit der Schul- und Berufswahl intensiv auseinanderzusetzen.
Als hilfreich hat sich das Anlegen einer eigenen Mappe bewährt, in der alle Unterlagen gesammelt und bei Bedarf immer wieder hervorgeholt und ergänzt werden können.
Zu Beginn des Entscheidungsprozesses steht die Beschäftigung mit der eigenen Person. Die Zufriedenheit mit der Schule bzw. mit dem Ausbildungsplatz hängt in hohem Maße davon ab, inwieweit eigene Interessen, Neigungen und Fähigkeiten eingebracht und umgesetzt werden können. Permanente Über- oder Unterforderung, Desinteresse und das Gefühl „am falschen Platz“ zu sein, können zu vorzeitigen Schul- oder Lehrabbrüchen führen und sind oft für großes persönliches Leid verantwortlich.
Folgende Fragen können dazu dienen, sich selbst besser kennen zu lernen:

  • Was sind meine liebsten Freizeitbeschäftigungen, meine Hobbys? Und warum?
  • Was sind meine Lieblingsfächer? Und warum?
  • Welche Traumberufe habe oder hatte ich?
  • Was kann ich schon gut (Stärke)? Welche Fähigkeiten habe ich?
  • Nicht nur im Sinn von „Ich bin gut im Fach XY“, sondern auch Stärken wie Pflichtbewusstsein, Pünktlichkeit, Umgang mit Menschen, Ordnung, Selbständigkeit, Durchhaltevermögen und dgl.
  • Was kann ich noch nicht so gut (Schwäche)?
  • Was will ich erreichen?
  • Was ist mir wichtig?

Das Feststellen eigener Stärken und Schwächen fällt vielen Jugendlichen schwer. Hier können Eltern bzw. Erziehungsberechtigte wertvolles, differenziertes Feedback liefern und so das Selbstbild des Jugendlichen vervollständigen.
Zur Bewertung schulischer Fähigkeiten empfiehlt sich auch das Miteinbeziehen der Schulnoten und der Einschätzungen der Lehrer und Lehrerinnen.
Interessentests, die entweder on-line oder bei vielen Beratungseinrichtungen angeboten werden, können ergänzend eingesetzt werden.
Im nächsten Schritt sollen nun Schulen, Ausbildungen oder Berufe gefunden werden, die zum eigenen Profil passen. Die dazu benötigten Informationen können auf unterschiedlichen Wegen gesammelt werden:

  • Homepages der verschiedenen Schulen (Schwerpunkte, Stundentafeln, besondere Zusatzangebote, Abschlüsse, Qualifikationen)
  • Gespräche mit Schüler- und BildungsberaterInnen an der eigenen Schule
  • Internetrecherche über in Frage kommende Berufe
  • Gespräche mit Personen, die diese Schule besuchen oder besucht haben bzw. den Beruf ausüben
  • Informationsveranstaltungen (Tage der offenen Tür, Bildungsmessen, Berufsinformationszentren)
  • Schnupperlehre, berufspraktische Tage

Nach einer gründlichen Bewertung dieser verschiedenen Möglichkeiten und dem Abschätzen der Konsequenzen (z.B. langer Anfahrtsweg) folgt die Entscheidung.
Wesentlich ist, dass die Jugendlichen in diesem  Entscheidungsprozess eine aktive Rolle spielen – nur dann kann sich ein Gefühl der Selbstwirksamkeit entwickeln, d.h. die Überzeugung wächst, Situationen durch eigene Anstrengung verändern  zu können. Dies wirkt persönlichkeitsfördernd und hilft beim Umgang mit zukünftigen Herausforderungen des Alltags.
Der liebevollen, unterstützenden Begleitung durch Eltern bzw. Erziehungsberechtigte kommt dabei besondere Bedeutung zu. Offene, partnerschaftliche Gespräche, die, ohne zu lenken oder zu dirigieren, zum richtigen Zeitpunkt geführt werden, unterstützen die Jugendlichen optimal bei ihrer Schul- und Berufsentscheidung.


Kommentare

Derzeit gibt es noch keine Kommentare zu dieser Stimme


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Mehr erfahren