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Empfehlungen zum Umgang mit dem Fernsehen

von Mag.a Michaela Kienberger

Man darf auch Nein sagen

Es ist sogar unerlässlich, wenn Fernsehbeiträge für Kinder ungeeignet sind. Beachten Sie Altersfreigaben und Sendezeiten, aber verlassen Sie sich nicht nur darauf. Sie sollten mitentscheiden, womit Sie ihr Kind konfrontieren, worüber Sie diskutieren und wo Sie die Grenze setzen wollen. Es ist viel schwerer einen Schritt zurück zu machen, z.B. beim Ausdehnen der vereinbarten Dauer, dem Genre oder der Anzahl der Sendungen, als einen weiteren zu setzten.

Öfter gemeinsam fernsehen, immer darüber sprechen

Vieles das Kindern über die Medien entgegengebracht wird, ängstigt sie. Es macht einen Unterschied, ob es sich dabei um entwicklungsbedingte Ängste handelt, deren Bewältigung gelernt werden muss, oder ob ein Kind überfordert, im schlimmsten Fall durch das Gesehene sogar traumatisiert wird. Kleine Kinder sollten nicht alleine fernsehen. Durchleben Sie gemeinsam die spannenden Situationen und erklären Sie brenzlige Szenen. Relativieren Sie Gesehenes an der konkreten Situation des Kindes. Sie können Medienerlebnisse (z.B. ohne Happy End) aufgreifen und Geschichten bis zu einem geänderten Ende weiterspinnen. Wenn ihr Kind eine Sendung schon öfter gesehen hat, oder wenn ihr Kind schon älter ist und daher ohne Sie fernsieht, dann ist es nicht mehr so wichtig dabei zu sein, aber umso wichtiger, da zu sein! Sprechen Sie mit dem Kind über die Gefühle beim Gesehenen, darüber, was Ängste erzeugt, oder woran diese Situation erinnert. Dabei sollte man nicht ausfragen, sondern Meinungen austauschen und die geschilderten Gefühle in jedem Fall ernstnehmen.

Nehmen Sie Lieblingssendungen auf

Ermöglichen Sie ihrem Kind einen qualitätsvollen Einstieg ins Fernsehgeschehen mit ausgesuchten kleinen, selbst aufgenommenen, oder gekauften Video/DVD Portionen! Das kommt dem Wunsch von Vorschulkindern nach Wiederholungen entgegen, definiert automatisch die Sehdauer, garantiert Werbefreiheit und Verhindert die Konfrontation mit Ankündigungs-Trailern für das  Erwachsenenprogramm.

Vereinbaren Sie klare Regeln

Gewohnheiten im Alltag geben Sicherheit und Geborgenheit. Legen Sie die Dauer fest, verwenden Sie die Programmzeitschrift und wählen Sie bewusst und gemeinsam aus. Interessieren Sie sich für die Vorlieben ihres Kindes und respektieren Sie seinen Geschmack. Sie können viel über ihr Kind erfahren, wenn Sie sich erklären lassen, was ihm bestimmte Sendungen, Figuren oder Filme bedeuten. Unterstützen Sie das Kind beratend bei seinen Entscheidungen, das stärkt von Anfang an den kritischen Umgang ihres Kindes mit dem Angebot. Achten Sie auf das Einhalten der Vereinbarung.

Den Tagesablauf nicht diktieren lassen

Fixe Rituale und Vereinbarungen sind gut und geben Halt und Struktur. Trotzdem kann es vorkommen, dass eine Lieblingssendung nicht in ihre Familienabläufe passt. Nehmen Sie die Sendung wenn möglich auf und sprechen Sie mit ihrem Kind darüber, ob Sie diese zu einem späteren Zeitpunkt ansehen, oder zu Gunsten dieser wichtigeren Aktivität darauf verzichten.

Kein Fernsehen unmittelbar vor dem Schlafengehen

und besser nicht vor dem Kindergarten- oder dem Schulbesuch. Das Kind benötigt mindestens eine halbe Stunde Zeit um das Gesehene zu verarbeiten, vor allem dann, wenn eine Sendung sehr aufwühlend gewesen ist.

Die Mischung mit anderen Aktivitäten macht’s

Der Fernsehkonsum sollte zu anderen Aktivitäten immer in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Was man passiv gesehen hat, kann man später aktiv überprüfen – dazu sollten gute Fernsehsendungen immer anregen und dafür sollte auch Raum und Zeit geboten werden.

Generelle Fernsehverbote bringen niemanden etwas

Erziehung kann nicht nur mit vermuteten Defiziten arbeiten. Nur bewahren schadet und übertriebene Ängstlichkeit, die nur die Gefahren und das Negative sieht, schwächt die Stärken der Kinder. Erziehen sollte bedeuten, von den Stärken und Fähigkeiten der Kinder ausgehen, ihre Interessen kennen und diese fördern. In Sachen Medien können wir sogar von den Kindern lernen und am Ende sollten wir alle wissen, welchen persönlichen Nutzen und Gewinn uns die Medien bringen können.

Belohnen oder Bestrafen gibt dem Fernsehen eine viel zu hohe Bedeutung

Meistens hat ein ausgesprochenes Fernsehverbot nichts mit dem Anlassfall zu tun. Das Interesse wird dadurch nur noch gesteigert.

Platzierung des Fernsehers

Machen Sie den Fernseher nicht zum Zentrum Ihres Familienlebens. Das Gerät sollte optimal, aber nicht zentral platziert sein. Besonders Kinder im Vor- und Volksschulalter sollten keinen eigenen Fernseher in ihrem Kinderzimmer haben, denn Kinder sollten nicht unkontrolliert und kleine Kinder nicht alleine fernsehen. Abgesehen davon, schaut sonst jeder für sich und Gemeinsamkeiten der Familie gehen noch mehr verloren.

Fernsehen hat Nebenwirkungen

Die Familienkultur spiegelt sich in der Fernsehkultur wider. Fernsehen sollte nicht als Nebenbeimedium oder Geräuschkulisse dienen, bzw. andere Beschäftigungen, wie z.B. das Essen zur Nebenbeschäftigung werden lassen. In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass nicht TV Konsum Kinder dick macht, sondern das, was sie (dabei) essen, bzw., weil sie essen, was sie in der Werbung sehen und dass sie sich, weil sie sehen und essen, zu wenig bewegen. Überlegenswert ist auch, ob manche Kinder sich zum und über das Fernsehen zurückziehen, weil sie zu dick sind?

Kinder sehen anders

Lassen Sie es unbedingt zu und fördern Sie es, wenn Kinder lautstark mitmachen, bzw. nachahmen, was sie gesehen haben. Das hilft ihnen beim Verstehen und Verarbeiten.

Die Freunde ihrer Kinder sollten Sie kennen

Kinder haben eine enge Bindung zu ihren bevorzugten Medienfiguren. So wie Sie die Freunde ihrer Kinder kennen, sollten Sie auch über die Eigenschaften der Medienheldinnen im Bilde sein. Unterhalten Sie sich mit ihren Kindern über deren Lieblingssendungen und versuchen Sie herauszufinden, was sie an ihren Medienhelden fasziniert. Sie können damit viel darüber in Erfahrung bringen, was ihre Kinder im Moment bewegt. Auch andere Menschen im Umfeld ihrer Kinder beeinflussen den Medienumgang ihrer Kinder. Es ist interessant zu wissen, was die Freunde sehen, oder was, z.B. bei den Großeltern, (mit)gesehen werden darf.


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