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Gemeinsam mit digitalen Medien lesen

von Sabrina Maria Quint

Wie sollen Kinder den neuen Medien begegnen?

Lesen spielt sich immer mehr im digitalen Umfeld ab. Digitale Angebote und Geräte sind bereits fester Bestandteil im Kinderalltag. Daher ist es umso wichtiger, dass Kinder im geschützten Raum, in der Schule oder mit der Familie, den Umgang mit digitalisierter Lektüre erlernen. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Eltern eine signifikante Rolle bei der Entwicklung von Lese- und Schreibfähigkeit ihrer Kinder einnehmen. Besonders bei digitalen Medien sollten Eltern ihre Kinder begleiten und unterstützen. 

Warum ist das Lesen mit digitalen Medien in der Schule sinnvoll?

Durch den übermäßigen Einsatz von digitalen Medien zu Hause haben Eltern oftmals die Befürchtung, dass Schüler in der Schule nicht auch noch mit digitalen Medien arbeiten sollten. Doch insbesondere in der Schule sollte der sinnvolle Umgang mit digitalen Medien und vor allem digitalen Lese-Angeboten in Kombination mit Print-Medien eingesetzt werden. Eine aktuelle Initiative der Europäischen Union zur Verbesserung der Lese- und Schreibfähigkeit betont die „digital gap“ – während in der  Schule hauptsächlich print-basierte Medien eingesetzt werden, lesen und schreiben die Schüler zu Hause vermehrt digital. Laut Statistik Austria waren 81 % der Haushalte in Österreich im Jahr 2013 mit einem Internetzugang ausgestattet, 51 % der Internetnutzer verwenden das  Internet zum Lesen von Zeitschriften und Magazinen. Gleichzeitig gaben ein Viertel der Schüler der 4. Klassen Volksschule und 8. Schulstufe  in einer Studie des „European Schoolnet“, ein Netzwerk der Bildungsministerien 30 europäischer Länder an, dass sie im Unterricht nie oder fast nie den Computer nutzen. Beim Einsatz von interaktiven Whiteboards ist Österreich überhaupt in allen Altersgruppen Schlusslicht unter den 27 untersuchten Ländern. Diese Diskrepanz zwischen einer Vernachlässigung der digitalen Medien im schulischen und ihrer Bedeutsamkeit im häuslichen Umfeld sollte behoben werden.

Wie können digitale Medien einen Zugang zu Literatur schaffen?

Onilo ist ein Online-Leseportal, das Lesemotivation durch eine Kombination von neuen Medien und hochwertiger Kinderliteratur schafft. Die animierten Bilderbücher, Boardstories genannt, bestechen durch hochwertige Geschichten und ästhetisch besonders ansprechende Bilder. Onilo bedient sich den positiven Aspekten der neuen Medien, zum Beispiel der Möglichkeit, gemeinsam zu lesen und das Textverständnis durch animierte Bilder zu unterstützen. Dabei wird jedoch viel Wert auf qualitativ hochwertigen Inhalt gelegt. Die Printausgabe soll dabei nicht verdrängt werden. Im Gegenteil, Boardstories weisen explizit auf das gedruckte Buch hin und sorgen damit für Synergie-Effekte. Viele Kinder greifen nach der Lektüre von Boardstories begeistert zum Buch.
Mit Onilo steht der Klasse eine gesamte digitale Bibliothek mit über 150 Boardstories zu den vielfältigsten Themen zur Verfügung. Eine breite und vor allen Dingen mehrsprachige Bücher-Vielfalt ermöglicht es dem Lehrer, den individuellen Lesevorlieben und Lesefähigkeiten jedes Kindes gerecht werden zu können, ohne jedes Buch einzeln kaufen zu müssen. Ob „Der Zauberlehrling“ oder „Die Geschichten vom Franz“ – bekannte Kinderbuchinhalte werden bei Onilo digitalisiert und animiert und schaffen ein besonderes Lese-Erlebnis in der Klasse und auch zu Hause.
Boardstories verbinden zudem das schulische und häusliche Lesen. In der Schule können alle Kinder gemeinsam die spannenden Geschichten lesen. Mit einem Schülercode haben sie auch vom heimischen Computer aus die Möglichkeit, zusammen mit ihren Eltern die Boardstory zu genießen. Dadurch entsteht ein nachhaltiges Lesevergnügen, und die Kinder erfahren, dass das Lesen nicht nur in der Schule eine zentrale Rolle spielt, sondern auch seinen Platz im familiären Alltag hat. Die Bedienung der Boardstories ist kinderleicht, gemeinsam können sich die Eltern und die Kinder durch die Boardstory klicken. Einzige Voraussetzung zur Nutzung ist ein Rechner und eine Internetverbindung.

Bieten digitale Angebote neue Anreize für das Lesen und Vorlesen im Elternhaus?

Ein Drittel der Kinder im Vorlesealter von zwei bis acht Jahren bekommt von ihren Eltern zu wenig vorgelesen. Dies geht aus der Vorlesestudie 2013 der Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn hervor. Besonders Väter lesen ihren Kindern deutlich seltener vor als Mütter. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die Zahl der regelmäßig vorlesenden Eltern seit 2007 gestiegen ist. Eine Zusammenfassung der Vorlesestudien der Stiftung Lesen “Vorlesen im Kinderalltag“ verdeutlicht, dass Vorlesen wirkt: „Kinder, denen vorgelesen wurde, haben eine positive Einstellung zum Lesen, ihnen fällt das Lesen lernen leichter und sie haben später im Durchschnitt bessere Schulnoten als Gleichaltrige, denen nicht vorgelesen wurde.“
Besonders digitale Angebote ermöglichen und stärken das Vorlesen. Mit dem Schülercode von Onilo.de können Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die digitale Boardstory aus der Schule auch zu Hause lesen. Bei der Nutzung des Schülercodes fallen für die Eltern keine Kosten an. Dadurch werden finanziell schwache Familien unterstützt. Onilo wirkt hier ausgleichend: Kinder aus sozio-ökonomisch schwachen Familien steht  auch hochwertige Literatur zur Verfügung, mit der sie ihre Lesekompetenz steigern können. Digitale Medien motivieren Eltern und Kinder, gemeinsam zu lesen. Zudem können die Eltern ihre Kinder bei der digitalen Nutzung des Mediums unterstützen und Fragen zum Medium beantworten. Das Lesen auf einem digitalen Gerät wirkt besonders für Jungen und Väter motivierend.  Per Beamer oder Smart-TV können Eltern die Boardstory auch im großen Format gemeinsam lesen. Der Schwerpunkt liegt auf dem gemeinsamen Lesen – das Lesen erfolgt im geschützten Raum und die Kinder fühlen sich mit dem Medium nicht alleingelassen.

Wieso ist besonders das gemeinsame Lesen so wichtig?

Berichte unserer Onilo-Referenzschulen zeigten, dass Schüler oftmals einen Schülercode mit nach Hause bringen, jedoch keinen Ansprechpartner in der Familie gefunden haben, der gemeinsam mit ihnen liest. Dies verdeutlicht, dass Kinder motiviert sind, auch zu Hause zu lesen und sich über ein neues Medium mit ihren Eltern auszutauschen. An dieser Stelle müssen sich die Eltern gefordert fühlen, ihre Kinder durch gemeinsames Lesen zu unterstützen. Viele Kinder möchten ihren Eltern zeigen, was sie in der Schule gelesen haben und die Freude über eine spannende Geschichte mit ihren Eltern teilen. Boardstories ermöglichen dieses gemeinsame Leseerlebnis. Der soziale Aspekt spielt hier folglich eine zentrale Rolle und das Lesen von Boardstories unterscheidet sich stark von Kinderbuch-Apps, wo besonders spielerische Aspekte gefördert werden.
Gemeinsames Lesen mit den Eltern, Großeltern oder Geschwistern in einer Wohlfühl-Atmosphäre schafft Nähe. Lesen wird dadurch positiv konnotiert. Die Kinder merken, dass ihren Eltern Literatur wichtig ist und sie sich dafür genügend Zeit nehmen. Mit ihren Eltern können die Kinder das Lesen mit einem digitalen Medium in einer vertrauten Atmosphäre üben. Sie haben Gelegenheit, sich ganz intensiv mit ihren Eltern über das Gelesene auszutauschen. Dabei können die Eltern viel über die Gedankenwelt ihres Kindes erfahren.
Das digitale Lesen mit dem Schülercode knüpft an das schulische Lesen am interaktiven Whiteboard an. Den Kindern wird implizit bewusst, dass Lesen nicht nur in der Schule eine große Bedeutung einnimmt, sondern auch zu Hause einen bedeutenden Platz hat.

Wie kann ich mein Kind beim Lesen lernen mit einem digitalen Medium unterstützen?

Geben Sie Ihrem Kind die Zeit, die es zum Lesen braucht. Boardstories haben eine eigens entwickelte Steuerungsleiste, um das Lesetempo zu regulieren. Halten Sie inne und sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Gelesene, betrachten Sie gemeinsam die Bilder oder überlegen Sie zusammen, wie die Geschichte weitergehen könnte. So zeigen Sie Ihrem Kind nicht nur, dass Sie sich für seine Meinung interessieren, sondern regen es auch zum Nachdenken über Sprache und Literatur an. Ihr Kind wird nicht nur für literarische Sprache sensibilisiert, sondern wird durch die Bildsprache zum kreativen Denken angeregt. Der Bereich des „sinnerfassenden Lesens“ wird durch die kleinen Animationen gefördert – z.B. „der strömende Regen“ wird durch kleine Animationen verdeutlicht.
Gerade unruhige Kinder, denen es zu Hause schwer fällt, mit ihren Eltern eine halbe Stunde am Stück zu lesen, fällt das Lesen mit Boardstories leichter. Dort bewegt sich nicht nur etwas, sie selbst können auch aktiv werden und z.B. nach jedem gelesen Textabschnitt mit dem Boardstory-Player den nächsten Abschnitt aufrufen.

Wieviel Einsatz von digitalen Medien ist sinnvoll?

Eltern verlieren mit dem wachsenden Angebot schnell den Überblick, welche und wie viele digitale Lese-Angebote ihre Kinder in der Schule oder in Ihrer Freizeit überhaupt nutzen. Wichtig ist, die Verbindung zwischen digitalen und Print-Medien zu schaffen. Animierte Kinderbücher schaffen den Zugang zur Literatur – daher lohnt es sich, die Verbindung vom digitalen Medium auf das Print-Medium immer aufrechtzuerhalten.
Onilo.de
Zu den Autorinnen:
Sabrina Maria Quint (Redaktion Onilo.de):
Sabrina Maria Quint hat sich bereits während ihres Studiums der Erziehungswissenschaften intensiv mit Literacy- und Leseförderung in Theorie und Praxis beschäftigt. Bei Onilo ist sie als Redakteurin tätig. Sie entwickelt u.a. zu jeder Boardstory differenziertes und interaktives Unterrichtsmaterial, das den Leselern-Prozess unterstützt.

Susanna Maier (Leitung Vertrieb Onilo.de)
Susanna Maier betreut bei Onilo.de Kooperationen mit Universitäten und Schulen zum Thema Lesemotivation mit digitalen Medien.


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