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Gute (Aus)Bildung. Mehr Möglichkeiten. Bessere Perspektiven.

von Mag.a Tanja Sommer

Da der Arbeitsmarkt an die Jugendlichen von heute immer höhere Anforderungen stellt, ist es sehr wichtig, eine gute Bildung und Ausbildung zu haben. Wer gut ausgebildet ist, hat bessere Chancen und mehr Möglichkeiten. Erziehungsberechtigte spielen für einen guten Start ins Berufsleben von Jugendlichen eine wesentliche Rolle.

Während die meisten Jugendlichen nach Ende der neunjährigen Schulpflicht ohnehin den Schulbesuch fortsetzen oder eine Lehre absolvieren, trifft dies für eine kleine Gruppe nicht zu. Rund 5.000 Jugendliche jeden Jahrgangs verfügen über keine weiterführende Ausbildung.

Junge Menschen, die über keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Abschluss verfügen, haben ein dreifaches Risiko von Arbeitslosigkeit, ein vierfaches Risiko HilfsarbeiterInnen zu werden und ein siebenfaches Risiko von erwerbsfernen Positionen. Das Einkommen von Menschen mit wenig Ausbildung bleibt häufig ihr ganzes Leben lang gering, auch in der Pension. Ebenso können gesundheitliche oder soziale Probleme die Folge sein, denn die Lebenserwartung und die Gesundheit eines Menschen hängen indirekt mit dem Grad der Ausbildung zusammen.

In der Arbeitsmarktpolitik für Jugendliche folgt das Sozialministerium schon länger dem Prinzip  (Aus-)Bildung vor Vermittlung. Nicht die rasche Vermittlung auf (irgend-)einen Arbeitsplatz, sondern eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration durch bestmögliche (Aus-)Bildung hat Priorität. Studien belegen, dass neben einer qualitätsvollen Bildung oder Ausbildung auch der zertifizierte Nachweis einer solchen in Österreich für einen gelungenen Einstieg in das Berufsleben besonders wichtig ist.

Vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl junger Menschen, die eine Lehrausbildung anstrebten, aber keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb fanden, wurde daher bereits 1998 das Jugendausbildungssicherungsgesetz (JASG) verabschiedet. Basierend darauf hat das Arbeitsmarktservice (AMS) erstmals überbetriebliche Ausbildungsplätze für junge Menschen, die die 8. bzw. 9. Schulstufe positiv absolviert haben in Lehrgängen, die zunächst auf ein Jahr befristet waren, zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen einer Gesetzesnovelle erfolgte im Jahr 2008 eine umfassende Reform: Die überbetriebliche Lehrausbildung (ÜBA) wurde gleichwertiger und regulärer Bestandteil der dualen Ausbildung bis zur Lehrabschlussprüfung. Ziel sowohl der JASG Lehrgänge als auch der ÜBA war und ist ein Übertritt der Jugendlichen in ein betriebliches Lehrverhältnis. Sollte dieser nicht gelingen, ist das vollständige Absolvieren der Lehrausbildung in der ÜBA jedoch möglich. Die ÜBALehrlinge haben Anspruch auf einen im Regelfall nur einvernehmlich auflösbaren Ausbildungsvertrag und höhere Qualitätskriterien wurden etabliert. Jeder ÜBALehrling nimmt regulär am Berufsschulunterricht teil. Parallel dazu wurde seitens der Bundesregierung eine Ausbildungsgarantie ausgesprochen: jeder / jedem Jugendlichen, die / der eine Ausbildung absolvieren möchte, aber keinen betrieblichen Lehrplatz findet, wird garantiert ein Platz in der ÜBA angeboten.

Da trotz der Ausbildungsgarantie längst nicht alle Jugendlichen den Weg in eine weiterführende Ausbildung finden, hat das Sozialministerium seine Anstrengungen intensiviert, jene Jugendlichen zu unterstützen, die besondere Schwierigkeiten am Ende der Pflichtschulzeit haben. Mit dem Jugendcoaching hat das Sozialministeriumservice beginnend mit 2012 einen weiteren Meilenstein gesetzt. Jährlich profitieren seitdem 30.000 und mehr Jugendliche von diesem umfassenden und individuellen Beratungs- und Unterstützungsangebot. Seither ist die Rate der frühzeitigen SchulabgängerInnen in Österreich von 7,8 % (2012) auf 7,3 % (2015) zurückgegangen (Quelle: Statistik Austria).

Mit dem Regierungsprogramm 2013 bis 2018 setzt die Bundesregierung in logischer Konsequenz dieser Strategie nun einen weiteren wesentlichen Reformschritt: die „AusBildung bis 18“ (Ausbildungspflicht).

Das Ausbildungspflichtgesetz gilt seit 1. August 2016 und betrifft alle Personen unter 18 Jahren, die die Schulpflicht beendet haben und sich dauerhaft in Österreich aufhalten. Der erste betroffene Jahrgang sind jene Jugendlichen, die nach dem 1. Juli 2017 ihre Schulpflicht beenden. Beginnend mit dem Schuljahr 2017/2018 soll jeder Jugendliche nach der Pflichtschule eine weiterführende Bildung oder Ausbildung besuchen. Dies kann der Besuch einer mittleren oder höheren Schule oder das Absolvieren einer Lehrausbildung sein. Eine zentrale Maßnahme der AusBildung bis 18 stellt das Jugendcoaching dar, das seit 2012 jährlich ca. 35.000 Jugendliche unterstützt und sukzessive ausgebaut wird. Jugendlichen, die mehr Unterstützung brauchen, stehen die bewährten Angebote wie Produktionsschulen und überbetriebliche Lehrausbildung sowie begleitende Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung.

Wird die Ausbildungspflicht nicht erfüllt, sollen Jugendliche über ein mehrstufiges Verfahren wieder zurück in Schule und Ausbildung gebracht werden. Die Koordinierungsstellen des Sozialministeriumservices, die für die AusBildung bis 18 implementiert wurden, nehmen mit den Jugendlichen, die der Ausbildungspflicht nicht nachkommen, und deren Erziehungsberechtigten Kontakt auf und bieten Unterstützungsleistungen an. Sie arbeiten dabei mit den betroffenen Institutionen wie AMS, Jugendcoaching, Jugendeinrichtungen, Schulen, Lehrlingsstellen, Betrieben, etc. zusammen. Erziehungsberechtigte sind verpflichtet, auch selbstständig die Koordinierungsstellen zu verständigen, wenn ihr Kind seit vier Monaten keine Schule oder Ausbildung besucht. Finanzielle Sanktionen für Erziehungsberechtigte sind dabei nur das Mittel letzter Wahl, wenn alle Stufen der Information, Beratung und Unterstützung verweigert werden. Im Vordergrund steht ganz klar die Bildung und Ausbildung junger Menschen in Österreich.

Wesentliche Voraussetzung der Ausbildungspflicht ist, dass für jeden Jugendlichen bedürfnis- und bedarfsgerecht die richtigen Angebote zur Verfügung stehen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Verbesserung bestehender Angebote sowie deren Koordination, eine effizientere Nutzung, mehr Durchlässigkeit, Angebotslücken bedarfsgerecht zu schließen, die frühzeitige Vermeidung von Abbrüchen in allen Formen der Bildung und Ausbildung..

Durch einen höchstmöglichen Bildungs- oder Ausbildungsabschluss, der mit der AusBildung bis 18 angestrebt wird, sollen den jungen Österreicherinnen und Österreichern eine bessere gesellschaftliche Integration sowie ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden.

Die Erhöhung des Ausbildungsniveaus junger Menschen ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die dazu führen soll, dass junge Menschen sich in ihrer Persönlichkeit entfalten können, am gesellschaftlichen Leben teilhaben und – daher sieht sich die Arbeitsmarktpolitik hier mit in der Verantwortung – auch nachhaltig am Arbeitsmarkt Fuß fassen können.

Weitere Informationen zur AusBildung bis 18 finden Sie im Internet unter www.AusBildungbis18.at bzw. auf www.sozialministerium.at

 


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