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Jugendliche im Handyfieber- Herausforderung für die Eltern

von Mag.a Ingrid Ulrich

Viele Jugendliche geben es offen zu: Ein Leben ohne Handy ist für sie nicht mehr vorstellbar. Neben dem stundenlangen Telefonieren und SMS-en wird das Handy nicht nur für die Kommunikation mit Freund/innen genutzt, die man/frau ohnehin gerade gesehen hat oder gleich wieder treffen wird. Als reines Medium zum Telefonieren hat das Handy bei Jugendlichen ausgedient. Das Handy wird immer mehr zum mobilen Unterhaltungsmedium für Jugendliche: alltägliche Szenen werden auf Fotos und Videos festgehalten, die Lieblingsmusik wird per Handy gehört, Klingeltöne, Bilder, Infos, Musik, Fotos und Spiele werden heruntergeladen und/oder gegenseitig ausgetauscht.

Verständlicherweise ist für die Jugendlichen die Marke ihres Handys als Statussymbol nicht unwichtig und an den neuesten technischen Entwicklungsstand werden hohe Ansprüche gestellt. Um das Handy in vorhin beschriebener Weise zu verwenden, sollte es nach den Wünschen der Jugendlichen aktuell folgendes bieten können: die Möglichkeit zum SMS Versenden, MP3- Fähigkeit, Fotoaufnahme und Bluetooth-Fähigkeit (GfK Austria, 2009). Eltern sind bei all diesen Ansprüchen ziemlich gefordert, ob sie ihren Jugendlichen all diese Wünsche erfüllen sollen. Jugendliche denken üblicherweise nicht über die vielfältigen Risiken im Umgang mit der Handynutzung nach (Kostenfalle, problematische Inhalte, gesundheitliche Auswirkungen, Suchtgefährdung).

Einige Tipps, wie Eltern reagieren sollen

Auf jeden Fall sollten Eltern ihren Nachwuchs im Umgang mit diesem Medium begleiten. Je früher und intensiver Sie sich als Elternteil mit ihrem Nachwuchs bezüglich einer sinnvollen Handynutzung und den damit verbundenen möglichen Gefahren auseinandersetzen, desto eher können Sie die Medienkompetenz ihres Kindes fördern.

  • Erkennen Sie prinzipiell die Bedeutung von Handys für den Alltag von Jugendlichen an und drohen Sie nicht mit Handyverbot. Damit gefährden Sie möglicherweise die Gesprächsbasis mit Ihrem Kind, wenn es Ihre Hilfe benötigt.
  • Zeigen Sie Interesse daran, was Ihr Kind konkret mit dem Handy macht. Lassen Sie sich je nach Ihrem Wissensstand und dem Alter des Kindes die Handynutzung ihres Nachwuchses zeigen und diverse Handyfunktionen erklären. Ihr Nachwuchs wird sich möglicherweise über ihre/seine Rolle als ExpertIn freuen. Das verbessert die Gesprächsbasis bei möglichen Problemen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Risiken der Handynutzung (Suchtgefährdung, Kostenfalle, Gewaltvideos, Gesundheit, Handydiebstahl etc.). Ihr Nachwuchs sollte das Gefühl haben, sich bei Problemen vertrauensvoll an Sie wenden zu können.
  • Vereinbaren Sie altersabhängige Regeln für die Handynutzung beispielsweise während der Schulaufgaben, abends vor dem Einschlafen, unter der Woche bzw. am Wochenende. Überlegen Sie sich, welche Zeiten handyfrei genutzt werden könnten (während der Mahlzeiten, bei Ausflügen und Urlauben). Sie werden dabei jedoch nur erfolgreich sein, wenn sie klare Grenzen setzen und auch für deren Einhaltung sorgen.
  • Tragen Sie zum Kostenbewusstsein bei. Lassen Sie Ihre Tochter/ Ihren Sohn bei der passenden Vertragsauswahl mitentscheiden und überlegen Sie sich eine (teilweise) Übernahme der Handyrechnung durch ihren Nachwuchs. Besprechen Sie die Konsequenzen, wenn die Kosten das vereinbarte Limit übersteigen. Diskutieren Sie die Wertigkeit eines Handys als Wegwerfprodukt. Ihrer Tochter/ Ihrem Sohn wird der Eindruck vermittelt, ein Handy kostet quasi nichts (Angebot Handy um 0 Euro jedoch nur mit Vertragsbindung). Seine Funktionsfähigkeit rückt in den Hintergrund. Empfohlen wird, Kindern frühestens alle zwei Jahre ein neues Handy zu kaufen.

Viele Eltern sind verunsichert, ob ihr Kind suchtgefährdet ist. Die Diagnose „Handysucht“ gibt es aus wissenschaftlicher Sicht nicht. Eine problematische Handynutzung ist schwer erkennbar und abgrenzbar von der vielfältigen Nutzung im Alltag.

Wenn Sie meinen, für Ihre Tochter oder Ihren Sohn gibt es kein Leben ohne Handy, dann sollten Sie Ihr Kind auf geeignete Freizeitalternativen zum Telefonieren aufmerksam machen, auch wenn Jugendliche auf die elterlichen Vorschläge manchmal mit Widerstand reagieren. Regen Sie sportliche Aktivitäten oder beliebte Interessen an (Kino, Judokurs, Fotografieren, Tanzen, Theater, Singen,…), reservieren Sie sich je nach Alter und Interessenslage Zeit zum Reden oder für gemeinsame Unternehmungen und Spiele. Am Schluss noch ein

Hinweis: Leben Sie einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy vor. Wenn Sie selbst mitten im Gespräch mit Ihrem Kind zum Telefonhörer greifen oder von ihrem Kind ständig nur telefonierend wahrgenommen werden, sind Sie nicht sehr glaubhaft.


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