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Kinder und Jugendliche – die Pioniere des digitalen Zeitalters

von Mag. Rene Massatti

Das Internet. Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer der 14 jährigen Anna, die mit ihrem Computer in die Weiten des Netzes aufbricht um Websites zu erkunden, die noch nie zuvor ein Erwachsener gesehen hat.
Diese, in Anlehnung an die legendären Einleitungsworte der Erfolgsserie Star Trek („Raumschiff Enterprise“) geschriebene Geschichte, ist heute Realität in tausenden Kinderzimmern in ganz Österreich. Kinder und Jugendliche sitzen vor ihren Rechnern und machen ihre Hausaufgaben, surfen und recherchieren im Internet, chatten oder kommunizieren mit Freunden via Messenger, telefonieren nebenbei über das Netz und das meistens alles gleichzeitig. Der Erwachsene, der das Kinderzimmer betritt versteht die Welt nicht mehr. Wie kann eine gerade mal Jugendliche mit dem Medium Internet umgehen, als hätte sie nie was anderes gelernt und dabei noch fünf Sachen gleichzeitig am PC erledigen. Das hat nichts mehr mit dem zu tun, wie wir aufgewachsen sind. Hat es auch nicht.

Die Welt hat sich vor allem in den letzten 15 Jahren radikal verändert und beschleunigt und sie ist dabei digital geworden. Eine Generation ist herangewachsen, die in der Fachwelt als die sogenannten „Digital Natives“ bezeichnet wird. Den Gegenpol dazu bilden wir, die sogenannten „Digital Migrants“. Wir alle kennen eine Welt, in der es kein Mobiltelefon sondern Wählscheiben- oder Tastentelefone (eine Revolution zur damaligen Zeit!) gegeben hat und in der die ersten Computer ausschließlich zum Spielen oder als Großrechner in Büros verwendet worden sind. Wir alle haben erst lernen müssen, mit Dingen wie dem PC – dem persönlichen Computer – oder einem Telefon, das nur uns alleine gehört und welches uns überall erreichbar macht, umzugehen. Für die Vertreter der Digital Natives stellt sich die Welt allerdings ganz anders dar. Personal Computer, Mobiltelefon und Internet sind für sie eine Selbstverständlichkeit und Teil des täglichen Gebrauchs. Für diese Generation (und alle Generationen die nachfolgen werden) stellt sich die Frage, ob sie Computer, Mobiltelefon und Internet verwenden erst gar nicht. Sie wachsen mit diesen Medienkanälen auf und nutzen sie mit einer Selbstverständlichkeit und Effizienz, die Erwachsene staunen lässt und bei den Eltern oftmals auf Unverständnis stößt.

Was machen Jugendliche online?

Auf die Frage „Womit verbringt Ihr Eure Zeit, wenn Ihr online seid?“ ergab eine Umfrage unter amerikanischen Jugendlichen zwischen 12 und 21 Jahren folgende Ergebnisse: ungefähr 70% agieren zumindest einmal in der Woche in einem sogenannten Sozialen Netzwerk (Link Wikipedia), 40% lesen mindestens einmal die Woche einen Weblog, 35% schreiben mindesten einmal in der Woche in ihrem eigenen Weblog.
Zurück zum Start: Was sind soziale Netzweke? Laut Wikipedia stehen Soziale Netzwerke umgangssprachlich für eine Form von Netzgemeinschaften, welche technisch durch Web 2.0 Anwendungen oder Portale beherbergt werden. Was aber steckt dahinter und was steckt überhaupt hinter dem Begriff Web 2.0?

Dahinter steckt der ungebrochene Drang des Menschen zu kommunizieren. Das Internet ermöglicht uns Kommunikation auf einer Basis, die vor 15 Jahren undenkbar war und die heute alltäglich geworden ist. Die heutigen Kinder und Jugendlichen sind dabei die Pioniere, die die Möglichkeiten des Mediums nutzen und dabei ständig weiterentwickeln. Der Begriff „Web 2.0“ bezieht sich laut Wikipedia primär auf eine veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets. Die Benutzer erstellen, bearbeiten und verteilen Inhalte in quantitativ und qualitativ entscheidendem Maße selbst, unterstützt von Tools wie Wikis, Blogs und Mikroblogs, Foto- und Videoportalen. Die Inhalte werden nicht mehr nur zentralisiert von großen Medienunternehmen erstellt und über das Internet verbreitet, sondern auch von einer Vielzahl von Nutzern, die sich mit Hilfe sozialer Software zusätzlich untereinander vernetzen sowie Social-Bookmarking-Portale, aber auch die schon länger bekannten Tauschbörsen sowie Politcommunitys und Virtuelle Welten.
All diese Tools werden von uns digitalen Migranten teilweise ausprobiert und auch mit Skepsis verwendet, Kinder und Jugendliche haben aber einen völlig natürlichen Zugang dazu und nutzen die Möglichkeiten des Internets bis sie an ihre Grenzen stoßen.

Apropos Skepsis und Grenzen setzen: dies ist ein gewaltiger Themenbereich, mit dem sich Medienwissenschaftler, Pädagogen und Politiker intensiv befassen, Tendenz steigend. Das Internet ist ein faszinierendes Territorium aber es ist ein zweischneidiges Schwert und hat auch einige Nachteile. Das Informationsvolumen des World Wide Web wächst zwar jede Woche um 1% aber das expandierende Netz vergisst leider auch nichts. Die digitalen Spuren, die wir hinterlassen egal ob wir exzessive Partybilder hochladen oder nicht ganz astreine Kommentare abgeben, werden gespeichert und können uns eventuell später in unterschiedlichsten Lebenssituationen wieder begegnen obwohl wir unsere eigene Handlung schon längst vergessen haben. In diesem Bereich gilt es vor allem Kinder und Jugendliche auf die Risiken und die Nachhaltigkeit ihrer Handlungen aufmerksam zu machen, da dies in Sachen Internet zumindest ein Bereich ist, in dem wir ihnen voraus sind.

Abschließend sei gesagt, dass sich die Frage ob das Internet gut oder schlecht für Kinder ist nicht stellt, denn wir sind längst im digitalen Zeitalter angekommen. Unsere Kinder werden Internet, mobiles Internet und Outernet mit einer Selbstverständlichkeit nutzen wie wir es mit Fernseher oder Radio gemacht haben. Somit bleibt für uns Eltern die Aufgabe, sich der spannenden Herausforderung zu stellen, Chancen und Risiken des Handelns im WWW mit unseren Kindern zu erläutern und voneinander zu lernen. Fragen Sie ihre Kinder einmal, welche Möglichkeiten es außer dem klassischen Telefon gibt, mit Hilfe des Internet in Kontakt mit anderen zu treten oder welche Möglichkeiten es gibt, schnell an Informationen zu einem gewünschten Thema zu kommen. Sie werden verblüfft sein, was die Pioniere des digitalen Zeitalters ihnen alles erzählen können.


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