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MINT-Bildung und Sprachförderung – eine Verbindung, die in jedem Land funktioniert

von Stefanie Thate

„Nachts, im Mondschein, lag auf einem Blatt ein kleines Ei…“. So lautet der erste Satz des Kinderbuchklassikers „Die kleine Raupe Nimmersatt“, den sehr viele kleine und große Bilderbuchfans weltweit auswendig zitieren können. Die Erlebnisse der kleinen hungrigen Raupe, die aus einem Ei schlüpft und sich auf die Suche nach etwas Essbarem macht, werden seit 50 Jahren in mindestens 45 verschiedenen Sprachen immer wieder vorgelesen.

Dem Autor Eric Carle ist es eindrucksvoll gelungen, wenig Text, farbenfrohe Bilder und aktivierende Mitmach- und Lernelemente in Einklang zu bringen. Zahlreiche Wiederholungen und eine fantasievolle Gestaltung animieren (Vor-)leser und Zuhörer gleichermaßen. Während sich die nimmersatte Raupe durch unterschiedliche Lebensmittel futtert, lernen die Kinder spielerisch erste Wörter, Zahlen und Vorgänge aus der Natur kennen. Gemeinsam mit dem Vorleser oder der Vorleserin können sie darüber hinaus überlegen, wovon sich Raupen in der freien Natur ernähren und was passiert, wenn sie dann doch endlich einmal satt sind.

Der Bilderbuch-Klassiker bietet beste Voraussetzungen für lebendiges Vorlesen, Mitlesen, Benennen, Zählen, Wiegen und Nachforschen. Er begeistert Kinder durch das Vorlesen für naturwissenschaftliche Phänomene und fördert die Sprach- und Lesekompetenz.

Genau das ist auch das Ziel von „MINT-Vorlesepaten“, einem Kooperationsprojekt von Deutscher Telekom Stiftung und Stiftung Lesen.

Das Projekt basiert auf wissenschaftlichen Studien, die zeigen, dass sich die Sprach- und Lesekompetenz von Kindern fördern lässt, wenn sie sich mit mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen beschäftigen. Das Forschen führt zu einem großen Interesse an Sprache und Kommunikation, denn die Kinder wollen untersuchte Phänomene benennen, beschreiben, Vermutungen ausdrücken und diskutieren.

Tipps für geeignete Medien-Empfehlungen (Bücher und Vorlese-Apps) und einfach umzusetzende Anschlussaktionen bieten die beiden Stiftungen kostenlos zum Download an. Darüber hinaus stehen Kurzvideos mit weiteren Erläuterungen zu einzelnen Themen zur Verfügung, z. B. Aktionen zum Thema Farben, Naturphänomene oder Riechen und Schmecken. Der oder die Vorleserin muss also kein MINT-Experte sein, sondern sollte einfach nur Freude am (Vor-)Lesen und gemeinsamen Entdecken mitbringen. Bisher haben sich bereits über 2.630 MINT-Vorlesepatinnen und MINT-Vorlesepaten für ein solches Engagement entschieden.

Die Deutsche Telekom Stiftung engagiert sich seit 2016 auch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa für gute MINT-Bildung. Im Projekt „MINT-Vorlesepaten“ stehen in verschiedenen Ländern erfahrene Partner für die Umsetzung vor Ort an ihrer Seite.
Seit November 2018 arbeitet die Stiftung mit der rumänischen Progress Foundation zusammen. Gemeinsam schaffen die beiden Partner ein niedrigschwelliges Angebot, um Kinder in Rumänien über das Vorlesen für MINT-Themen zu begeistern.

Die konkrete Umsetzung des Vorhabens „Ora sa STIM“ in Rumänien liegt bei der Progress Foundation. Trainer der Stiftung haben rund 150 Bibliothekare darin geschult, das Vorlesen altersgerechter Kinderbücher mit MINT-Bezug um spannende Anschlussaktionen zu ergänzen. Die Bibliothekare führen wöchentlich MINT-Vorleseaktionen für Kinder zwischen drei und zehn Jahren durch. Hierfür erhalten sie Materialien, Medien- und Aktionstipps und kostenlose Bücherboxen. Die inzwischen 155 Bibliotheken berichten kontinuierlich über ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und Herausforderungen bei der Durchführung der MINT-Vorleseaktionen in einer projekteigenen Facebook-Gruppe. Die Vernetzung der Teilnehmer untereinander und die Förderung des Wissens- und Erfahrungsaustauschs sind zentrale Elemente für den Erfolg und die Kontinuität.

In Polen kooperiert die Telekom-Stiftung mit der polnischen Information Society Development Foundation (IFRS). Unter dem Titel „Para – buch! Książka w ruch!“ werden rund 100 Tandems aus Bibliothekaren und Ehrenamtlern gebildet und geschult. Anschließend bieten sie zweiwöchentlich MINT-Vorleseaktionen für Kinder zwischen drei und zehn Jahren in „MINT-Vorlese-Clubs“ in Bibliotheken an. Unterstützt werden sie durch Medien- und Aktionstipps sowie Materialien. Als Freiwillige sollen vor allem Menschen mit einem naturwissenschaftlich-technischen Hintergrund gewonnen werden, z. B. Ingenieure oder Handwerker, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen über MINT-Vorleseaktionen an Kinder weitergeben.

Über diese konkreten Kooperationen in Rumänien und Polen hinaus, unterstützt die Deutsche Telekom Stiftung weitere Aktivitäten zur Verbindung von MINT und Sprache in Österreich, der Slowakischen Republik, Spanien, Südtirol und Belgien. Die Ansätze in den jeweiligen Ländern sind unterschiedlich.

In Österreich adressiert das Österreichische Bibliothekswerk über „MINT: lesen – sprechen – tun“ Bibliothekare, Vorlesepaten, Eltern und Pädagogen die kindliche Neugier durch das Vorlesen ausgewählter Medien und leicht zu realisierender Versuche zu wecken. Ergänzend haben Kindergärten und Grundschulen in Salzburg und Wien die Möglichkeit MINT-Themenboxen bestehend aus Büchern, Materialien und Bilderbuchkinos kostenfrei auszuleihen.

Spannende Ansätze naturwissenschaftliche Themen schon ganz früh in Eltern-Kind-Gruppen mitzudenken, hat das Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich unter dem Titel „MINI-MINT“ entwickelt. Die Idee dahinter: In und mit den Familien wird der Grundstein für Bildungs-Begeisterung bzw. MINT-Begeisterung gelegt. In zahlreichen Eltern-Kind-Gruppen werden bereits vielfältige MINT-Themen altersgerecht und spielerischer bedient, z. B. mein Körper, Tiere, Farben. Da setzt die Handreichung „MINI-MINT: von Anfang an die Welt entdecken“ an, die zu zehn verschiedenen Themen entwickelt worden ist.

Die gewinnbringende Verbindung von MINT und Sprache wird in der Slowakischen Republik durch das Goethe-Institut Bratislava genutzt, um Kinder, die Deutsch als Fremdsprache lernen, zu unterstützen. Über anregende naturwissenschaftliche und technische Inhalte, die kreativ und spielerisch aufgegriffen werden wird das Interesse an der „neuen“ Sprache gesteigert.

Die Beispiele verdeutlichen, dass die Verbindung von MINT-Themen und Sprachförderung sich gewinnbringend miteinander verbinden lässt:

  • unabhängig von der Muttersprache,
  • an verschiedenen Orten,
  • durch unterschiedliche Personen und
  • mit wenig Ressourcen.

Ansprechpartner:
Stefanie Thate
Projektleiterin „MINT-Vorlesepaten“ Deutsche Telekom Stiftung
Mobil: +49 171 81 84923
E-Mail: stefanie.thate@telekom-stiftung.de

Weitere Informationen unter:

www.telekom-stiftung.de/mint-vorlesepaten

www.netzwerkvorlesen.de/mint

www.facebook.com/orasastim

http://frsi.org.pl/para-buch-ksiazka-w-ruch-pilotaz-projektu-promujacego-czytelnictwo/

http://www.biblio.at/blog/?p=2488

https://www.goethe.de/ins/sk/de/index.html

 


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