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Motivation zur Bewegung – Bewegung spielerisch in den Alltag integrieren

von Mag.(FH) Irene Frasl

Je älter das Kind wird, desto mehr wird es zum Stillsitzen und Ruhigbleiben angehalten, das fängt teilweise im Kindergarten an und verstärkt sich natürlich im Laufe der Schulzeit immer mehr.
Darüber hinaus steht immer weniger Zeit und Raum für freie Bewegung zur Verfügung, vor allem im städtischen Bereich, ebenso spielen die verstärkte Motorisierung und auch das technisierte Freizeitverhalten (TV, Internet, Spielekonsolen, PC-Spiele, etc.) eine Rolle.

Wie können Sie also ihr Kind zu mehr Bewegung motivieren und diese in Ihren Familienalltag spielerisch einbauen?

An erster Stelle steht einmal Ihre eigene Motivation und Einstellung zur Bewegung! Wie Sie sicherlich aus Ihrer Erfahrung wissen: Was man den Kindern vorlebt, zählt viel mehr als das, von dem man nur spricht.
Jetzt werden Sie wahrscheinlich denken: „Wann soll ich das machen? Unter der Woche habe ich wenig  Zeit dafür und am Wochenende bin ich zu müde, da möchte ich mich ausruhen und entspannen.“ Vermutlich geht es den meisten Eltern so wie Ihnen; beginnen Sie also bei den banalen Dingen des Alltags. Und auch hier gilt: Schieben Sie es nicht auf morgen oder nächste Woche auf; wenn Ihnen dieses Thema am Herzen liegt (und das tut es, sonst würden Sie diesen Artikel nicht lesen), überwinden Sie Ihren „inneren Schweinehund“ und beginnen Sie noch heute gemeinsam mit Ihren Kindern damit!

Tipps für Draußen

Fortbewegung

Überlegen Sie, wann Sie –  statt das Auto zu benützen – zu Fuß gehen können. Vielleicht ist es möglich, verschiedene Wege ohne Auto zurückzulegen (kleinere Einkäufe,  zum Spielplatz, zum Kindergarten oder zur Schule, zu Freunden,…).
Sie könnten sich einen Schrittzähler zur Motivation zulegen.
Die Kinder können –  wenn sie das Gehen nicht sehr freut – Sie mit Dreirad, Laufrad, Fahrrad, Roller  etc.  begleiten. Oder Sie lenken die Kinder ab, indem Sie Ihnen kleine Aufgaben stellen (z.B: Wer sieht zuerst etwas rotes, einen Autobus, ein kleines Mädchen, einen bestimmten Buchstaben, ein Verkehrsschild…?  Wie viele Schritte brauchst du bis zum Spielplatz?)
Falls Sie die öffentlichen Verkehrsmittel benützen, steigen Sie ein oder zwei Stationen früher aus und gehen Sie den Rest zu Fuß. Streichen Sie das Wort Rolltreppe oder Aufzug aus Ihrem Wortschatz – benutzen Sie die Treppe, wann immer es möglich ist. Sie können dann z.B. auch nur jede zweite Stufe nehmen. Falls Sie sich ein Haustier zulegen möchten:  Mit Hund müssen Sie mehrmals am Tag raus…

Am Spielplatz / Im Hof / Im Garten

Fangen und Verstecken-Spielen macht allen Kindern Spaß, besonders lustig ist es für die Kinder, mal die Rollen umzudrehen und die Eltern zu fangen. Man kann auch Laufspiele anregen z.B. Laufen so schnell wie ein Gepard, so langsam wie eine Schnecke, …
Wenn es möglich ist: Bei warmem Wetter laufen Sie bitte barfuß bzw. ermuntern Sie Ihre Kinder dazu, die Schuhe auszuziehen; die Füße und auch die Gesundheit werden es Ihnen danken.

Und weil wir gerade beim Wetter sind: Wenn es nicht zu stark regnet und allen schon die Decke auf den Kopf fällt: Ziehen Sie Ihren Kindern Gummistiefel und Regenjacke mit –hose an und gehen Sie mit ihnen raus: Pfützen hüpfen, am Spielplatz die nasse Rutsche hinunter, Fangen spielen. Glauben Sie mir, Ihre Kinder werden viel Spaß dabei haben…

Springen und Hüpfen sind auch ein kindliches Grundbedürfnis und für Eltern die Gelegenheit, ein Stück ihrer eigenen Kindheit wiederzuentdecken: Seilspringen mit verschiedenen Varianten und Gummihüpfen (3 Meter Gummiband und 3 Personen sind dazu notwendig; verschiedene Sprüche werden in Variationen gesprungen, angefangen auf Knöchelhöhe, immer eine Stufe höher) haben nichts von ihrer Faszination verloren. Ebenso das altbekannte Tempelhüpfen und ähnliche Spiele aus Ihrer Kindheit werden die Kinder lieben.
Große Sandkästen auf Spielplätzen sind ideale Sprunggruben. Im Sand einen Strich als Startlinie ziehen, Fußspitzen berühren die Linie. Nun mit beiden Beinen abspringen und auch wieder im Sand landen (Auch am Strand funktioniert das besonders gut.)

Falls Ihre Kinder mit dem Fahrrad unterwegs sind: Auf Linien fahren, auf Kommando bremsen, Slalom fahren, lange rollen ohne mit den Füssen zu treten und den Boden zu berühren,…

Ausflüge

Kinder in die Planung von Unternehmungen miteinbeziehen und mitentscheiden lassen; ein selbst gefundenes Ausflugsziel motiviert, das Internet oder ein spezieller Reiseführer kann hier eine gute Hilfe sein!
Die Entdeckerlust verstärken: Wanderungen mit einer Becherlupe, der Besuch einer Höhle,  die Erforschung einer Schlucht oder Klamm, Erlebnispfade,….  Schon kleine Kinder sind große Forscher – Die Lust daran, Neues zu entdecken, treibt sie an. Besonders motivierend ist es oft für größere Kinder, wenn ein Freund/eine Freundin auf die gemeinsame Unternehmung mitgenommen werden darf.
Viele Kinder lieben Geschichten und Rollenspiele. Das Erzählen einer Geschichte während einer Wanderung oder eines Spaziergangs, kleine Rollenspiele, das  Mitnehmen eines Balls, Spiele, die im Gehen gespielt werden ("Ich sehe was, was du nicht siehst" etc.), auf Baumstämmen balancieren, Wettläufe („Wer ist zuerst beim nächsten Baum? .…) verkürzen so manchen Weg. Ebenso die Aussicht auf ein leckeres Picknick oder einen Spielplatz können locken.
Selbst kleine Kinder können schon erstaunliche Strecken auf dem Laufrad oder dem Fahrrad zurücklegen. Sie können sie mit dem Fahrrad oder zu Fuß begleiten. Beginnen Sie mit kurzen Wegen und legen Sie dazwischen Pausen ein. Sie werden staunen, wie weit Ihre Kleinen schon kommen. Die Größeren sind sicher gut mit Wettfahren zu motivieren.
Ein Freibadbesuch ist Sommer pur, Schwimmen macht fast allen Kindern großen Spaß. Außerdem kann man auch im Wasser gut spielen: Frosch – und Hasen hüpfen; Hampelmann, Wassernudel zusammenknoten und sie als Lenkrad für Auto spielen verwenden,  auf die Wassernudel setzen und sie als Pferdchen oder Schaukel verwenden…

Tipps für Drinnen:

Bewegungsmöglichkeiten in der Wohnung schaffen

Selbst in einer kleinen Wohnung gibt es Möglichkeiten, Raum für Bewegung zu schaffen. Diese Dinge nehmen nicht viel Platz weg: Schaukel (eventuell in Kombination mit Ringen), Hängeschaukel, Zimmerreck (haftet am Türrahmen durch Spannung, ohne Schrauben oder Dübel;  kann auch mit passender Schaukel verwendet werden), Minitrampolin, Box-Sack, Sprossenwand, Turnmatte, Kriechtunnel, Wackelbrett, Balancierkreisel, Rollbrett, …
Auch ein Hochbett kann so einiges bieten: man kann an der Leiter rauf und runter klettern, es kann zusätzlich eine Rutsche oder eine Kletterwand seitlich montiert werden.

Bewegungswelten erfinden

Nutzen Sie die Fantasie Ihrer Kinder bzw. deren Freunden und denken Sie sich gemeinsam Erlebniswelten zum Toben aus.
Beispiele :

  • Zirkus: als Artisten über ein selbstgebautes Trapez balancieren (oder über ein Seil am Boden); jonglieren oder mit den Zehen angeln, von Fuß zu Fuß weitergeben von kleinen Bällen, Wollknäueln, Taschentüchern, …; Auftritt als Löwe oder Clown einstudieren
  • Dschungel: Seilgärten, Wassergräben, Lianen bauen
  • Piraten: selbstgebaute Schiffen entern, sich auf Schatzsuche begeben
  • Bergsteiger: Sofa erklimmen und runter rutschen, Bauen einer Höhle oder eines Zeltes
  • Irrgarten: Hindernisse aufstellen und darüber bzw. darunter klettern und vorbeiwinden
  • Baustelle: ein Hochhaus aus Matte, Decken, Pölstern etc.  errichten, abwechselnd den Bauleiter spielen
  • Autorennen mit Wasch-Straße: Die Kinder sind die Autos, Streckenverlauf entlang simulieren (links, rechts, Kurve, bergauf, bergab, schneller, langsamer,..), dann ab in die Wasch-Straße (mit Händen simulieren): mit Wasser spülen, Einseifen, Bürsten, Abspülen,…
  • Tiergarten: Tiere nachmachen z.B. Affe, Krokodil, Elefant, Schlange, Löwe, Tiger, …

Kinder in die Hausarbeit einbeziehen

Macht am Anfang sicher mehr Arbeit als es bringt, aber Sie werden sehen: Es lohnt sich auf Dauer! Boden kehren, Staubsaugen, Tische auf- und abdecken und  nach dem Essen abwischen, Badewanne putzen, Schuhe putzen,… sind körperlich anstrengende Tätigkeiten und wenn Sie die Geduld haben, Ihren Kindern diese Sachen beizubringen, wird die ganze Familie davon profitieren.

Tanzen

Machen Sie mal Pause vom Alltag und legen Sie abwechselnd Ihre Lieblingsmusik und die Ihrer Kinder auf und dazu eine flotte Sohle aufs Parkett.
Auch wenn es nur 10 Minuten sind, toben Sie sich mit Ihren Kindern so richtig aus und haben Sie gemeinsam Spaß!
Und das wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie: Spaß und Freude an der Bewegung in Ihrem Alltag!


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