Zum Inhalt Zum Menü
Farbiger Bogen Farbiger Bogen Ei Schwerpunktthemen Zahnrad Lupe Share on Twitter Twitter Logo Share on Facebook Facebook Logo Share via E-Mail E-Mail Pfeil lang Pfeil nach unten Pfeil nach links Pfeil nach rechts Karte mit Marker Newsletter Links Bestellservice Literaturtipps Studien Elternbildung Login/Logout Hand Schließen Marker mit Hand YouTube Ei-Rahmen für Bilder info forum head helpdesk home info list logout message student task upload add burger burger_close courses delete download edit check link media preview preferences-elearning image share play-store-icon app-store-icon

„Partnerschaft“

von Dr. Luitgard Derschmidt

Wer Kinder hat, hat es meist vielfach schon erlebt: Das Kind, die Kinder haben starken Einfluss darauf, wie Partner miteinander zurecht kommen. Andererseits gilt als unumstritten, dass die Qualität der Beziehung der Partner die Kinder in ihrem Wohl und Wehe mitbestimmt. Wenn die Eltern also „gut miteinander können“ , das heißt liebevoll miteinander umgehen, geht es dem Kind einfach besser, und daher ist es auch im Interesse des Kindes wichtig, die Partnerschaft zu pflegen und für die beiden Partner befriedigend zu gestalten.

Schon von der Geburt des Kindes an ist es wichtig, dass Mann und Frau bewusst ihre Vater- bzw. ihre Mutterrolle annehmen und dass das Kind Zugang zu beiden Eltern hat. Viele Kinder wachsen heute mit „zu viel Mutter“ und „zu wenig Vater“ auf. Das mag viele Gründe haben, es ist aber für die Entwicklung des Kindes nicht optimal. Außerdem leidet darunter auch die Paarbeziehung: Die Mutter fühlt sich meist alleingelassen und den Vater erlebt sie in bezug auf die Kinder als inkompetent. Der Vater hingegen fühlt sich abgewertet und unwichtig. Alles, was das Kind angeht läuft über seine Frau, er fühlt sich ausgeschlossen. Nicht wenige Väter entwickeln Gefühle von Eifersucht. Da ist es wichtig, das Zusammenwirken als Elternpaar ernst zunehme und das bedarf auch einiger Anstrengungen, wenn Männer z. B. total von ihrer Berufsarbeit in Anspruch genommen werden oder sich sozusagen von ihr „auffressen“ lassen.

Als Elternpaar zusammenwirken heißt aber nicht, isoliert voneinander oder gar gegeneinander sich um das Kind zu kümmern. Es setzt auch nicht unbedingt voraus, dass Frau und Mann dieselben Erziehungsprinzipien haben und die Kinder in allem gleich behandeln. Es setzt aber sehr wohl voraus, dass beide sich in ihrer Art, Vater bzw. Mutter zu sein wertschätzen und achten.

Wichtig ist also der gute Umgang miteinander als Elternpaar, aber mindestens ebenso wichtig ist, dass Mann und Frau auch ein Liebespaar sind und bleiben und dass sie nicht total in ihrer Elternrolle aufgehen. Das heißt, auch in der Familie gibt es ein Eigenleben als Paar und dieses Eigenleben wird bewusst gepflegt. Das erfordert den Willen und die Fähigkeit, sich auch manchmal von dem Kind/ den Kindern abzugrenzen. Die Partner müssen Räume und Zeiten schaffen und schützen, die sie Paar nur für sich haben. Das ist bei kleinen Kindern oft nicht ganz leicht, aber es ist wichtig, sowohl für die Eltern als auch für das Kind. Dem Kind gibt es Sicherheit, wenn zwischen den Eltern eine gute, befriedigende Beziehung besteht und auch, dass es von ihnen klare Grenzen spürt.

Zur Person: Dr. Luitgard Derschmidt ist Bildungsreferentin für Ehe-, Eltern- und Partnerschaftsbildung in Salzburg


Kommentare

Derzeit gibt es noch keine Kommentare zu dieser Stimme


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Mehr erfahren