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Prägung von Anfang an!

von Mag. Dominique Ertl

Forscher berichten, dass ein Zusammenhang zwischen äußeren Faktoren während Schwangerschaft und Stillzeit und dem späteren Wohlergehen des Kindes besteht. Bereits im Mutterleib wird der menschliche Stoffwechsel durch die Ernährung der Mutter programmiert. 

Niedriges Geburtsgewicht mit Folgen

Schon die Versorgung im Mutterleib über die Plazenta prägt das werdende Kind nachhaltig. Außerdem spiegelt der Geschmack des Fruchtwassers wider, was die Mutter gegessen hat. Kinder, die während der Schwangerschaft unzureichend mit Energie und Nährstoffen versorgt wurden, haben ein deutlich geringeres Geburtsgewicht als der Durchschnitt.

Ein zu niedriges Geburtsgewicht geht im späteren Leben mit der Entwicklung von Stoffwechsel-Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Diese Erkrankungen werden oftmals den Genen in die Schuhe geschoben. Dies ist jedoch nur ein Teilfaktor im Zusammenspiel mit Prägungen im Mutterbauch und in den ersten Lebensmonaten sowie mit späteren Lebensstil-Faktoren.

Die nachgeburtliche Prägung

Der Prägungsprozess setzt sich in den ersten Wochen und Monaten des neuen Lebens fort. Durch den indirekten Kontakt mit Aromastoffen der mütterlichen Nahrung über die Nabelschnur und das Fruchtwasser entwickelt das Kind schon Vorlieben für bestimmte Geschmacksrichtungen. Es akzeptiert süß schmeckende Lebensmittel schneller, als den Bitter- und Sauergeschmack, der in so manchen Gemüsesorten vorkommt. Durch diese süße Präferenz nehmen Kinder bevorzugt energie- und fettreiche Lebensmittel auf.

Ein Beispiel dafür ist die Muttermilch. Durch die Muttermilch erfolgt nach der Geburt eine fortschreitende Prägung. Diese enthält in geringen Mengen Geschmacksstoffe von Speisen die zuvor von der Mutter verzehrt wurden. So kann es durchaus sein, dass das Kind Lieblingsspeisen (z.B. Nudeln mit Pesto) entwickelt, wenn das Kind bereits während der Schwangerschaft und Stillzeit mit gleichartigen Geschmackseindrücken in Kontakt gekommen ist. Da Muttermilch deutlich vielfältiger ist, als Flaschenmilch sind gestillte Kinder empfänglicher für neue Lebensmittel und eher dazu bereit, Neues zu kosten. Mehr Wissenswertes finden Sie im Ratgeber „Essen und Trinken in der Schwangerschaft“ bzw. in der Broschüre „Essen und Trinken in der Stillzeit“ (siehe Literaturtipps), die von vielen stillenden Müttern geschätzt wird.
Die genauen Zusammenhänge der molekularen Mechanismen des „Programmings“ sind noch unklar und daher ist weitere Forschung notwendig. Sicher ist jedoch, dass Stillen und die richtige Auswahl der Lebensmittel die gesunde Entwicklung des Ungeborenen bzw. des Säuglings gewährleisten und aus diesem Grund von besonderer Bedeutung sind.


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