Zum Inhalt Zum Menü
Farbiger Bogen Farbiger Bogen Ei Schwerpunktthemen Zahnrad Lupe Share on Twitter Twitter Logo Share on Facebook Facebook Logo Share via E-Mail E-Mail Pfeil lang Pfeil nach unten Pfeil nach links Pfeil nach rechts Karte mit Marker Newsletter Links Bestellservice Literaturtipps Studien Elternbildung Login/Logout Hand Schließen Marker mit Hand YouTube Ei-Rahmen für Bilder info forum head helpdesk home info list logout message student task upload add burger burger_close courses delete download edit check link media preview preferences-elearning image share play-store-icon app-store-icon

Schreiben, Rechnen, Leben lernen

von Ilse Riegler

Lernen beginnt mit der Geburt (bzw. noch früher). Kinder lernen ständig. Sie holen sich aus ihrer hoffentlich liebevollen und anregenden Umgebung die Anreize, die ihrem augenblicklichen Entwicklungsstand entsprechen. Spielerisch meistern sie so immer neue Aufgaben und entwickeln neue Fähigkeiten. Diesen komplizierten Ablauf zwischen Gehirn und allen Sinnen nennt man SENSORISCHE INTEGRATION. Das stellt die Grundlage für schulisches Lernen dar. Vom Entwicklungsstand her kulminieren bei Kindern etwa mit Vollendung des 6. Lebensjahres die Aufmerksamkeit, die Aufnahmefähigkeit und die Aufnahmebereitschaft.

Eltern mussten einst erziehen; die Schule sollte Wissen vermitteln. Die Basis für eine positive Entwicklung und Lern- bzw. Arbeitshaltung legt das Elternhaus. Die Aufgaben einer Schule der Zukunft beschreibt die

UNESCO folgend:
Learning to know (Wissensvermittlung)
to do (Wie kann ich es tun?)
to be (Persönlichkeitsbildung)
to live together (soziales Lernen)

Die Verflechtung der Aufgaben zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit von Schule und Eltern für eine gedeihliche Gesamtentwicklung unserer Kinder ist. Die persönliche, positive Einstellung zu Lernen, Schule und Weiterbildung prägt Kinder. Interesse und ermutigende, offene Gespräche mit Kindern und Lehrern ermöglichen individuelle Unterstützungen. Heute findet man oftmals aus unterschiedlichsten Gründen „Delegationserziehung“ (Prof. Max Friedrich).

Lernen und Gefühle sind untrennbar miteinander verbunden. In Anlehnung an Dix kann man also sagen: „Erziehung und Lernen sind zu einem Großteil Emotionsmanagement!“ Wenn Kinder mit Angst lernen, wird diese Angst beim Abrufen des Wissens ihre Problemlösungsfähigkeit beeinträchtigen. Wir müssen daher die Stärken unserer Kinder erkennen und stärken. Wir müssen unsere Kinder ermutigen, sich neugierig neuen Situationen zu stellen. Fördern und fordern bedeuten in diesem Zusammenhang, dass wir unseren Kindern Aufgaben zumuten, die sie mit einem gewissen Maß an Anstrengung bewältigen können. Durch die Erfolge gewinnen unsere Kinder Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl und sind bereit, neue Herausforderungen anzunehmen. So beinhalten selbständig erledigte Hausübungen die Chance, erarbeiteten Stoff in eigenem Tempo und auf individuelle Weise zu wiederholen und zu verinnerlichen. Auch im täglichen Leben sollten die Kinder die Möglichkeit erhalten, an immer neuen Aufgaben wachsen zu können.

Eltern und Schule müssen gemeinsam positive Rahmenbedingungen für unsere Kinder schaffen. Das betrifft die Ernährung, den Tagesablauf mit seinen Ritualen, die Gestaltung des Arbeitsplatzes, das Angebot für Bewegung und Kreativität, die Berücksichtigung der individuellen Tageszeitlernkurve der verschiedenen Lerntypen und ganz besonders Respekt und Anerkennung in Wohlwollen und Geborgenheit. Letztere stellt die Basis für Urvertrauen und positive menschliche Entwicklung dar und begleitet uns wie das Lernen unser ganzes Leben lang. Dabei müssen wir unseren Kindern auch zugestehen, im Rahmen gesetzter Grenzen eigene Erfahrungen und Fehler machen zu dürfen. Das Lernen aus Fehlern ist meist sehr nachhaltig. Wir müssen unseren Kindern als Eltern und Lehrer Vorbild sein. Kinder lernen durch uns den Umgang mit Fehlern und das Bewältigen von Misserfolgen. Wichtig ist für Kinder das Lernen mit möglichst vielen Sinnen, abwechslungsreich und in angenehmer Atmosphäre.

Starke Kinder brauchen starke Eltern und Lehrer. Sie brauchen äußere Vorbilder um innere Leitbilder entwickeln zu können. „Wir können unsere Kinder nicht vor Ängsten, Aggressionen, Kummer, Enttäuschungen, Stress und Frustrationen schützen“ (Dr. Reicher). Wir können sie aber durch emotionale Geborgenheit und Erziehung dazu befähigen, mit diesen Gefühlen und Situationen umzugehen und sie zu bewältigen.

Unsere Kinder, wir und die ganze Gesellschaft entwickeln sich ständig weiter. Mit dem nötigen Feingefühl und entsprechender emotionaler Geborgenheit können Wissensvermittlung, Persönlichkeitsbildung und soziales Lernen gelingen.


Kommentare

Derzeit gibt es noch keine Kommentare zu dieser Stimme


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Mehr erfahren