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Schulbeginn und schulärztliche Untersuchung

von Dr. Lilly Damm

Vor der Aufnahme in die Schule finden auch die schulärztlichen Schulneulings-Untersuchungen statt. Diese Untersuchung dient dazu, mögliche Beeinträchtigungen frühzeitig wahrzunehmen, um das Kind von Anfang an in seiner besonderen und einmaligen Situation in der Schule optimal fördern zu können.
Üblichweise findet diese Untersuchung nach der Einschreibung bei der Direktion statt.

Sie besteht aus drei Teilen:

1. Gespräch mit den Eltern und dem Kind

Zuerst wird ein ausführliches Gespräch anhand des Elternfragebogens geführt, wenn dieser nicht ohnehin bereits ausgefüllt mitgebracht wurde. Darin sind Vorerkrankungen, bestehende Erkrankungen wie Herzfehler, Epilepsie, Diabetes o.ä., Operationen, familiär bedingte Erkrankungen, aber auch Allergien und mögliche Sinnesbeeinträchtigungen erfragt. (Sehschwäche, Schwerhörigkeit usw.) Ein mitgebrachter Mutter-Kind-Pass ist dabei sehr hilfreich.

Im ersten behutsamen Gespräch mit dem Kind kann man als Schulärztin über seine psychosozialen Fähigkeiten bereits einen ersten Eindruck erhalten.

2. Körperliche Untersuchung des Kindes

Dann wird im Beisein der Eltern das Kind gründlich untersucht, es wird nicht nur Größe und Gewicht festgestellt, sondern auch im Bereich Herz – Lunge abgehört, es wird der Bauch auf Vergrößerungen der inneren Organe wie Leber/Milz ebenso wie auf mögliche Bauchwandbrüche (Leistenbruch, Nabelbruch) abgetastet. Es werden die Augen und Ohren grob auf ihre Funktion hin untersucht, und die Sprache und das Sprechvermögen beobachtet und getestet.

Der Mund wird auf vergrößerte Mandeln oder kranke Zähne hin mit Licht und Spatel untersucht.
Auch der Bewegungsapparat wird untersucht, wobei man besonders auf Wirbelsäulen -Veränderungen (Skoliose, Haltungsschwäche) und Fußauffälligkeiten wie z.B. Senk – oder Spreizfüße achtet.

Die untersuchenden Schulärztinnen und Schulärzte untersuchen auch den allgemeinen psychomotorischen Entwicklungszustand und führen ev. kleinere Tests durch, die das Kind bereits von der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung im 5. Lebensjahr kennt.

3. Impfungen

Zuletzt wird noch der Impfpass eingesehen, um noch allfällige fehlende Impfungen zu erkennen und die bereits durchgeführten Impfungen auch in den schulärztlichen Unterlagen zu vermerken.

Wichtig: Die Schulärztin/der Schularzt ist nach dem Ärztegesetz zur völligen Verschwiegenheit verpflichtet und sie/er bewahrt auch die Unterlagen in der Schule verschlossen auf.

Es kann aber in bestimmten Fällen der Sicherheit Ihres Kindes dienen, wenn Sie Erkrankungen, die Bedeutung für den Unterricht haben können, nicht verschweigen, sondern der Schule mitteilen, damit entsprechend Rücksicht genommen werden kann.

Beispiele dafür sind unter anderem:

Asthma bronchiale
(Inhalation eines bestimmten Medikaments vor dem Turnunterricht – keine anstrengenden Wettkampfspiele, Rücksicht auf bestehende Allergien, Notfallsmedikament für einen Anfall)

Epilepsie: Ein Anfallsleiden kann trotz Therapie auch in der Schule ausbrechen, für die richtige Vorgangsweise und Erste Hilfe Leistung ist eine rechtzeitige Information wichtig. Die notwendigen Medikamente können Müdigkeit und Konzentrationsstörungen verursachen- die Lehrerinnen und Lehrer sollten darauf Rücksicht nehmen können, usw. Trotz normaler Begabung eines Kindes kann es durch die Erkrankung oder die notwendigen Medikamente zur Beeinträchtigung der schulischen Leistung kommen.

Herzfehler: ob Ihr Kind einen Herzfehler hat, der operiert werden musste oder ohne Operation behandelt wird, in jedem Fall sind mögliche Einschränkungen für den Turnunterricht mit dem Behandlungszentrum, bzw. dem Kinderfacharzt abzusprechen.

Diabetes mell.
Bei diesem Kind sind Blutzucker- Messungen und auch Insulininjektionen durchzuführen. Es sollte auch jederzeit die Möglichkeit haben, etwas zu essen bzw. zu trinken. Die anderen Kinder sollten darüber informiert sein, damit nicht der Eindruck einer Ungleichbehandlung von Kindern entsteht und dem betroffenen Kind aus dem sozialen Gefüge der Klasse Unterstützung entgegengebracht wird.

Darüber hinaus gibt es noch andere Störungen oder Erkrankungen, die selten auftreten aber auch einer besonders einfühlsamen Umgebung bedürfen. Die Schule sollte grundsätzlich über gesundheitliche Beeinträchtigungen das wissen, was für den Schulbesuch nötig ist.

Tipps:

  • Nehmen Sie den Mutter-Kind-Pass, den Impfpass und den Namen Ihrer Kinderärztin/Ihres Kinderarztes mit.
  • Nehmen Sie eventuell vorhandene Befunde von ärztlichen Behandlungen, Untersuchungen oder Spitalsaufenthalten mit.
  • Falls Ihr Kind an einer Erkrankung leidet, helfen Sie ihm, wenn Sie das Behandlungszentrum und dessen Telefonnummer, ev. eine bestimmte Ansprechperson für den Notfall nennen (z. B. Diabetes-Zentrum, Herz-Ambulanz oder Anfalls -Ambulanz o.ä.).
  • Nehmen Sie das Lieblings-Spielzeug oder Malsachen mit, falls es zu unerwarteten Wartezeiten kommt, die Zeichnung oder das Spielzeug sind dann eine wertvolle Brücke von der Schulärztin zu Ihrem Kind.
  • Falls Ihr Kind ausnahmsweise besonders ängstlich in Bezug auf ärztliche Untersuchungen ist, bitten Sie evtl. um zwei Termine, damit beim ersten Mal das gemeinsame Gespräch und erst beim 2.Mal die eigentliche Untersuchung stattfinden kann. Dies kann in Ausnahmefällen hilfreich sein. Bitte informieren Sie Ihr Kind, dass in keinem Fall bei dieser Anfangs-Untersuchung eine Injektion verabreicht wird!

Ihr Kind wird in der Folge nun jedes Jahr von der Schulärztin/dem Schularzt untersucht, nehmen Sie sich bitte genügend Zeit, damit bei der Einschreib-Untersuchung der wichtige erste Grundstein für eine vertrauensvolle Beziehung gelegt werden kann.


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