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Schwangerschaft, Geburt und Elternwerden – eine unbeschreibliche Erfahrung

von Marion Read

Wenn sich ein Baby ankündigt, sind alle Lebensbereiche davon betroffen. Es beginnt eine Zeit des Wartens, der körperlichen und seelischen Veränderungen, eine Zeit des Überganges, in der Sie von der Tochter/vom Sohn zur Mutter/zum Vater werden. Sie müssen sich völlig neu orientieren und die Vorfreude aufs Baby und die neue Rolle als Mutter und Vater wechseln sich oft ab mit Zweifel und Unsicherheit.
Werdende Eltern beschäftigen sich verstärkt damit, ob mit dem Kind wohl alles in Ordnung ist, was da bei der Geburt auf sie zukommt und wie sie all die Anforderungen, die der neue Lebensabschnitt mit sich bringen wird, bewältigen können. In den Medien, vor allem im TV, wird Geburt sehr oft als „schrecklich“, „quälend“ oder „gefährlich“ dargestellt. Werdende Eltern lassen sich dann oftmals dadurch noch mehr verunsichern.
Eine gute, professionelle und fundierte Vorbereitung ist deshalb von großem Vorteil. Gut vorbereitete Mütter haben nachgewiesener Weise kürzere Geburten, weniger Komplikationen bei der Geburt und eine höhere Zufriedenheit mit dem Geburtserlebnis. Gut vorbereitete Väter können ihre Partnerin bei der Geburt gezielt ihren Bedürfnissen entsprechend unterstützten und erfüllen als gleichbleibende, bekannte Bezugsperson für die Gebärende eine wichtige Rolle im Geburtszimmer, auch, weil es in Kliniken unter der Geburt zu Dienstübergaben kommen kann, wenn sich das Baby etwas mehr Zeit lässt, um geboren zu werden. Diese wichtige Rolle kann aber auch eine andere Bezugsperson übernehmen, wenn der Partner nicht mit zur Geburt gehen möchte oder kann.
Letztendlich ist eine gute Vorbereitung auch eine wichtige Vorsorge in Bezug auf die Paarbeziehung, denn wenn das Paar im Vorfeld schon weiß, welche Veränderungen zu erwarten sind und wie es damit umgehen kann, können Konflikte von vornherein vermieden oder aber besser gemeistert werden.

Welches Angebot passt zu mir?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich auf die Geburt und das Leben mit dem Kind vorzubereiten, entweder in Paarseminaren oder in Seminaren nur für werdende Mütter. Diese Seminare werden von ElternbildnerInnen im Bereich Vorbereitung auf Geburt und Elternschaft, von Hebammen, PhysiotherapeutInnen oder Ärztinnen angeboten. Nicht jedes Angebot passt zu jeder Frau und jedem Paar. Erkundigen Sie sich eventuell bei der Seminarleitung, wie ihr Kurs aufgebaut ist, ob sie eine bewusste Gestaltung der Schwangerschaft als erste Phase der Elternschaft, die aktive Mitarbeit bei der Geburt und die ganzheitliche Vorbereitung auf die erste Zeit mit dem Kind unterstützt. Auf diese Weise merken Sie auch, ob die Chemie zwischen Ihnen stimmt.

Welche Ziele haben ganzheitliche Seminare zur Vorbereitung auf die Geburt und Elternschaft?

  • Bewusstseinsbildung und -verankerung, dass Gebären und Geborenwerden natürliche Vorgänge sind und nur in besonderen Fällen in diese Vorgänge eingegriffen werden muss
  • Stärkung des Selbstbewusstseins, der Eigenverantwortlichkeit und der Kompetenz als Eltern
  • Vermittlung von unabhängigen Informationen zu Schwangerschaft, Geburt und der verschiedenen Möglichkeiten ihrer Gestaltung
  • Anregung zur Wahrnehmung des eigenen Körpers und seiner Bedürfnisse, Entdecken des eigenen Potentials
  • Möglichkeit, in vertrauensvoller Atmosphäre Erfahrungen mit anderen Betroffenen auszutauschen
  • Vorbereitung auf eine der größten Umstellungssituationen des Lebens mit den neuen Rollen als Mutter und Vater im Prozess der Neuorientierung
  • Entwicklung einer sicheren Eltern-Kind-Beziehung von Anfang an.

Kriterien ganzheitlicher Vorbereitung auf die Geburt und Elternschaft

  • Die Seminarinhalte orientieren sich an den Bedürfnissen der TeilnehmerInnen
  • Sie können Ihre Fragen, Sorgen und Ängste in der geschützten Atmosphäre der Gruppe aussprechen und diese werden von der Kursleiterin ernst genommen
  • Es ist genug Platz für den gegenseitigen Erfahrungsaustausch mit den anderen werdenden Eltern
  • Es geht nicht um das Vermitteln von „Rezepten“ sondern um die Sensibilisierung für Ihre (Körper)Erfahrungen und Ihre Möglichkeiten, diese bei der Geburt und danach sinnvoll einzusetzen
  • Die Seminarleitung stärkt Sie im Bewusstsein, dass Sie nicht „entbunden werden“. Sie können gebären!
  • Partner sind ein wichtiger Teil der Vorbereitung
  • Die Seminarinhalte enden nicht mit der Geburt sondern bereiten Sie gleichermaßen auf die Zeit nach der Geburt vor (z.B. Wochenbett, Stillen, Elternwerden…)

Möglichkeit zur Ausbildung als SeminarleiterIn

Der Verein zur Vorbereitung auf Geburt und Elternschaft (VGE) bietet einen Ausbildungslehrgang zur/m SeminarleiterIn von Elternseminaren zu den Lebensphasen Schwangerschaft, Geburt und frühe Elternschaft an, der  mit dem Gütesiegel für Elternbildung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend, seit Kurzem Bundesministerium für Familien und Jugend, anerkannt ist.

Nähere Informationen zum Lehrgang finden Sie auf der Homepage www.elternwerden.at

Kontakt und Information:
Marion Read
(Obfrau des VGE)
Mail: marion.read@elternwerden.at
0650/9357022

Wie kann ich mich auf die Geburt und aufs Elternwerden vorbereiten, wenn ich kein Seminar besuchen möchte oder kann?

Der Austausch in der Gruppe, von Frau zu Frau, von Paar zu Paar, gekoppelt mit hilfreichen und praktischen Informationen durch die Seminarleitung, die Klärung von Fragen und das Ausräumen von Unsicherheiten, angeleitete Körperwahrnehmungsübungen mit der Möglichkeit, über die dabei gemachten Erfahrungen zu sprechen, wäre die optimale Vorbereitung. Wenn Sie dies aber nicht möchten oder vielleicht aus zeitlichen Gründen nicht können, gibt es natürlich auch Einiges, das Sie zuhause für sich selbst tun können.

  • Im Internet finden Sie eine unüberschaubare Masse an Informationen über Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft. Nicht alles ist seriös. Unseriöses von Seriösem zu unterscheiden, ist für die NutzerInnen sehr schwer. Aus diesem Grund finden Sie weiter unten eine kurze Liste von Literaturhinweisen, die für Sie eventuell hilfreich sein könnte.
  • Meiden Sie negative Geburtsberichte. Sie brauchen positive Gedanken. Suchen Sie die Nähe von Menschen, die Ihnen gut tun und die Sie unterstützen. Sie haben ein Recht darauf, „guter Hoffnung“ zu sein.
  • Legen Sie regelmäßige Ruhepausen ein, in denen Sie sich ganz ihrem Ungeborenen Kind widmen, indem Sie die Hand auf Ihren Bauch legen und mit ihm in Kontakt treten. Lassen Sie nach Möglichkeit Ihren Partner oder eine andere Bezugsperson an diesen „Gesprächen mit dem Kind“ teilhaben. Atmen Sie dabei in ruhigen Atemzügen zum Kind.
  • Bewegen Sie sich. Sie können, wenn es Ihnen gut geht, flott spazieren gehen, schwimmen, Yoga machen, Bauchtanzen etc. Hören Sie gut auf sich selbst: Wenn es Ihnen gut tut, gefällt es bestimmt auch Ihrem Baby. Gleichzeitig erhalten Sie Ihren Körper fit und beweglich für die Geburt.
  • Bauen Sie sich schon vor der Geburt ein Netzwerk an HelferInnen für die Zeit nach der Geburt auf. Sie müssen nicht alles alleine schaffen. Es kann beruhigend sein, zu wissen, dass Hilfe da ist, wenn sie benötigt wird.
  • Trinken Sie vorbereitende Tees, Cremen Sie Ihren Bauch ein, massieren Sie Ihren Damm. Rezepte und weitere hilfreiche Tipps finden Sie z.B. im Buch „Hebammensprechstunde“.
  • Nehmen Sie in Ihrem eigenen Interesse zumindest die im Rahmen des Mutter-Kind-Passes innerhalb der 18. und 22. Schwangerschaftswoche angebotene einstündige Hebammenberatung in Anspruch. Die Hebamme ist für Sie eine wichtige Gesprächspartnerin und schöpft aus einem reichen Erfahrungsschatz.
  • Wenn Sie stillen möchten, könnten Sie schon während der Schwangerschaft eine Stillgruppe in Ihrer Umgebung besuchen oder telefonisch mit einer Stillberaterin Kontakt aufnehmen (siehe www.lalecheliga.at). Auch hier gilt wieder, dass es besser ist, schon vorher zu wissen, wohin man sich bei Bedarf wenden kann.

Was kann ich für die Ankunft meines Babys vorbereiten?

Ihr Baby braucht kaum Materielles, wenn es geboren ist. Es braucht vor allem Sie, den Körperkontakt zu Ihnen und das Gefühl, willkommen und geliebt zu sein.
Überlegen Sie gemeinsam, wo Ihr Baby schlafen soll, welches Schlafarrangement am besten zu Ihnen und Ihrer Familie passt. Am einfachsten ist es, wenn es neben Ihnen schläft (im Elternbett, im angestellten Gitterbett etc.), denn so hören Sie sofort, wenn Ihr Baby aufwacht. Es muss dann gar nicht erst schreien, um Ihre Aufmerksamkeit zu erregen, und Ihre Nächte verlaufen automatisch ruhiger und entspannter.
Am liebsten wird Ihr Baby getragen werden wollen. Hier eignet sich ein gutes Tragetuch (vom ersten Tag an) oder verschiedene Tragehilfen (bitte die Altersangaben beachten). Richtig gebunden, erleichtern sie Ihnen das Tragen und machen Sie sehr flexibel, weil Sie keinen Kinderwagen mitnehmen müssen. Falls Sie auch oder lieber einen Kinderwagen verwenden möchten, sollten Sie bereits beim Kauf darauf achten, dass Ihr Baby selbst dann noch Blickkontakt zu Ihnen hat, wenn es schon ein bisschen größer ist und im Wagen sitzt. Es muss sich immer wieder bei Ihnen oder einer anderen Bezugsperson rückversichern können, ob alles in Ordnung ist, wenn verschiedene bedrohlich erscheinende Eindrücke auf Ihr Kind einstürmen.
Vermeiden Sie es, sich selbst (und damit Ihr Baby) Zigarettenrauch auszusetzen. Verbannen Sie BesucherInnen zum Rauchen auf den Balkon oder vor die Tür, sodass Sie Ihr Baby in einer rauchfreien Umgebung willkommen heißen können. Damit treffen Sie eine wichtige Vorkehrung gegen den plötzlichen Kindstod.
Überlegen Sie, ob Sie mit Stoffwindeln oder Wegwerfwindeln oder mit einer Kombination aus beiden wickeln möchten. Vielleicht möchten Sie Ihr Baby aber auch windelfrei aufwachsen lassen. Unter www.windelfrei.at ist nachzulesen, wie das funktionieren kann.
Natürlich können in diesem Rahmen nicht alle Aspekte von Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft angesprochen oder ausführlich behandelt werden. Falls Sie konkrete Fragen haben, stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung. Kontaktdaten unserer ReferentInnen in den verschiedenen Bundesländern finden Sie unter www.elternwerden.at/Kontakt. Wir freuen uns über Ihren Anruf!


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