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„Spiel in der Natur“ = Bildung

von MAS Sabine Mair

Das freie Spiel in der Natur bietet Kindern optimale Voraussetzungen für oftmals vernachlässigte Persönlichkeitsbereiche, deren Entfaltung aber unbedingt wichtig ist, um ein Kind so zu stabilisieren, damit es sich später den vielfältigen gesellschaftlichen Anforderungen gewachsen zeigen kann.
Kinder haben in der Natur Raum sich frei zu bewegen und der natürliche Bewegungsdrang der Kinder kann ungehindert ausgelebt werden. Aggressionen stauen sich nicht auf, sondern wandeln sich auf kreative Weise um. Das Spiel in und mit der Natur stellt ein Gegengewicht zum mehr und mehr eingeengtem Spiel- und Lebensraum dar. Es wirkt der zunehmenden Entfremdung von der Natur entgegen und bietet eine Alternative zu den Eindrücken über Fernsehen und Computer.
Das Kind gewinnt beim freien Spiel Kraft und Ausdauer, Sicherheit und Selbstvertrauen, in einem nicht reizüberfluteten Außenbereich können innere Kräfte besser wahrgenommen werden. Es  lässt Kinder selbst ihre Grenzen und Entwicklungsschritte deutlich spüren und erfahren. Sie bekommen die Möglichkeit ihre eigenen Fähigkeiten einzuschätzen und weiterzuentwickeln, z.B. durch Klettern oder Rollen vom Hügel.
In der Natur gibt es keinen hohen Lärmpegel wie in geschlossenen Räumen. Das Kind kann wieder Stille erleben; Stille ist in der heutigen Zeit ungewohnt. Sie ist jedoch von unschätzbarem Wert, beispielsweise für die Differenzierung des Wahrnehmungsvermögens, das Finden von Stabilität durch innere Ruhe und die Konzentrationsfähigkeit. Die natürliche Umgebung wirkt ganzheitlich durch das Erleben des Eingebundenseins in die Natur und das Erleben der wechselseitigen Abhängigkeiten. Natur wird unmittelbar begriffen, der behutsame Umgang mit jeder Art von Leben wird erfahren und gelernt. Der Kreislauf der Natur kann direkt wahrgenommen und erlebt werden. Ebenso wird beim freien Spiel ohne Spielzeug die Fantasie der Kinder gefordert, sie lernen ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern.

Unmittelbares Erleben und eigene Erfahrungen mit allen Sinnen anstelle von „Projektionen aus zweiter Hand“ geben Selbstwertgefühl und insbesondere emotionale Stabilität. Dies sind die besten Voraussetzungen um später in der Gesellschaft konstruktiv und kreativ sein zu können. Im freien Spiel ist das Kind zwangsläufig gefordert sich mit seinen Spielpartnern zu arrangieren.
Einerseits erhält das Kind während des Spiels in der freien Natur  viele Gelegenheiten zum unbeobachteten Spiel, andereseits kann das Kind ganz nebenbei viele Dinge in der Natur beobachten und somit eine Vielzahl an neuen Erkenntnissen gewinnen.

Kinder sollten mehr spielen

"Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist – dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Innern, an die man sich halten kann."

Astrid Lindgren


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