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Stillen zum Wohle von Mutter und Kind

von Christina Schnitzler

Stillen ist die beste Nahrung für Ihr Neugeborenes – darüber sind sich die Experten einig. Die Ernährung der Mutter in dieser wichtigen Phase hat einen deutlichen Einfluss auf das Wohlbefinden von Mutter und Kind. Es macht also durchaus Sinn, die Ernährung nicht dem Zufall zu überlassen und ein bisschen zu planen. Allzu oft vergessen Mütter regelrecht zu essen und zu trinken, weil sie sich noch nicht an das neue Leben mit dem Baby gewöhnt haben. Vielleicht findet sich auch ein Helfer in der Familie, der am Anfang auf eine geregelte Ernährung für die stillende Mutter schaut.
Die Anstrengungen von Schwangerschaft und Geburt sind überstanden, nun gilt es, den Körper für die Stillzeit – die Betreuung und Versorgung des neugeborenen Erdenbürgers – zu stärken. In der TCM-Ernährungslehre achtet man insbesondere auf eine blutbildende Ernährung, die gleichzeitig stärkt und milchbildend ist, um so Wochenbettdepressionen, den sogenannten „Baby-Blues“ zu vermeiden. Dazu eignet sich hervorragend eine Hühnerkraftsuppe, von der die Mutter zwei bis drei Tassen am Tag trinken sollte.

Rezept Hühnerkraftsuppe:

  • Suppenhuhn mit 3-5 Liter Wasser aufkochen, Schaum abschöpfen.
  • 1 Karotte, 1 Scheibe Sellerie oder Stangensellerie, ev. Bocksdornkleefrüchte und roten Datteln,
  • eine halbe Zwiebel, ev. etwas Lauch, etwas Ingwerwurzel, ev. einige Pfefferkörner, 1 Lorbeerblatt.
  • ev. schwarze Sojabohnen und ein Stück Wakame-Alge dazu geben.
  • salzen.
  • mindestens 3 Stunden köcheln, (Das Fleisch (Brust und Keulen) nach ca. 1 Stunde ablösen und als Suppenbeilage kühl stellen, den Rest des Huhns weiter kochen.).
  • abseihen.
  • in Schraubgläsern kühl stellen.

Ansonsten ist es auch nach der Entbindung günstig, sich weiter an die Ernährungsempfehlungen in der Schwangerschaft zu halten (siehe auch http://www.eltern-bildung.at/home/schwerpunktthemen/unterthema_detail/expertenstimme/thema/gesundheit-sicherheit/unterthema/ernaehrung-in-der-schwangerschaft/?expertenid=235&cHash=4bf65fb1fe1a262e2fbf77696ff8c092).
Das können Sie essen, um Baby-Blues vermeiden

  • Hühnerkraftsuppe.
  • Tomatensuppe.
  • Gerstenlaibchen mit Champignongemüse.
  • Rote Rüben, als Suppe oder Salat.
  • Hirse mit schwarzen Bohnen und Stangensellerie.
  • Zucchini-Risotto.
  • Rote Grütze.
  • Humus.
  • Besonders wirksam, aber in unseren Breiten unüblich, ist getrocknete Plazenta.

Rezept Humus

100g Kichererbsen über Nacht einweichen, abseihen, weich kochen.
Mit 50g Tahin (Sesammus), je 3 EL Olivenöl und Schlagobers, Pfeffer, Koriander, Kreuzkümmel, Salz und etwas Zitronensaft pürieren, ev. noch einige Löffel Joghurt zugeben. Mit Paprikapulver und Salbeiblättern zu gedünstetem Gemüse und Fladenbrot servieren.

Milchbildung fördern

100g Gerste in 1,5 l Wasser über Nacht einweichen, 1 Stunde kochen, abseihen und das Gerstenwasser mit Salz, etwas Zitronensaft, etwas Honig und wenig Kakao abschmecken und über den ganzen Tag verteilt trinken.
Dieses Rezept hilft auch zur Vorbeugung gegen Brustdrüsenentzündung.
Vorsicht mit Petersilie, Salbei und Pfefferminztee. Sie reduzieren im Übermaß die Milchproduktion.
Alle Empfehlungen sollen immer auf den eigenen Stoffwechsel abgestimmt werden. Dazu eignet sich eine Ernährungsberatung mit Stoffwechseltypbestimmung.

Darf ich während der Stillzeit alles essen oder gibt es Tabus?

Die Ernährung sollte ausgewogen sein, die Mahlzeiten bekömmlich zubereitet. Denn wenn schon die Mutter Blähungen oder Völlegefühl verspürt, wird vermutlich auch das Baby darunter leiden. Hier gilt es Rohkost, Südfrüchte, abkühlende Lebensmittel wie Gurke, Tomate, Joghurt und Mineralwasser zu vermeiden, Süßes stark zu reduzierten bzw. in Form eines leckeren Kompottes zu verzehren. Tabu sind alle chemischen Zusätze und Transfette, die sonst in der Milch unserer Babys landen, aber auch mikrowellenerhitztes Essen, Kaffee, Grüntee, Schwarztee und natürlich Alkohol.

Welche Nahrungsmittel/Gewürze sollte man noch meiden?

Zusätzlich sind stark erhitzende Nahrungsmittel wie Knoblauch, Zimt oder Chili zu meiden, insbesondere wenn das Baby zu Hautrötungen neigt. Gewürzmischungen sind ebenfalls tabu. Am besten, man kocht aus frischen Zutaten und würzt mild.

Brauche ich während der Stillzeit mehr Kalorien, muss ich mehr trinken?

Auf keinen Fall sollten Sie in der Stillzeit Kalorien zählen. 3-4 mal täglich satt essen versorgt Mutter und Baby optimal. Auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten, wozu auch die Suppe und das Kompott gezählt werden darf. Idealerweise trinken Sie zwischen den Mahlzeiten belebtes Leitungswasser oder Quellwasser.

Ist es ratsam während der Stillzeit abzunehmen?

Gezieltes Abnehmen ist nicht gut für die Qualität der Muttermilch, die dann mehr Giftstoffe enthält. Auch die Energie der Mutter wird mehr strapaziert, als notwendig und die braucht man in dieser Zeit für sich und sein Baby dringend. Wer auf regelmäßige Mahlzeiten achtet und dazwischen vor allem Wasser trinkt, wird vermutlich automatisch das Gewicht etwas regulieren.

Wie merke ich, ob mein Baby etwas nicht  verträgt?

Wenn es dem Baby gut geht, wird es am Anfang viel schlafen. Sollte es vermehrt schreien, der Bauch hart und gespannt sein oder die Haut Rötungen aufweisen, kann das durchaus mit der Ernährung der Mutter zu tun haben.

Ist eine vegetarische Ernährung während der Stillzeit zu empfehlen?

Je nach Stoffwechseltyp ist die vegetarische Ernährung für manche Menschen besser geeignet, für andere weniger. Wer viel Eiweiß und Fett braucht, ist mit vegetarischer Ernährung nicht gut versorgt. Das gilt auch in der Stillzeit. Außerdem funktioniert der Blutaufbau besser, wenn Sie regelmäßig Fleisch und Fisch in guter Qualität essen.


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