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Stillmuster

von Dr. Jacqueline Kent

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO ist das Stillen bis zum sechsten Lebensmonat eines Säuglings sinnvoll. Das Teilstillen (Stillen und Beikost) kann bis zum zweiten Lebensjahr oder länger andauern, wenn Mutter und Kind es wollen.
Unrealistische Erwartungen in Hinblick auf das Stillen tragen leider oftmals dazu bei, dass das Selbstvertrauen stillender Mütter untergraben wird. Das kann dazu führen, dass Mütter annehmen, ihre Milchversorgung sei zu gering, womit wiederum die Wahrscheinlichkeit einer Milchergänzung oder sogar die Beendigung des Stillens ausgelöst werden kann.

Selbstvertrauen aufbauen und stärken

Die Frequenz und die Dauer von Stillzeiten verringern sich im Laufe der Zeit und in vielen Fällen zweifeln Mütter daran, ob ihr Baby auch genug Milch bekommt. Neueste Forschungen zeigen, dass ein starkes Selbstvertrauen der Mütter beim Stillen einen äußerst positiven Effekt auf die Stilldauer hat. Es ist daher unerlässlich Müttern wissenschaftlich abgesicherte Informationen über normale Stillmuster zugänglich zu machen. Gewichtstests über einen Zeitraum von 24 Stunden können helfen die Mutter zu beruhigen und sie dienen Gesundheitsexperten als diagnostisches Mittel, um die Mutter dabei zu unterstützen ihre Milchproduktion zu steigern.

Wie oft soll ich mein Baby stillen?

  • Normale, gesunde Säuglinge im Alter von ein bis sechs Monaten erhalten im Schnitt täglich zwischen vier und 13 Stillmahlzeiten.
  • Jede Stillmahlzeit kann entweder aus der Milch von einer Brust, von beiden Brüsten oder einem sogenannten Cluster-Feeding bestehen, bei der ein Säugling erneut von der ersten Brust gestillt wird.
  • Ein Stillvorgang dauert im Schnitt zwischen zwölf und 67 Minuten (in dieser Zeit trinken Säuglinge zwischen 54 und 234 ml Milch. Das führt zu einem täglich aufgenommenen Milchvolumen von 478 bis 1298 ml Milch). Bei einem Großteil der Mütter ist die Milchaufnahme aus einer Brust meist wesentlich höher als aus der anderen.
  • Fast dreiviertel aller Mütter bilden in der rechten Brust mehr Milch als in der linken. Das hat aber überhaupt nichts damit zu tun, ob man Rechts- oder Linkshänderin ist.
  • Stillen während der Nachtstunden kommt häufig vor und stellt einen wichtigen Beitrag für die Aufnahme der gesamten Milchmenge innerhalb von 24 Stunden dar.
  • Babys ernähren sich je nach Appetit und konsumieren 43 bis 92 Prozent der Muttermilch am Beginn des Stillvorgangs. Der Fettgehalt in der Milch beträgt 22 bis 62 g/l, wobei der täglich aufgenommene gesamte Fettanteil von der Stillfrequenz unabhängig ist.
  • Während einer Stillzeit von sechs Monaten kann eine Mutter meist folgende Veränderungen des Stillmusters erwarten: eine Verringerung der Stillfrequenz nach einem Monat, eine Steigerung der durchschnittlichen Milchmenge bei jeder Stillmahlzeit nach einem Monat und eine Verringerung der Stilldauer nach zwei Monaten. Dennoch bleibt die tägliche Gesamtaufnahme der Muttermilch zwischen dem ersten und sechsten Monat meist konstant.

Mein Tipp: Stillen Sie Ihr Baby nach Bedarf (so oft und so lange es möchte) und kümmern Sie sich nicht um irgendwelche Stillpläne. Die meisten gesunden Babys wissen von selbst, wann und wie lange sie gestillt werden möchten und wie viel Milch gut für sie ist. Mütter, deren Säuglinge munter sind, ein normales Wachstum aufweisen und deren Windeln und Stuhlgang ausreichend Feuchtigkeit aufweisen, können ganz beruhigt sein.


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