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Von leisen und lauten Worten

von Heidi Grafeneder

Jede Beziehung erfordert Kommunikation

Das gilt auch besonders für das Verhältnis zu unseren Kindern. Je mehr wir miteinander reden, umso leichter werden wir auch bei auftretenden Problemen oder in Konfliktsituationen Zugang zum Kind finden.

Außerdem gilt:

Wenn wir unsere Freude teilen, dann ist sie doppelt so groß! Wenn wir unsere Trauer, unsere Angst und unser Leid teilen, dann ist alles halb so schlimm!

Unser Kind erfährt im Gespräch viel Neues aus unserem Erfahrungsschatz und wir Eltern können am Leben unserer Kinder intensiver teilhaben.

Um ein gutes Gespräch führen zu können, sind bestimmte Voraussetzungen nötig: Genügend Zeit, eine möglichst entspannte Atmosphäre und ein Ort, an dem sich das Kind wohl fühlt. Es muss das Gefühl haben, sich mitteilen zu können und auch verstanden zu werden.

Natürlich gibt es Stresssituationen, in denen wir überfordert sind und gereizt und laut reagieren. In solchen Momenten kann es hilfreich sein, von sich selber zu erzählen, von den eigenen momentanen Problemen, den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen.

Auch in guten Gesprächen vermeiden solche „Ich- Botschaften“ Verallgemeinerungen oder Beurteilungen des anderen.

Soll ein Gespräch gut verlaufen, erfordert es auch unser Zuhören mit ungeteilter Aufmerksamkeit. Nicht nur die Wortmeldungen des anderen sind aussagekräftig, sondern auch seine Körperhaltung, seine Mimik und die Gestik. Es ist wichtig, Rückmeldungen zu geben und Fragen zu stellen, wenn etwas nicht verstanden wurde.
Von unserem Vorbild lernen die Kinder, wie man anderen etwas sagt, wie man auf sie eingeht und dabei ehrlich zu sich selber bleibt. Wie wir miteinander reden, wie aufmerksam wir sind und wie wir schwierige Situationen klären – die Kinder werden es beobachten und später selbständig gute Gespräche führen können.

Ein Familienrat kann helfen, Streitigkeiten zu vermeiden:

Wenn ein wichtiges oder brisantes Thema ansteht, werden ein Zeitpunkt und ein Ort ausgemacht, wo darüber geredet wird. Jeder kann seine Sichtweise darstellen und erklären. Dann sucht man gemeinsam nach Lösungen, eventuell werden Kompromisse ausgehandelt. Alle sollten am Ende mit dem Ergebnis gut leben können und auch dahinterstehen.

Durch Spiele aller Art kann im Familienalltag positive Kommunikation erlebt werden!

Nicht immer lassen sich Wutausbrüche vermeiden. Hier gilt es, die wichtigsten „Wutregeln“ zu beachten:

Es ist o.k., wenn du wütend bist! ABER: Verletze niemanden! Verletze dich selbst nicht! Zerstöre keine Gegenstände!

SONDERN: Rede darüber!

Und wenn uns Eltern selbst die Wut packt?

Auch dafür gibt es „Erste Hilfe-Tipps“:

  • Aus dem Raum gehen, Abstand gewinnen
  • Mit weichen Gegenständen werfen, eine Kissenschlacht veranstalten
  • Sich ans offene Fenster stellen und ganz bewusst ein- und ausatmen (Aggressionen erschweren klares Denken, Sauerstoff fördert die Durchblutung und auch die Fähigkeit, ruhig und überlegt zu handeln).
  • Wenn es ohne Beschimpfung nicht mehr geht: möglichst das Verhalten beschimpfen, nicht das Kind (nicht: „Du bist unmöglich“, sondern: „Das, was du machst, ist unmöglich.“)

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