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Wie Eltern gut mit kindlicher Wut umgehen – und mit ihrer eigenen

von Vera Rosenauer

Elternbildung
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Wut ist bei den meisten kein sehr beliebtes Gefühl! Der Wutanfall des Zweijährigen im Supermarkt begleitet von vielsagenden Blicken und wenig hilfreichen Wortmeldungen der anderen Einkäufer ist eine klassische Horrorvision von Eltern. Aber Wut hat auch ihre guten Seiten – wenn wir sie sozial angemessen ausleben können.

Wut ist immer ein Zeichen, dass wir etwas als „Falsch – so habe ich mir das nicht vorgestellt“ bewerten. Wütend werden wir nie einfach so grundlos, da war immer etwas vorher.

• eine Enttäuschung
• eine Sorge
• eine Hilflosigkeit

Aus diesem Gefühl heraus werden wir dann wütend und die Wut gibt uns die Kraft die Ursprungssituation zu ändern. Dazu ist es notwendig sich die Ausgangssituation genau anzusehen und zu analysieren, welche Bedürfnisse gibt es da und können wir die vielleicht doch erfüllen?

Um gleich den Supermarkt herzunehmen – was könnte hier die Wut ausgelöst haben: Vielleicht wollte das Kind mitbestimmen (ob es im Wagerl sitzen darf oder muss), vielleicht waren seine Ressourcen durch Hunger oder Müdigkeit einfach eingeschränkt, vielleicht wollte es etwas Bestimmtes haben und wurde nicht verstanden, …
Meist entdecken wir das ursprüngliche Bedürfnis in der Rückschau auf die Situation und können uns für den nächsten Einkauf eine auch für uns passende Strategie ausdenken, die dem kindlichen Bedürfnis entgegenkommt.

Wie gehen wir jetzt am besten mit einem akut wütenden Kind um?

1. Sprechen Sie das an, was Sie sehen!

„Oh, du bist jetzt aber ordentlich wütend!“ (damit nehmen Sie auch gleich Strategie zwei voraus!)
Wer wütend ist, möchte verstanden oder wenigstens wahrgenommen werden. Sie werden nicht immer sofort verstehen, warum ihr Kind wütend ist, aber die Wut wahrnehmen und zurück spiegeln geht immer.
Und – Achtung! Wer wütend ist, möchte keine guten Ratschläge hören, die machen eher noch wütender …

2. Geben Sie Ihrem Kind ein Wort für das Gefühl

Für ein Kind ist Wut zuerst einmal ein ziemlich überwältigendes Gefühl. Da wird einem heiß, es schnürt einem die Kehle zu, das Gesicht wird ganz rot und im Inneren „wurlt“ es. Das muss jetzt irgendwie raus, wer noch nicht sprechen kann, schlägt mit hoher Wahrscheinlichkeit mal um sich (und tut potenziell sich selbst oder einem anderen Kind damit weh)
Wenn Ihr Kind ein Wort für sein „inneres Gewurl“ hat, kann es auch mit dessen Hilfe die Wut aus sich rausbringen. Ob das Wort jetzt wütend oder zornig, ärgerlich oder stinksauer lautet, ist Ihrem Geschmack überlassen.

3. Sorgen Sie für ausreichend Bewegung

Auch abseits akuter Wutanfälle – wer sich bewegt, ist ganz allgemein gelassener und wird nicht so schnell wütend!
Zeigen Sie Ihrem Kind auch körperliche Strategien, mit denen es seine Wut ausleben kann ohne jemand zu verletzen oder etwas kaputt zu machen. Das kann „Herumhüpfen wie das Rumpelstilzchen“ sein oder das Hauen auf einen Wutpolster. Man könnte alte Zeitungen zerreißen, Softbälle an die Wand werfen oder Aufstampfen. Letzteres finde ich besonders hilfreich, weil es sich überall ohne weitere Requisiten durchführen lässt.

Und Ihre eigene Wut?

Ja, auch die darf sein! Eltern sind schließlich keine dauergelassenen Zen-Buddhisten, sondern Menschen mit Gefühlen. Und die zeigen Sie am besten authentisch.
Kinder sind Meister darin zu erkennen, wenn ihre Eltern etwas anderes sagen als sie meinen. Wenn Eltern vordergründig noch (mit viel Anstrengung!) ruhig mit dem Kind sprechen, während sie innerlich schon auf 180 sind, kommt beim Kind eine Doppelbotschaft an. Und nun will das Kind wissen: Ist die Mama jetzt ruhig (so wie sie spricht) oder verärgert (so wie ich es fühle)?

Je mehr wir versuchen unsere Wut zu unterdrücken oder zu überspielen, umso eher passiert es dann, dass wir im ungeeignetsten Moment explodieren und Dinge tun, die wir nie tun wollten.
Also lieber frühzeitig zur Wut stehen, solange wir noch gut damit umgehen können. Am besten mit einigen der oben genannten Strategien, denn Kinder lernen am besten vom Vorbild.
Auch Mamas dürfen mal den Wutpolster hauen oder sich am Rumpelstilzchen ein Beispiel nehmen. Oft bringt das eine gute Portion Humor ins Spiel, der gleich wieder für eine entspanntere Atmosphäre sorgt!

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