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Zum Thema Allergie

von Dr. Barbara Vockner

In den letzten Jahren ist ein signifikanter Anstieg an allergischen Erkrankungen zu verzeichnen.

Zum klinischen Erscheinungsbild gehören verschiedene Zustandsbilder zur Allergie wie Heuschnupfen , Bindehautentzündung und Augenjucken, Hautjucken, Kontaktekzem, es geht sogar bis zum lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock.

Wie entsteht eine Allergie?

Unser Immunsystem arbeitet über sehr komplexe und komplizierte Mechanismen und ist mit einer "lernenden Organisation" zu vergleichen. Krankheitserreger werden von Wächterzellen erkannt und von speziell ausgebildeten Lymphozyten (Antikörper) eliminiert. Eine Allergie entsteht dann, wenn Eiweißmoleküle, zum Beispiel ein Birkenpolle oder ein Milcheiweißmolekül sozusagen irrtümlich dem Immunsystem als feindlicher Krankheitserreger präsentiert wird. Das Abwehrsystem läuft dann auf Hochtouren und versucht über die speziell ausgebildeten Lymphozyten eine effiziente Abwehr zu starten. Daraus resultieren einige wesentliche Kennzeichen einer allergischen Erkrankung:

1. Eine Allergie ist eine Erkrankung des Immunsystems

2. Durch die Merkfähigkeit der Antikörper besteht die Allergie (meist) lebenslänglich und lässt sich durch eine Laboruntersuchung feststellen ( RAST – Bestimmung von IgE Molekülen)

3. Allergisch zu sein bedeutet , dass der gesamte Organismus betroffen sein kann. Aus dem eher harmlosen Heuschnupfen kann Asthma werden. Hauter-krankungen verschlechtern sich bei Kontakt mit dem auslösenden Allergen. Die meisten fühlen sich zur Heuschnupfenzeit krank und müde, was eine Reaktion des gesamten Körpers auf die Belastung ist.

4. Atopie ist vererbbar, das heißt, Kinder allergischer Eltern haben eine wesentlich höhere Wahrscheinlichkeit, an einer Allergie zu erkranken.

Vorbeugung – Behandlung

Ernährung:

Als günstig hat sich erwiesen, die ersten 6 Monate voll zu stillen und mit der Beikost eher vorsichtig zu beginnen. Nüsse, Vollmilch, Eier und Weizenprodukte sollten Kinder aus Atopikerfamilien im ersten Lebensjahr nicht erhalten. Nicht gestillte Kinder von allergiebelasteten Eltern sollten im 1. Lebensjahr mit hypoallergener HA – Nahrung gefüttert werden.

Bei saisonaler Allergie ( Birke, Gräser .. ) müssen nur jene Lebensmittel gemieden werden, bei denen eine eventuelle Kreuzallergie besteht . z.B. Birke – Apfel.

Niemals sollte man versuchen, eine Allergie auf eigene Faust oder aufgrund fragwürdiger Lebensmitteltests "auszuhungern".

Expositionsprophylaxe:

Wenn möglich, sollte der Kontakt mit dem auslösenden Allergen gemieden werden. Das heißt, bei Milbenallergie ist eine effiziente Milbensanierung sehr sinnvoll. Bei Tierhaarallergie muss man sich von den Haustieren trennen. Allerdings zeigen neuere Forschungsdaten, dass der frühkindliche Kontakt mit Haustieren einen gewissen Schutz vor dem Entstehen einer Allergie darstellt.

Medikamentöse Therapie:

Es gibt eine Reihe von wirksamen Medikamenten wie Antihistaminika, antiallergische Augen und Nasentropfen, die – richtig verwendet -, die lästigen Symptome wie Schnupfen, Juckreiz, Tränenfluss lindern und die Lebensqualität verbessern. Um die Allergie langfristig in den Griff zu bekommen, ist die Methode der Wahl die Hyposensibilisierung. Dem Körper werden dabei kleine Dosen des Allergens zugeführt (Spritzen oder Tropfen). Somit gewöhnt sich das Immunsystem langsam an seinen "Feind" und reagiert dann bei Kontakt mit den Allergenen kaum mehr allergisch.

Hygiene:

Prof. Riedler aus Salzburg konnte in einer Studie sehr schön zeigen, dass Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen und häufigen Kontakt zu Stallmist und Heu haben, wesentlich seltener eine Allergie entwickeln als Stadtkinder. Wissenschaftlich auf den Punkt gebracht heißt das: Übertriebene Hygiene ist nicht nützlich, ein gewisses Maß an Dreck ist gesund!

Beobachtet man ein Krabbelkind, das alles, was am Boden liegt, in Mund steckt, wird einem klar, dass es sich hier um eine Intensivtrainingsprogramm für das Immunsystem handelt. Das ist aus medizinischer Sicht also überflüssig.

Banale Infekte sollten auch als Trainingsprogramm für das Immunsystem gesehen werden, und wenn immer vertretbar, ohne Antibiotika behandelt werden.

Dass Rauchen in der Wohnung für Kinder nicht gesund ist, besonders in Hinblick auf Entstehung eines allergischen Asthma , ist wissenschaftlich bewiesen.


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