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ÖIF: Mehr Betreuung für Kinder

Die außerfamiliäre Kinderbetreuung gewinnt als Mittel zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Erwerb angesichts der immer stärker werdenden Erwerbsorientierung von Müttern seit Jahren an Bedeutung. Ein wesentlicher Teil davon wird in Österreich von Kindertagesheimen wie Krippen, Kindergärten, Horten und altersgemischten Einrichtungen abgedeckt. Welche Charakteristika die österreichischen Tagesheime hinsichtlich ihrer Trägerschaft, der Merkmale der betreuten Kinder sowie der Kennziffer prägen, wird von der Soziologin Sonja Dörfler (ÖIF) in einer Studie dargestellt.

Der zweite Teil der Studie befasst sich mit dem Ausmaß, den Gründen sowie dem zusätzlichen Bedarf an außerfamilialer Kinderbetreuung in Österreich. Als Datengrundlage dienen dabei die Tagesheimstatistik der Statistik Austria sowie die Mikrozensen 1995 und 2002 sowie Daten, die im Rahmen der Studie „Zukünftige Inanspruchnahme von Kinderbetreuungs-einrichtungen“ (Statistik Austria 2004) erhoben worden sind.

Generell zeichnen sich bei der Analyse der Situation und Entwicklung der Tagesheime in Österreich Unterschiede nach Bundesländern und nach der Form der Tagesbetreuung ab. Die Trägerschaft der Einrichtungen beispielsweise sind österreichweit bei Krippen und bei altersgemischten
Angeboten mehrheitlich privat organisiert, während Kindergärten und Horte überwiegend von öffentlicher Seite – vor allem von den Gemeinden – zur Verfügung gestellt werden.

Wien bildet hier allerdings mehrfach eine Ausnahme. Einerseits weil die Trägerschaft der Krippen dort mehrheitlich öffentlich organisiert ist und andererseits, weil Kindergärten hier überwiegend von Privaten angeboten werden. Bei der Altersstruktur der Kinder in Tagesheimen zeigt sich, dass drei Viertel der Kinder 3 bis 5 Jahre alt, also im Kindergartenalter, sind. Die geringste Streuung bei der Altersstruktur weist dabei Tirol auf, wo fast 90 % der Kinder in dieser Altersgruppe sind. Am größten ist die Streuung beim Alter in Wien und Kärnten auf, wo auch der Anteil an unter dreijährigen Kindern am höchsten ist. Bei der Entwicklung der Kennzahlen gibt es wesentliche Überein-stimmungen zwischen den einzelnen Tagesheimformen: So ist im Zeitraum von 1990/91 bis 2003/04 in allen Tagesheimformen die Zahl der Kinder pro Betreuungsperson mit Befähigungsnachweis gesunken. Dasselbe gilt auch für die Zahl der Kinder pro Gruppe – mit Ausnahme der altersgemischten Einrichtungen, wo es bezüglich Gruppengröße im Vergleichszeitraum einen leichten Anstieg gab. Generell kann die Entwicklung dieser beiden Kennzahlen insgesamt als eine Steigerung der Qualität der österreichischen Tagesheime gewertet werden.

Im Kindergartenalter am besten betreut

Das Ausmaß der Inanspruchnahme außerfamilialer Kinderbetreuung insgesamt, d. h. inklusive alternativer Betreuungsformen, variiert ebenfalls nach regionalen Gegebenheiten und nach dem Alter der Kinder. Die bei weitem höchste Betreuungsquote weisen dabei die Kinder im klassischen Kindergartenalter (3- bis 5-Jährige) auf, von denen rund sechs Siebentel betreut werden; am seltensten wird für die 10- bis 14-Jährigen Betreuung in Anspruch genommen.

Einen zusätzlichen Bedarf an Betreuungsplätzen gab es in Österreich im Jahr 2002 für rund 48.000 Kinder unter 15 Jahren; für weitere 42.000 Kinder war der in Anspruch genommene Betreuungsplatz in irgendeiner Form nicht ausreichend, beispielsweise wegen der Öffnungszeiten. Vergleicht man nun den Bedarf an zusätzlichen Betreuungs-
möglichkeiten für Kinder unter 15 Jahren aus dem Jahr 1995 mit dem Jahr 2002, so zeigt sich, dass der zusätzliche Bedarf im Vergleichszeitraum gesunken ist. Benötigten 1995 noch 9,9 % der Kinder unter 15 Jahren eine zusätzliche Betreuungsmöglichkeit, so waren es im Jahr 2002 nur noch 6,7 %. Aufgeschlüsselt nach Altersgruppen ist dieses Sinken auf die Kinder im schulpflichtigen Alter zurückzuführen. Bei der vorschulischen Betreuung für Kinder unter 6 Jahren ist der Bedarf im Gegenzug gestiegen.

Quelle: „Mehr Betreuung für Kinder“, aus dem Newsletter beziehungsweise 03/05, herausgegeben vom Informationsdienst des ÖIF

Literatur: Sonja Dörfler, Außerfamiliale Kinderbetreuung
in Österreich – Status Quo und Bedarf. ÖIF-Working Paper Nr. 43. Wien 2004.

Kontakt:
Mag. Sonja Dörfler, ÖIF
Tel: +43-1-5351454-20
E-Mail: sonja.doerfler@oif.ac.at

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