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Studie des ÖIF: Kinder, Küche, Kirche?

Mit der steigenden Frauenerwerbsbeteiligung, den gleichzeitig zurückgehenden Geburten sowie der sinkenden Beteiligung am religiösen Leben scheint der Spruch „Kinder, Küche, Kirche“ für Frauen immer mehr jeglicher Grundlage zu entbehren. Eine vom ÖIF erstellte Studie, die den Zusammenhang zwischen Religion und Erwerbsbeteiligung von Frauen in Österreich, West- und Ostdeutschland, Italien, Großbritannien und den USA untersucht, zeigt aber, dass zwischen religiös aktiven Personen Unterschiede in Einstellungen zur Frauenerwerbstätigkeit und tatsächlicher Erwerbsbeteiligung von Frauen bestehen.

Die Ergebnisse der Studie sind mehrschichtig: Einerseits ist in den 1990er Jahren eine steigende Akzeptanz der Frauenerwerbsbeteiligung zu verzeichnen. Im Ländervergleich zeigt sich, dass Österreicher und Westdeutsche besonders im Vergleich zu Briten und US-Amerikanern deutlich weniger die Erwerbsbeteiligung von Frauen bejahen. Andererseits gehen konfessionelle Bindung und Teilnahme an religiösen Aktivitäten mit traditionellen Einstellungen einher.

Analysiert wurde weiters, ob und inwiefern sich die Religiosität von Ehemännern auf eine Vollzeitbeschäftigung ihrer Gattinnen auswirkt. Bei Ehepartnern unterschiedlicher Konfession besteht ein höheres Konfliktpotential im Vergleich zu gleichreligiösen Partnern. Es zeigt sich auch, dass sich das Ausmaß der Teilnahme an religiösen Aktivitäten durch Ehemänner nicht auf die Wahrscheinlichkeit auswirkt, dass Ehefrauen vollzeitbeschäftigt sind.

Jedoch geht aus der Studie hervor, dass die Einstellungen der Männer zu Geschlechtsrollenbildern einen negativen Effekt auf den Vollzeiterwerb der Ehefrauen ausüben. Hier kann allerdings vermutet werden, dass Männer mit konservativ-traditionellen Einstellungen zur Frauenerwerbstätigkeit nur dann Partnerinnen finden und eine stabile Partnerschaft führen, wenn auch diese ähnliche Einstellungen haben.

Weitere Information zu dieser Studie erhalten Sie bei Dr. Guido Heineck, ÖIF, unter 01/5351454-23 oder per Mail an guido.heineck@oif.ac.at. Ergebnisse der Studie finden Sie auch in dem Working Paper „Religion, attitudes towards working mothers and wives‘ full-time employment“, Nr. 39, Wien 2004.

Quelle: Newsletter „Beziehungsweise“, Nr. 24/04, herausgegeben vom ÖIF

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