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Autismus – Was ist das?

von Mag.a Elvira Muchitsch

Elternbildung
Elternbildung
Elternbildung

Eltern beobachten die Entwicklung ihres Kindes immer genau. So bereitet einigen Eltern die Entwicklung ihres Kindes schon früh Sorgen: ihr Kind ist unruhig, schläft wenig, schreit viel und lässt sich kaum durch Herumtragen und Kuscheln beruhigen. Es lässt sich nur schwer oder gar nicht stillen. Oft scheint es so, dass die großen puppenhaften Augen durch sie als Eltern hindurchschauen, es ist nicht einfach mit ihren eigenen Kindern in Kontakt zu kommen und zu verstehen, was sie brauchen. Jede Pflege ist anstrengend; Körper eincremen, Haare und Körper waschen, meistens schreit das Kind dabei viel und intensiv.

Andere Eltern bemerken in der Entwicklung ihres Kindes zunächst nichts Ungewöhnliches. Die Babys sind genügsam, sehr ruhig, fordern wenig und sind mit sich selbst zufrieden. Um das zweite Lebensjahr fällt den Eltern aber die mangelnde Initiative und die mangelnden Reaktionen auf sie als Eltern auf.

Manche Kinder beginnen zu brabbeln und zu lautieren, aber die Sprache kommt nicht. Einzelne Wörter wiederholen sich immer wieder. Für andere Kinder zeigen sie wenig Interesse, es hat oft den Anschein, als ob sie Menschen nicht wahrnehmen würden. Dafür zeigen sie intensives Interesse an mechanischen Dingen. Details werden schnell entdeckt und stundenlang betrachtet; Lichter, Jalousien, Rollos verschiedene Muster drehende und bewegende Gegenstände werden betrachtet und als Spielzeuge verwendet. Die Kontaktaufnahme wird immer weniger, es wirkt, als ob die Kinder in ihrer eigenen Welt zu Hause wären.

Spätestens da berichten Eltern den Kinderärzten ihre Sorgen, oftmals werden sie beruhigt mit den Worten, dass jedes Kind sein eigenes Entwicklungstempo habe.

Die Schwierigkeiten, die das Kind in der Auseinandersetzung mit der Umwelt hat, nehmen zu, das Kind beharrt immer mehr auf seinen Ritualen, es muss immer der gleiche Weg sein, der gleiche Ablauf, das gleiche Ritual. Die Verzweiflung des Kindes ist zu spüren, dass nicht immer alles gleich ist, dass Veränderungen eintreten, dass Menschen sie ansprechen, berühren und mit ihnen in Kontakt treten, oder Kinder mit ihnen spielen wollen.

Viele Eltern sind den missbilligenden Blicken anderer Eltern ausgesetzt, ihre Erziehungskompetenz wird in Frage gestellt. Eltern bleiben mit ihren Schuldgefühlen und der Überforderung in der Erziehung ihres Kindes allein.

Warum verhält sich mein Kind so anders als andere Kinder, diese Frage stellen sich jetzt die Eltern immer öfter.

Bis zur Diagnose Autismus ist es oft ein weiter Weg.

Heute spricht man von Autismus Spektrum Störung, so unterschiedlich neurotypische Menschen sind, so unterschiedlich ist die Autismus Symptomatik ausgeprägt. Die sprachlichen, die kognitiven Fähigkeiten variieren und die autistische Symptomatik in ihrem Schweregrad auch. In der autistischen Symptomatik zeigen sich vor allem qualitative Einschränkungen in der Kommunikation, in der Interaktion und ein Bestehen auf Rituale. Stereotypien wie flattern, wedeln, Dreh- und Pendelbewegungen können auch beobachtet werden.

Die Häufigkeit der Autismus Spektrum Störung liegt zwischen 0,9% und 1% in der Bevölkerung.

Bei welchen Auffälligkeiten sollten Eltern denken, dass ihr Kind autistisch sein könnte?Elternbildung

  • Schaut ihr Kind ihnen ins Gesicht und erwidert es den Augenkontakt? Lächelt ihr Kind auf ihr Lächeln zurück?
  • Ahmt ihr Kind nach?
  • Will ihr Kind mit ihnen Freude, Spielzeuge und Interessen teilen?
  • Reagiert ihr Kind auf ihre Stimme und hört es auf seinen Namen?
  • Lässt sich ihr Kind trösten?
  • Streckt ihr Kind ihnen die Arme entgegen, damit sie es hochheben?
  • Freut sich ihr Kind, wenn sie sich freuen?
  • Hat ihr Kind Interesse an anderen Menschen?
  • Zeigt ihr Kind auf Gegenstände?
  • Hat ihr Kind Angst vor Veränderungen und beharrt es auf gleichbleibenden Ritualen?
  • Bevorzugt ihr Kind Objekte und hält es an diesen besonders fest?
  • Sind Fähigkeiten, die ihr Kind schon hatte, wieder verloren gegangen? Es gibt genaue diagnostische Verfahren, um eine Autismus Spektrum Störung zu verifizieren.

Es gibt Ambulatorien mit autismusspezifischen Schwerpunkt für Diagnostik und Therapie, Klinische und Gesundheitspsycholog*innen die autismusspezifische Diagnostik anbieten, sowie die Autistenhilfe Wien und andere auf Autismus spezialisierte Beratungs -Diagnostik und Therapiezentren.

Das Kind mit Autismus ist mit den geeigneten autismusspezifischen Therapien gut zu therapieren, umso früher mit der Förderung des Kindes begonnen wird, umso besser ist die Prognose.

Die Früherkennung und Frühförderung spielen in der Entwicklung eine wesentliche Rolle.

Eltern sind für die Entwicklung ihres Kindes sehr wichtig, umso schneller Eltern ihr Kind mit Autismus begreifen und begleiten lernen, umso schneller lernen alle mit dem Kind mit Autismus in der Familie zu leben.


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