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Der neue Alltag mit zweitem Kind – praktische Tipps und Tricks für eine bessere Organisation

von Vera Rosenauer

„Beim zweiten Kind ist ja alles einfacher, das läuft so mit!“
Haben Sie das auch schon mal gehört? Ich persönlich halte das für einen Mythos – und ich merke auch in Workshops, dass die neue Organisation des Alltags vor allem den Müttern oft viele Sorgen macht.
Ich habe hier Tipps und Ideen für klassische Situationen zusammengefasst, natürlich hängt aber auch viel vom Altersabstand der beiden Geschwister sowie vom Temperament und Schlafbedarf des neuen Erdenbürgers ab.

Stillen

Wie werde ich in Ruhe stillen können, wenn das Große grad spielen will oder unbedingt aufs Klo muss?
Ganz ehrlich, die entspannten Stunden zu zweit beim Stillen für Mama und Baby sind beim zweiten Kind weit weniger oft möglich als beim Erstgeborenen. Vielleicht geht das Große ja schon zur Tagesmutter oder in den Kindergarten, dann können Sie in dieser Zeit die Stillmahlzeiten in Ruhe zelebrieren.
Ist das Große zu Hause (und sonst keine weitere Betreuungsperson!) wird’s schon schwieriger mit der Ruhe.
Probieren Sie dann eine Stillmahlzeit als Vorlesezeit zu etablieren! Mit den kleinen Pixie-Büchern geht sich das gut aus – im einen Arm liegt das Baby, im anderen das große Kind und so ein Mini-Büchlein belastet nicht allzu sehr. Sehr gut funktioniert auch die Variante mit Hörspielen.
Auch bewährt: Mama füttert Baby – großes Kind füttert Mama. Wir Menschen füttern gerne andere Lebewesen (Zoos haben ihr Leid damit!). Bereiten Sie vor der Stillmahlzeit kleingeschnittenes Obst zu und dann darf während der Stillmahlzeit das Kind die Mama füttern. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Tragen

Ein Tragetuch (alternativ eine gute Tragehilfe) ist aus meiner Sicht eine unendlich wertvolle praktische Hilfe, vor allem beim zweiten Kind!
Oft ist ja das schlechte Gewissen ein allgegenwärtiger Begleiter von Müttern, ständig hat man das Gefühl, nicht allen Bedürfnissen gerecht werden zu können. Mit Tragetuch bekommt das Baby die Körperwärme und den Kontakt, den es braucht, während Sie die Hände frei haben, um sich um den Haushalt zu kümmern oder mit dem großen Kind Memory zu spielen.
Wenn Sie beim Binden unsicher sind, ist eine Trageberatung eine Investition, die sich wirklich lohnt. Sie werden sehen, wie Ihr Alltag umgehend entlastet wird.

Bade- und Wickelzeit

Viele Kinder sehen gerne zu beim Wickeln des kleinen Geschwisterls und helfen auch mit, in dem sie Windeln oder Feuchttücher reichen. Manche benutzen diese Zeit, in der die Mama am Wickeltisch steht, aber auch mal dafür „kreativen“ Unsinn zu veranstalten, um sich die Aufmerksamkeit zu sichern.
In meiner Praxis habe ich von Mehl auf dem Küchenboden verteilen gehört oder Orangensaft in die Sockenschublade gießen. In diesem Fall empfiehlt sich das Wickeln des Babys am Boden, wo es jederzeit gefahrlos für kurze Zeit liegen gelassen werden kann.
Das Baden führen Sie am besten gemeinsam durch, das ergibt meist eine lustige Plantscherei für beide Kinder und während das Jüngere dann abgetrocknet wird, darf das Große noch weiter im Wasser spielen – schließlich hat man als Großer ja auch so seine Vorteile 😉

Einschlafrituale

Wenn es beim großen Kind schon ein Einschlafritual gab, dann versuchen Sie das möglichst genauso weiter zu führen. Das gilt übrigens für alle Lebensbereiche des Großen, wo möglich geht alles so weiter wie vorher!
Was insofern schwierig ist, da Babys ja anfangs noch völlig ohne Struktur schlafen oder eben munter sind. Und so kann das Einschlafritual an einem Tag gut ablaufen, während es am nächsten völlig unmöglich ist, weil das Baby vielleicht gerade eine Schreistunde hat.
Hier ist dann der Papa gefragt, der überhaupt in der ersten Zeit zu einer sehr wichtigen Person vor allem für das große Kind sein wird. Er muss jetzt einspringen, wenn die Mama mit dem Baby beschäftigt ist. Da bilden Papa und großes Kind eine Zeitlang eine Schicksalsgemeinschaft.
Das große Kind schlief schon im eigenen Zimmer und will nun auch wieder ins Elternbett?
Lassen Sie es ein paar Nächte zu – entgegen der landläufigen Meinung, „Was man dem Kind einmal erlaubt, fordert es immer wieder“, vergeht ein Bedürfnis recht schnell, wenn es gestillt wird. Das Kind weiß jetzt, es könnte kommen, wenn es wollte und sieht meist recht schnell ein, dass es sich alleine bequemer schläft.

Was hilft in der ersten Zeit mit zwei Kindern: Hilfe holen und annehmen

Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen!
So lautet ein afrikanisches Sprichwort und das hat auch bei uns Gültigkeit. Haben Sie nicht den Anspruch an sich, alles alleine schaffen zu müssen. Holen Sie sich Hilfe und nehmen Sie Hilfe auch an, wenn sie angeboten wird!
Ein guter Anfang ist, um eine andere Art von „Babygeschenken“ zu bitten. Sie brauchen jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit keine weiteren Strampler in Mini-Größen oder die vierte Spieluhr – so hübsch sie auch sein mag. Besucher können auch folgendes mitbringen:

  • Eine vorgekochte Mahlzeit (gerne auch zum Einfrieren)
  • Einen Kuchen (damit Sie den Besuch nicht auch noch zum Versorgen haben!)
  • Zeit, um mit dem großen Kind Memory zu spielen oder mit dem Baby eine Spazierrunde zu drehen
  • Einen Gutschein für ein paar Stunden Hilfe im Haushalt
  • Windeln, eine Kiste Getränke – also Dinge, die Sie ohnehin brauchen würden, das Geschenk ist die Hilfe beim Besorgen!

Solch praktische Geschenke vermindern auch die Gefahr von Eifersucht untern den Geschwistern – welcher Dreijährige ist schon auf Gemüsesuppe neidisch?

Beikost

Nach ein paar Monaten wird das Thema Beikost aktuell werden, bleiben Sie auch hier ganz pragmatisch: Es muss nicht zwingend der extra gekochte Babybrei sein, oft lässt sich vom Familienessen vor dem Würzen etwas abzweigen, das für das Baby geeignet ist. Gemüse oder Erdäpfeln zum Beispiel. Auch fertig gekaufte Gläschen können eine praktische Alternative sein.

Wichtig: Geben Sie sich Zeit!

Stellen Sie sich ein Mobile vor, bei dem ein weiterer Aufhänger dazukommt – anfangs wird es wie wild wackeln, dann beruhigt es sich langsam.
Genauso ist es im Familienleben. Die erste Zeit mit dem zweiten Kind kann ein ziemliches Durcheinander geben, es wird einige Monate bis zu einem Jahr dauern, bis alle ihren Platz gefunden haben und sich eine neue Tagesordnung und Struktur eingespielt hat!
Mehr zum Thema im Online-Kurs „Wenn das zweite Kind kommt“
http://www.abenteuer-erziehung.at/online-kurse


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