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„Erziehungsgenies im Pelzmantel“

von Elisabeth Lederer

Schnuppelnäschen, Flauschifell, Hängeohren und Tapsipfötchen – das bringt nicht nur Kinderherzen zum Schmelzen. Versteckt in diesen putzigen Kostümen finden wir allerdings auch wahre Erziehungsgenies. Kinder profitieren auf vielfältige Weise vom Zusammensein mit Tieren, so Psychologen und Studien.

Multiprofessionelle Pädagogen auf Samtpfoten

Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit, Mitgefühl und Seelentrösten – das und mehr steht bei den Professoren Tatz & Co am Unterrichtsplan.
Tiere lieben vorbehaltlos. Es ist ihnen egal, wie man aussieht, wie klug man ist, oder welche Spielsachen man hat, Hauptsache man ist gut zu ihnen, dann gehen sie mit einem durch dick und dünn. Das spüren Kinder und das tut ihrem Selbstbewusstsein gut. Besonders kontaktscheue Kinder blühen im Zusammensein mit Tieren sichtlich auf.
Mit viel Feingefühl und einem untrügerischem sechsten Sinn gehen vierbeinige Spielgefährten ans Werk, wenn es darum geht, verletzte Kinderseelen zu trösten. Vor Tatz & Co sind Tränen nicht peinlich und was man ihnen anvertraut wird auch bestimmt nicht weitererzählt. Zudem wirkt sich die körperliche Nähe, Wärme und ruhige Ausstrahlung von Tieren positiv auf das Wohlbefinden der kleinen Erdenbewohner aus. Eine Umfrage des Magazins „Eltern for family“ bei 1835 Kindern ergab, dass Haustiere – nach Eltern und Freunden – auf Platz 3 der Seelentröster stehen. Kinder berufstätiger Eltern fühlen sich nicht alleine, wenn sie nach der Schule von ihren tierischen Freunden statt einer leeren Wohnung empfangen werden.
Tiere zeigen aber auch deutlich, wenn ihnen etwas nicht passt, sie sich nicht wohlfühlen, und das ist auch gut so. So lernen Kinder die Fähigkeit der Nonverbalen Kommunikation. Da ihre vierbeinigen oder gefiederten Freunde nicht sprechen können, lernen Kinder schnell deren Verhalten richtig zu interpretieren. Studien belegen, dass Kinder, Mimik und Gestik ihrer Mitmenschen leichter deuten können, wenn sie mit Tieren aufwachsen. Eine Fähigkeit, die auch im Jugendwahnsinn und später im Erwachsenenalter von hohem Nutzen ist.
Für Kinder mit Bewegungsmangel und/ oder Übergewicht sind Hunde die optimalen Motivationstrainer.

Was Tiere wollen

Bevor ein Tier einzieht ist einiges zu bedenken. Denn egal ob Zwergkaninchen, Wellensittich oder Hundetier, sie tragen nicht nur viel zum Familienglück bei, sie haben auch Bedürfnisse. Werden die nicht ernst genommen kann der Traum vom eigenen Haustier schnell zum Albtraum mutieren.
Generell brauchen Tiere eine Eingewöhnungsphase, besonders solche, die noch keine Erfahrung mit Kindern haben. Tiere empfinden Schmerzen und Stress ebenso wie wir, darauf sollte beim Einzug ins neue Heim und ganz generell Rücksicht genommen werden. Auch wenn die Tierchen noch so süß sind, sie brauchen auch mal Ruhe vom Kinderlärm und müssen sich zurückziehen können. Das sollten verantwortungsbewusste Eltern ihren Kindern erklärend nahebringen. Auch sind Tiere welcher Gattung auch immer keine Puppen, sie haben einen eigenen Willen, der respektiert werden sollte. Lässt man das außer Acht kann es schon mal zu Stressreaktionen, wie angemachten Teppichen oder Selbstverteidigung via Krallen & Zähnen kommen. Manche Tierarten, besonders kleine Nager, vertragen Stress gar nicht gut und können im schlimmsten Fall sogar sterben.
Über die artgerechte Haltung des jeweiligen Lieblings erkundigt man sich am besten beim Tierarzt des Vertrauens, anderen Tierbesitzern und Fachliteratur.

Familienmanagement mit tierischen Mitbewohnern

Erst ab einem Altern von 12 Jahren können Kinder, nach einer Einschulung, selbständig die Verantwortung für ein Tier übernehmen. Vorher müssen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die Versorgung übernehmen. Damit das nicht zur Zerreißprobe wird, ist es gut, sich vor der Anschaffung eines Tieres Gedanken über dessen Bedürfnisse zu machen.
Jedes Tier, welches auch immer, braucht auf jeden Fall einen Lebensraum, artgerechte Beschäftigung, Futter, und natürlich eine Möglichkeit das Futter nach Verdauung wieder loszuwerden. Scheint eigentlich ganz einfach, oder?
Geklärt und mit allen Familienmitgliedern besprochen gehören also die Aufgaben, die das Tier mit sich bringt, sowie die Aufgabenverteilung. Speziell bei Hunden ist auch die Erziehung Thema. Denn selbst wenn der eigene Hund noch so friedlich ist, wird man mit einem WauWau an der Leine automatisch Anziehungspunkt für andere WauWaus, die ihn auch kennenlernen wollen. Und manchmal können sich die dann gar nicht leiden.
Eltern und Kinder sind also gut beraten nicht nur ihres Hundes wegen in eine Hundeschule zu gehen, sondern auch um selbst den Umgang mit fremden Hunden zu lernen. So können unschöne Unfälle vermieden werden.
Auch die Urlaubsplanung ist so eine Sache. „Wie funktioniert Urlaub mit Hund?“ oder „Wer sind geeignete Tiersitter?“, sind Fragen, die man nicht kurz vor dem Check In stellen sollte.
Kurzum – ein Tier als Familienmitglied ist ein absoluter Gewinn für alle Beteiligten – Wenn man vorher weiß, worauf man sich einlässt!


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