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Förderung in Eltern-Kind-Gruppen

von Maria Hofstadler

Nicht die Leistung, sondern der Spaß am Tun steht im Vordergrund

„Der Montag ist der schönste Tag in der Woche. Da gehe ich mit meiner Mama in die Spielgruppe. Dort treffe ich meinen Freund Markus und mit dem kann ich super spielen“ Florian, 3 Jahre.
Eltern-Kind-Gruppen ermöglichen eine ganz besondere Art der Förderung für Eltern und Kinder.

Nicht die Leistung sondern der Spaß und die Freude am Tun, Experimentieren und Entdecken stehen im Vordergrund

Die Auswirkungen der schnelllebigen und leistungsorientierten Zeit, positive wie negative, reichen bis in unsere Familien hinein. Das Wohlergehen und Glück der Kinder sind für uns Eltern ein wichtiges Anliegen, Ziel und Mittelpunkt zugleich. Das bewahrt uns jedoch nicht immer davor, in den Sog von Leistungsdruck, Unsicherheit, Überforderung oder Zukunftsangst zu geraten.

Kein Leistungsdruck in Eltern-Kind-Gruppen

Die Gestaltung einer Spielgruppe ist auf das Tempo und Alter der Kinder abgestimmt. Immerwiederkehrende Rituale geben den Kindern Orientierung und Sicherheit. Die Abwechslung von bekannten und neuen Liedern, Reimen, gemeinsamen Spielen, individuellen Entdeckungen und Experimentieren sind zentrale Elemente in der Spielgruppe. So lernen Kinder spielerisch, lustvoll und ohne Zwang die Welt zu be-greifen.
Eltern-Kind-Gruppen (Spielgruppen) haben keinen Trainingscharakter und folgen nicht den Frühförderprogrammen nach amerikanischem oder auch französischem Vorbild. Der Kontakt zu den Kindern und die persönlichen Beziehungen stehen im Vordergrund. „Gefördert“ wird allenfalls indem, mit viel Achtsamkeit und ohne Zeit- und Ergebnisdruck, der natürliche Forscherdrang und die grundgelegte Entdeckerlust der Kinder angeregt werden.
Sie als Eltern werden, durch den Kontakt und den Austausch mit anderen Müttern und Vätern, Stärkung und Sicherheit in ihrer Erziehungsarbeit erfahren. Die vielfältigen Anregungen für die Gestaltung des Alltages mit Kleinkindern können Ihre natürliche Elternkompetenz erweitern. Ausgebildete Spielgruppenleiter/innen begleiten Sie dabei.
„Lernen ist Erfahrung. Alles Andere ist einfach nur Information“ Albert Einstein

Die Bedeutung des Spiels für die Entwicklung

Spielen ist mehr als kindlicher Zeitvertreib. Das Spiel ist für Kinder und auch für Erwachsene die natürliche Art, sich mit der Umwelt auseinander zu setzen und dabei umfassend zu lernen. Es ist Lernen und Forschen im ursprünglichen Sinn durch Nachahmung, Improvisation, Versuch und Irrtum. Keine neue Erkenntnis, aber jetzt auch durch Entwicklungspsychologen und Neurobiologie wissenschaftlich belegbar ist, dass ein Mensch nie wieder im späteren Leben so neugierig und so offen für die Welt ist, als während der Phase seiner frühen Kindheit. Kinder sind, getrieben von der unendlichen Neugier den Dingen auf den Grund zu gehen, mit großer Kreativität und Ausdauer ausgestattet.
Automatisch werden spielerisch, mit Spaß und Freude alle Bereiche gefördert, die für die Entwicklung der Persönlichkeitsentfaltung der Kinder wichtig sind:

  • Motorischer Bereich: Durch das ständig In – Bewegung – sein und die fein – und grobmotorische Betätigung im Spiel werden Koordinationsfähigkeit, Geschicklichkeit, Kraft und Kondition gefördert. Das Kind kann seinen natürlichen Bewegungsdrang ausleben und seine Kräfte messen.
  • Kognitiver Bereich: Im Spiel erhält das Kind ständig neue Informationen über seine Umwelt, die es speichert und zu Wissen ansammelt. Es entfaltet Phantasie und Kreativität, Flexibilität und Spontanität. Zudem lernt das Kind sich auf einen Gegenstand zu konzentrieren und diesem Aufmerksamkeit zu schenken.
  • Motivationaler Bereich: Im Spiel entfaltet das Kind von sich aus die Bereitschaft, aktiv zu sein und etwas zu leisten. Im Spiel wird die eigentliche Lern – und Leistungsmotivation, die für das spätere Leben von Bedeutung ist, aufgebaut.
  • Sozialer Bereich: Im Spiel nimmt das Kind Kontakt zu den Mitspielern auf und macht so Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen. Es lernt, sich an Regeln zu halten, Niederlagen einzustecken, sich durchzusetzen oder sich in andere hineinzuversetzen.
  • Psychischer Bereich: Das Spiel ermöglicht dem Kind, seine Konflikte auszuspielen und zu verarbeiten sowie Spannungen und Aggressionen abzubauen. In diesem Sinn hat das Spiel heilende Kraft. Zudem werden durch die Erfolgserlebnisse im Spiel das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein des Kindes gestärkt.
  • Emotionaler Bereich: Im Spiel erlebt das Kind die unterschiedlichsten Gefühle wie Freude, Zuneigung, Mitgefühl, Neid oder Leid und lernt, mit diesen Gefühlen umzugehen. Schon Babys verarbeiten im Spiel die Eindrücke und Erlebnisse des Tages.
  • Sprachlicher Bereich: Im Spiel spricht das Kind, ob laut vor sich hin oder mit anderen. Es benennt die Dinge und drückt seine Gedanken, Gefühle und Wünsche aus.

Förderung der Lebenskompetenzen in Eltern-Kind-Gruppen

Zu den Lebenskompetenzen werden Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen, Umgang mit Gefühlen, kritisches Denken, Fähigkeit zur Problemlösung, Selbstbehauptung, Selbstwahrnehmung, Widerstand gegenüber Gruppendruck, Umgang mit Stress und Angst und Frustrationstoleranz gezählt. Studien belegen, dass die Förderung dieser Kompetenzen eine wirksame präventive Maßnahme für ein erfülltes Leben und gegen Suchtmissbrauch ist.

Förderung der Persönlichkeit und des Selbstwertes

Für die Entwicklung ihres Selbstwertes brauchen Kinder das nötige Vertrauen in die Welt, das heißt, sich so wie sie sind willkommen und angenommen zu fühlen.
Die Spielgruppe ist für Kleinkinder eine große Entwicklungschance. Die Begleitung einer engen Bezugsperson (Mutter oder Vater) geben ihnen Sicherheit und Halt. In einer sicheren Atmosphäre können sie sich erproben und dem eigenen Tempo entsprechend entwickeln. Es gibt Freiräume zum Experimentieren, Lernen und Üben ohne Leistungserwartung und Druck. Mit Unterstützung der Eltern und der Spielgruppenleiter/in lernen sie behutsam, sich selbst abzugrenzen und Grenzen der Mitspieler zu akzeptieren.
Eltern-Kind-Gruppen ermöglichen für Kinder und Eltern das Einüben bzw. Ausbauen der sozialen Kompetenzen in wohlwollender Atmosphäre. Dazu zählt die Fähigkeit mit sich selbst gut umzugehen, mit anderen gut umzugehen und die Fähigkeit sich einer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen und den eigenen Platz zu finden.
„Nur dort, wo Kinder frei und unbekümmert spielen können, haben sie Gelegenheit, die in ihnen angelegten Potenziale zu entfalten. Aus sich selbst heraus und mit der damit einhergehenden Begeisterung übe sich selbst.“ Gerald Hüther
In Eltern-Kind-Gruppen kann der erforderliche Rahmen dazu geschaffen werden.


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