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Freifahrt und Fahrtenbeihilfe für Schüler/innen und Lehrlinge

von Rudolf Vytiska

Das im Schuljahr 2012/13 als Pilotprojekt im Verkehrsverbund Ost-Region („VOR-NEU“) erfolgreich erprobte „TOP-Jugendticket“, das zu beliebig vielen Fahrten mit allen Verbundlinien in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland für ein ganzes Schuljahr inklusive Ferien berechtigte, wird seit dem Schuljahr 2013/14 in ähnlicher Form auch in allen übrigen Bundesländern angeboten.

Schülerfreifahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Schüler/innen mit Familienbeihilfenbezug haben nun einen einfacheren Zugang zur bisherigen Freifahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen der Wohnung und der öffentlichen bzw. mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Schule im Bundesgebiet bzw. im grenznahen Ausland.

Der Freifahrausweis kann jetzt direkt beim örtlichen Verkehrsverbund oder seinen Ausgabestellen gegen Leistung des pauschalen Selbstbehaltes von 19,60 Euro erworben werden.

Sofern für die verbundinterne Abwicklung der Freifahrten Anträge erforderlich sind, werden diese den Schulen vom jeweiligen Verkehrsverbund zur Verfügung gestellt bzw. auch direkt ausgegeben (keine Anträge im VOR-NEU nötig).

Statt des bisherigen Freifahrausweises kann auch ein für den jeweiligen Verbundbereich gültiges „TOP-Jugendticket“ (oder ähnliche Bezeichnung) erworben werden, wenn die Wohnung oder die Schule in diesem Verbundbereich liegt. Dafür ist eine geringe Aufzahlung auf den vom Verkehrsverbund festgelegten Preis dieses Tickets erforderlich (insgesamt liegen diese Ticketpreise zwischen 60 Euro und 104 Euro). Nähere Auskünfte dazu gibt es im Internet auf der Webseite des jeweiligen Verkehrsverbundes.

Schülerfreifahrt im Gelegenheitsverkehr

Gemeinden und Schulerhalter können die Einrichtung eines Gelegenheitsverkehrs beantragen, besonders dann, wenn für die Schulkinder für einen Schulweg von zwei Kilometern oder mehr pro Richtung ein öffentliches Verkehrsmittel überhaupt nicht zur Verfügung steht oder ein solches zwar zur Verfügung steht, aber bei dessen Benutzung den Schulkindern ständig längere unzumutbare Wartezeiten entstehen würden. Auf eine überdurchschnittliche Gefährdung von Schulkindern im Volksschulalter wird besonders Rücksicht genommen.

Es besteht auch die Möglichkeit, eine zusätzliche Fahrt zum Ende der Nachmittagsbetreuung an den Schulen einzurichten und über das Familienministerium zu finanzieren.

Als Eigenanteil pro Schüler/in und Schuljahr ist ein Pauschalbetrag von 19,60 Euro an das Verkehrsunternehmen für diese Freifahrten im Gelegenheitsverkehr zu leisten.

Schulfahrtbeihilfe

Wenn keine Schülerfreifahrt in Anspruch genommen werden kann, weil kein geeignetes Linienverkehrsmittel und auch keine Beförderung im Gelegenheitsverkehr zur Verfügung steht, kann man eine Schulfahrtbeihilfe bekommen. Voraussetzung ist auch hier der Familienbeihilfenanspruch für das Kind; außerdem muss der Schulweg in einer Richtung mindestens 2 km lang sein (für behinderte Kinder ist keine Mindestwegstrecke vorgesehen).

Eine Schulfahrtbeihilfe kann auch beantragt werden, wenn im Lehrplan der Schule ein Praktikum verpflichtend vorgesehen ist und die Schüler/innen für einen bestimmten Zeitraum täglich zu diesem Praktikumsort fahren müssen.

Die Schulfahrtbeihilfe beträgt je nach Länge des Schulweges und der Anzahl der Schulbesuchstage zwischen 4,40 Euro und 39,40 Euro pro Monat.

Sofern öffentliche Verkehrsmittel verfügbar sind, wird der Preis des Netztickets des jeweiligen Verkehrsverbundes (z.B. „Top-Jugendticket“) der Berechnung der Schulfahrtbeihilfe zugrunde gelegt.

Die Schulfahrtbeihilfe muss jeweils am Ende des Schuljahres mit dem Formular Beih 85 beim Finanzamt beantragt werden; man erhält das Formular bei den Finanzämtern oder im Internet unter www.bmf.gv.at.

Heimfahrtbeihilfe für Schüler/innen

Wenn Schüler/innen eine Schule an einem anderen Ort als ihrem Wohnort besuchen und dazu die Woche über am Schulort oder in der Nähe davon in einer Zweitunterkunft, z.B. einem Internat, untergebracht sind, dann kann für die Fahrten zwischen dem Wohnort und der Zweitunterkunft eine Heimfahrtbeihilfe gewährt werden.

Die Höhe dieser Fahrtenbeihilfe beträgt je nach Entfernung zwischen dem Hauptwohnort und der Zweitunterkunft zwischen 19 Euro und 58 Euro pro Monat.

Sofern öffentliche Verkehrsmittel verfügbar sind, wird der Preis des Netztickets des jeweiligen Verkehrsverbundes (z.B. „Top-Jugendticket“) der Berechnung der Heimfahrtbeihilfe zugrunde gelegt.

Die Heimfahrtbeihilfe muss jeweils am Ende des Schuljahres mit dem Formular Beih 85 beim Finanzamt beantragt werden; man erhält das Formular bei den Finanzämtern oder im Internet unter www.bmf.gv.at .

Lehrlingsfreifahrt

Mit der bereits bei der Schülerfreifahrt erwähnten Neuregelung ergibt sich auch für Lehrlinge mit Familienbeihilfenbezug ein einfacherer Zugang zur bisherigen Freifahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen der Wohnung und der betrieblichen Ausbildungsstätte im Bundesgebiet bzw. im grenznahen Ausland. Der Freifahrausweis kann jetzt direkt beim örtlichen Verkehrsverbund oder seinen Ausgabestellen gegen Leistung des pauschalen Selbstbehaltes von 19,60 Euro erworben werden.

Sofern für die verbundinterne Abwicklung der Freifahrten Anträge erforderlich sind, werden diese den Ausbildungsbetrieben vom jeweiligen Verkehrsverbund zur Verfügung gestellt bzw. auch direkt ausgegeben (keine Anträge im VOR-NEU nötig).

Statt des bisherigen Freifahrausweises kann von den Lehrlingen auch ein für den jeweiligen Verbundbereich gültiges „TOP-Jugendticket“ (oder ähnliche Bezeich-nung) erworben werden, wenn ihre Wohnung oder die betriebliche Ausbildungs-stätte in diesem Verbundbereich liegt. Dafür ist eine geringe Aufzahlung auf den vom Verkehrsverbund festgelegten Preis dieses Tickets erforderlich (insgesamt liegen diese Ticketpreise zwischen 60 Euro und 104 Euro). Nähere Auskünfte dazu gibt es im Internet auf der Webseite des jeweiligen Verkehrsverbundes.

Fahrtenbeihilfe für Lehrlinge

Wenn keine Lehrlingsfreifahrt in Anspruch genommen werden kann, weil z.B. keine geeigneten öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, kann eine Fahrtenbeihilfe beantragt werden.

Der Weg zur Ausbildungsstatte muss in einer Richtung mindestens 2 km betragen und er muss in jeder Richtung mindestens dreimal pro Woche zurückgelegt werden.

Für Behinderte gilt die Mindestentfernung nicht, wenn der behinderte Lehrling zur Bewältigung der Wegstrecke auf ein Verkehrsmittel angewiesen ist.

Die Fahrtenbeihilfe für Lehrlinge beträgt 5,10 Euro pro Monat bei einem Weg bis zu 10 km bzw. innerhalb eines Ortsgebietes und 7,30 Euro pro Monat bei einem Arbeitsweg von mehr als 10 km.

Sofern öffentliche Verkehrsmittel verfügbar sind, wird der Preis des Netztickets des jeweiligen Verkehrsverbundes (z.B. „Top-Jugendticket“) der Berechnung der Fahrtenbeihilfe zugrunde gelegt.

Die Antragstellung mit dem Formular Beih 94 erfolgt beim Wohnsitzfinanzamt am Ende des jeweiligen Kalenderjahres. Man erhält das Formular Beih 94 bei den Finanzämtern oder im Internet unter www.bmf.gv.at.

Heimfahrtbeihilfe für Lehrlinge

Wenn Lehrlinge ihre Lehre an einem anderen Ort als ihrem Wohnort absolvieren und dazu die Woche über in einer Zweitunterkunft am Ort der betrieblichen Ausbildungsstätte oder in der Nähe davon, z.B. einem Internat, untergebracht sind, dann kann für die Fahrten zwischen dem Wohnort und der Zweitunterkunft eine Heimfahrtbeihilfe gewährt werden.

Die Höhe dieser Fahrtenbeihilfe beträgt je nach Entfernung zwischen dem Hauptwohnort und der Zweitunterkunft zwischen 19 Euro und 58 Euro pro Monat.

Sofern öffentliche Verkehrsmittel verfügbar sind, wird der Preis des Netztickets des jeweiligen Verkehrsverbundes (z.B. „Top-Jugendticket“) der Berechnung der Heimfahrtbeihilfe zugrunde gelegt.

Die Heimfahrtbeihilfe muss jeweils am Ende des Kalenderjahres mit dem Formular Beih 94 beim Finanzamt beantragt werden; man erhält dieses Formular bei den Finanzämtern oder im Internet unter www.bmf.gv.at.

Neu ab Februar 2014: Freifahrt oder TOP-Jugendticket für Teilnehmer/innen am freiwilligen Sozialjahr bzw. freiwilligen Umweltschutzjahr 

Mit Wirksamkeit Februar 2014 können die Teilnehmer/innen am freiwilligen Sozialjahr bzw. am freiwilligen Umweltschutzjahr die vom Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen finanzierten Freifahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln samt privater Aufzahlungsmöglichkeit zum jeweiligen Verbund-Netzticket erwerben.

Grundvoraussetzungen sind der Anspruch auf Familienbeihilfe und eine gültige Ausbildungsvereinbarung mit einem Trägerverein, aus der die vereinbarte Dauer dieser Maßnahme ersichtlich ist.

Von den Teilnehmer(inne)n kann nunmehr entweder

  • die Freifahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen der Wohnung und der Einsatzstelle der Freiwilligenorganisation direkt beim örtlichen Verkehrsverbund oder seinen Ausgabenstellen gegen Leistung des pauschalen Selbstbehaltes in der Höhe von 19,60 Euro erworben werden oder
  • ein für den jeweiligen Verbundbereich gültiges „TOP-Jugendticket“ (oder ähnliche Bezeichnung) gegen eine geringe Aufzahlung (derzeit zwischen 60 Euro und 104 Euro), wenn die Wohnung der Teilnehmer/innen oder die Einsatzstelle der Freiwilligenorganisation in diesem Verbundbereich liegt.

Neu ab 01. September 2016: Freifahrt für Lehrlinge oder TOP-Jugendticket für Polizeischüler/innen

Mit Wirksamkeit 01. September 2016 können Polizeischüler/innen die vom Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen finanzierten Freifahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln samt privater Aufzahlungsmöglichkeit zum jeweiligen Verbund-Netzticket erwerben.

Die Polizeigrundausbildung ist nach einem Erkenntnis des Bundesfinanzgerichtes als „anerkanntes Lehrverhältnis“ anzusehen.

Grundvoraussetzungen sind der Anspruch auf Familienbeihilfe und ein Sondervertrag für die exekutivdienstliche Ausbildung, aus welchem der zeitliche Beginn sowie das Ende der Ausbildung hervorgehen.

 Von den Polizeischülern/innen kann nunmehr entweder

  • die Freifahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen der Wohnung und der Ausbildungsstelle direkt beim örtlichen Verkehrsverbund oder seinen Ausgabenstellen gegen Leistung des pauschalen Selbstbehaltes in der Höhe von 19,60 Euro erworben werden oder
  • ein für den jeweiligen Verbundbereich gültiges „TOP-Jugendticket“ (oder ähnliche Bezeichnung) gegen eine geringe Aufzahlung (derzeit zwischen 60 Euro und 104 Euro), wenn die Wohnung der Polizeischüler/innen oder die Ausbildungsstelle in diesem Verbundbereich liegt.

 


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