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Kinder stark machen – was dem Selbstwert gut tut

von Vera Rosenauer

Viele Eltern haben Angst davor, dass Ihr Kind später einmal in der Schule oder in der Freundesgruppe von Mobbing betroffen ist. Menschen mit gesundem Selbstwert können besser mit Kritik und auch böse gemeinten Angriffen umgehen – was können schon Eltern von Babies und Kleinkindern dazu beitragen, dass Ihre Kindern einen positiven Selbstwert entwickeln?

Selbstbild – Selbstwert – Selbstvertrauen

Wovon reden wir hier eigentlich?

Wir Menschen neigen dazu jedem Bild sofort einen Wert zuzuschreiben, das passiert ganz automatisch und fällt uns meist gar nicht auf. Das ist auch notwendig, um Situationen einzuschätzen und richtig und angemessen zu reagieren.
Genauso haben wir natürlich auch ein Bild von uns selbst – das ist die Summe aller Fakten und Überzeugungen, die wir von uns selbst haben („Ich bin weiblich, 1,65 cm groß und schüchtern.“) Und natürlich bewerten wir auch dieses Bild („Ich bin zum Glück weiblich, leider aber nur 1,65 cm groß und mag meine Schüchternheit nicht.“). Je besser unsere eigene Bewertung ausfällt umso höher ist in Folge unsere Selbstachtung und das Vertrauen in uns selbst, das Leben bewältigen zu können.
Die Basis für das Selbstbild wird in der frühen Kindheit gelegt, das Selbstwertgefühl entwickelt und verändert sich unser ganzes Leben lang. Doch auch fürs Selbstwertgefühl können Eltern in der Kindheit viel dazu beitragen, dass „der Topf fürs Leben“ schon ordentlich gefüllt wird.

Wie entsteht nun das Selbstbild?

Kein Baby kommt auf die Welt und denkt sich: „Aha, also ich bin ein menschliches Neugeborenes, weiblich und 54cm groß!“ Wie kommt ein Kind also zu seinem Bild von sich selbst?
Zuallererst – und das ab dem ersten Lebenstag – erfährt und spürt es, wie sich andere Menschen ihm gegenüber verhalten. Wird es sicher im Arm gehalten oder eher zittrig? Kommt jemand und kümmert sich, wenn dieses seltsame Gefühl Hunger sich in ihm breit macht und es weinen lässt? Hier geht es auch um Urvertrauen und um die Erfahrung einer „Existenzberechtigung jenseits einer Leistung“.
Bald wird unser Baby größer und bekommt mit, wie andere über es reden. Auch aus diesen Gesprächen erfährt es sehr viel über sich selbst. Unterschätzen Sie nicht, wie früh und was Kinder alles verstehen! Vorsicht ist geboten, wenn Sie FreundInnen über „Heldentaten“ ihres Kindes berichten und die Kinder scheinbar konzentriert daneben spielen. Das Kind hört mit und erfährt, dass es „schlimm“, „frech“ oder „unmöglich“ ist. Auch wenn es momentan vielleicht noch nicht einmal die Bedeutung des Wortes kennt – bald wird es das Wort kennen und schlimm, frech oder unmöglich in sein Selbstbild integrieren.  Achten Sie deshalb auf Ihre Sprache – denn: Die Sprache schafft die Realität!
Je größer und beweglicher unser Baby nun wird, kann es bald auch selbst manches einschätzen, was es bereits bewirken und schaffen kann. Welch Erfolgserlebnis sich zum ersten Mal vom Rücken auf den Bauch zu drehen oder zu einem verlockenden Gegenstand zu robben! Eine wichtige Aufgabe kommt den Eltern damit zu, eine Umgebung zur Verfügung zu stellen, in der solche Erfolgserlebnisse, das Erleben der eigenen Kompetenz möglich sind.

Was hat eine Steckdosensicherung mit dem Selbstwert zu tun?

Mehr als Sie vielleicht denken! In einem kindersicher eingerichteten Wohnzimmer können Sie weitgehend ruhig auf der Couch sitzen und Ihrem Kind bei seinen Erkundungen zusehen, ohne Angst, dass Ihr Kind sich verletzen könnte oder dass etwas irreparabel zerstört wird. Das ermöglicht dem Kind Erfolgserlebnisse und schont Ihre Nerven!
Deshalb – sobald das Kind zu krabbeln beginnt: Begeben Sie sich selbst auf die Knie und entfernen oder sichern alles, was gefährlich, giftig oder Ihnen wertvoll ist.

Was Eltern noch tun können?

Auch eine gesunde Portion Realismus ist hilfreich – seine eigenen Stärken, aber auch die Schwächen zu kennen und zu integrieren, ist leichter gesagt als getan! Überprüfen Sie einmal, welches Bild Sie selbst von ihrem Kind haben, was Sie als gut und weniger gut bewerten und wie Sie das dem Kind vermitteln. Ist ein Fehler – verkehrt angezogene Schuhe, eine schlechte Note  – immer gleich eine Katastrophe oder einfach ein Feedback, dass man es wohl noch einmal anders probieren sollte?
Meist sind es nicht die großen, einmaligen Erlebnisse, die unseren Selbstwert formen, sondern die vielen kleinen Bemerkungen und Erfahrungen –  ich versuche das Ganze in folgender Formel zusammen zu fassen:

∑ JA’s >∑ NEIN‘s

Wenn Sie in Summe öfter „Ja“ zu Ihrem Kind sagen als „Nein“, dann sind Sie auf einem guten Weg!


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