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Konflikte rund um Weihnachten – muss das sein?

von Heidi Effenberger

Der Heilige Abend, das perfekte Familienfest! Der 25. Dezember, die Verwandtschaft kommt. Alle zergehen in Harmonie. So stellen wir uns das vor und oft gelingen die Feste auch so. Aber nicht selten, brechen schwelende Konflikte hervor und es kommt anders, als wir es geplant haben.

Der 24. Dezember, kommt nicht unvorbereitet, er ist schon vorher mit Vorbereitung, Planungen, Geheimnissen und natürlich auch mit der Adventzeit ein Fixpunkt auf den hingearbeitet wird. Mit Kindern in der Familie, wird es je nach Alter anstrengend alles geheim zu halten, aber je älter die Kinder werden, auch schöner, weil vieles gemeinsam erledigt werden kann.

Wenn eine neue Partnerschaft gegründet wird, und dann Kinder im Haus sind, sollte zwischen den PartnerInnen geklärt werden, wie Weihnachten gefeiert werden soll, denn jede(r), kommt aus einer anderen Herkunftsfamilie, und es werden unterschiedliche Rituale mitgenommen. Hier sollte vorher, vielleicht schon lange vor Weihnachten, besprochen werden, welche Rituale übernommen werden wollen, und was z.B. auch aus räumlichen Gründen gar nicht geht. Hier heißt es neue Kompromisse zu finden.

Bei uns z.B. war nicht möglich, den Christbaum zu separieren, also in einen eigenen Raum zu geben, ohne die Kinder außer Haus zu geben. Also haben bei uns die Engerln den Christbaum in der Nacht von 23. Auf den 24.12. geschmückt. Er war da, ohne Geschenke und für die Kinder war das ganz normal. Bis mein 3 jähriger mal sagte: „Sag, doch den Engerln, sie sollen was überlassen zum Schmücken“ Dann blieb der Holzschmuck über, und im nächsten Jahr wollte er überhaupt alles selber machen. Und seitdem gibt es bei uns am 24. Das Ritual, dass alle vier im Pyjama, bei moderner Weihnachtsmusik den Baum schmücken. Jedes Ding wird, jedes Jahr erfreut ausgepackt, wiedererkannt und auf den Baum gehängt. Ob es meine Söhne bei Ihren Familien auch mal so machen……. ?

Wie so alles im Jahreskreis, soll auch Weihnachten geplant werden, was wollen wir essen? Welche Adventkalender soll es geben? Auf welche Weihnachtsmärkte wollen wir gehen? Wen sehen wir wann und wie? Am 25. Kommt, die eine Familie, am 26. Gehen wir zu den anderen, oder ganz anders?

Heuer war ich auch schon ein bissel beleidigt, weil meine Schwägerin angekündigt hat, am 25. Mit meinem Bruder beim Skifahren zu sein. Wird es nicht geschätzt, was ich da jedes Jahr auftische? Ich bin doch die, die die ganze Familie zusammenhält? Wer weiß, wie lange noch alle da sind? Mit solchen Fragen war ich beschäftigt und doch, vielleicht ist es Zeit, andere Systeme des Treffens auszuprobieren. Muss es Weihnachten sein? Es hält sich sowieso keiner daran, den anderen nichts zu schenken. Dürfen hier auch mal Traditionen überdacht werden?

Bei Patchwork Familien, gibt es oft Streit, wer die Kinder am 24. Dezember hat! Das macht es für die Kinder oft nicht leichter. Hier sollten frühzeitig, Bedürfnisse und Erwartungen abgefragt werden um gebrochene Herzen und Schuldgefühle, vor allem bei den Kindern zu vermeiden. Hier gilt, der 24. Dezember kann auch am 25. Oder 26. Dezember stattfinden, sogar am 23. Oder noch besser, vielleicht schafft es die Familie an einem Tag gemeinsam zu sein. Bei einem Begräbnis trifft man sich ja auch….

Vermeiden Sie Stress und zu viel Alkohol um ein streitloses Weihnachten zu verbringen. Familienmitglieder, die sich nicht leiden können, laden Sie möglichst zu unterschiedlichen Tagen ein. Vermeiden Sie auch Grundsatzdiskussionen z.B. unterschiedliche politische Standpunkte und Rechtfertigungsfragen z.B. Wann heiratet ihr? Wann kommt ein Baby? Usw. . Sollten es dennoch Streit geben, versuchen Sie zu deeskalieren und die streitenden Parteien zu separieren. Wenn in Ihrem Haus gestritten wird, weisen Sie höflich aber bestimmt darauf hin, dass Sie das jetzt äußerst unpassend finden. Versöhnung findet zu Weihnachten auch wieder schneller statt als sonst. Gäste dürfen auch mal Auszeiten nehmen und einen Spaziergang machen.

Wenn Kinder streiten, nehmen Sie das nicht persönlich. Auch für sie ist Weihnachten stressig und von gegenseitigen Erwartungshaltungen erfüllt. Vermeiden Sie unbequeme Kleidung bei Kindern, und vor allem wenn Sie bei sich daheim sind: Dieselben Regeln wie immer, kein gekünsteltes Benehmen ist angebracht. Wenn Sie am Heiligen Abend noch in die Mette gehen wollen, überlegen Sie , ob es nicht sinnvoller ist, eine Kindermette am Nachmittag zu besuchen, damit die Kinder nicht aus dem Spielen herausgerissen werden müssen. Weihnachten sollte so gemütlich wie möglich gestaltet werden, dann werden sich alle gerne an diese Tage erinnern.


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