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Muttermilch und Muttermilchersatz – Die erste Nahrung für Ihr Kind

von Narine Barkhordarian, Bakk.

Elternbildung
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Muttermilch – die natürliche Ernährung für Ihr Baby Elternbildung

Stillen bietet für Mutter und Kind viele Vorteile. Es wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Mutter und Kind aus und es fördert die Entwicklung einer guten Mutter-Kind-Beziehung.

Muttermilch ist zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar und hat immer die richtige Temperatur. Auch enthält sie alle Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung. Die Zusammensetzung passt sich während der Stillmahlzeit an. Am Anfang ist nur wenig Fett in der Muttermilch, und damit wenig Energie. So löscht sie erstmal den Durst Ihres Kindes. Zum Ende der Mahlzeit enthält sie mehr Fett, und damit mehr Energie, um Ihr Baby zu sättigen.

Ihr Baby zeigt Ihnen genau wann es hungrig ist. Es wird dann zum Beispiel unruhiger, dreht den Kopf hin und her, sucht die Brust, schmatzt und steckt die Hand in den Mund. Legen Sie Ihr Baby an, sobald es die ersten Hungeranzeichen signalisiert. Weinen ist ein spätes Zeichen für Hunger. Die Anzahl der täglichen Stillmahlzeiten und die Dauer einer Mahlzeit richten sich nach dem individuellen Bedarf Ihres Babys. Ihre Milchmenge passt sich automatisch dem Bedarf an.

Im ersten halben Jahr ist Muttermilch die einzige Nahrung, die Ihr Baby für sein Wachstum und seine Entwicklung braucht: Stillen Sie mindestens bis zum Beginn des 5. Monats ausschließlich und geben Sie keine anderen Flüssigkeiten wie Tee, Säfte, Kuhmilch etc.

Stillen Sie auch weiter wenn Ihr Baby mit Beikost beginnt. Beginnen Sie mit der Beikost, je nach individueller Entwicklung des Kindes, um den 6. Monat (nicht vor dem Alter von 17 Wochen und nicht später als mit 26 Wochen). Nach und nach werden die Breie die Stillmahlzeiten ablösen. Wie lange Sie insgesamt Stillen, entscheiden Sie und Ihr Baby selbst.

Klappt es nicht so, wie Sie es sich vorgestellt haben? Haben Sie Fragen oder sind Sie unsicher? Bei Fragen und Stillproblemen können Hebammen oder Still- und Laktationsberater:innen Unterstützung leisten und stehen mit Rat und Tat zu Seite:

  • Österreichisches Hebammengremium (ÖHG): hebammen.at
  • Verband der Still- und Laktationsberater:innen Österreichs IBCLC: stillen.at

Weitere allgemeine Informationen zum Thema Stillen finden Sie in der „Broschüre Stillen – ein guter Beginn“ (https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:c56a03c0-ec97-4e48-9f3c-18cfbc5c0b56/210111_Stillen%20-%20ein%20guter%20Beginn_pdfUA.pdf).

Säuglingsanfangsnahrung – die beste Alternative für Ihr BabyElternbildung

Wird nicht oder nur teilweise gestillt, ist der passende Ersatz für Muttermilch Säuglingsanfangsnahrung. Deren Zusammensetzung ist gesetzlich streng geregelt. Sie können Ihrem Kind Säuglingsanfangsnahrung ab Geburt geben. Diese heißt im Handel Pre oder 1, zum Beispiel Pre Anfangsmilch oder Anfangsmilch 1. Marke und Preis haben keinen Einfluss auf die Qualität der Nahrung.

Schauen Sie auf die Verpackung! Wählen Sie bevorzugt eine Nahrung mit diesen Eigenschaften aus:

  • Zutaten: NUR Laktose (Milchzucker) als einziges Kohlenhydrat, so wie in der Muttermilch.
  • Gehalt an Eiweiß: zwischen 1,08 g/100 ml und 1,75 g/100 ml (das gilt nicht für Nahrungen aus Soja, Spezialnahrungen und HA-Nahrungen). Zu viel Eiweiß fördert späteres Übergewicht.
  • Enthält die mehrfach ungesättigten Fettsäuren DHA (Docosahexaensäure) + ARA (Arachidonsäure). Sie kommen auch in der Muttermilch vor und sind zum Beispiel wichtig für die Entwicklung des Gehirns.

Sind diese Eigenschaften erfüllt, ist Ihr Kind von Geburt an bis zum ersten Brei mit dieser Säuglingsanfangsnahrung ideal versorgt. In dieser Zeit braucht Ihr Kind keine andere Nahrung.

Bieten Sie Ihrem Kind die Nahrung nach Bedarf an. Füttern Sie es, wie beim Stillen, wenn es Zeichen von Hunger zeigt. Die Zubereitung von Säuglingsanfangsnahrung erfolgt immer frisch und genauso wie auf der Verpackung beschrieben. Die auf der Verpackung angegebenen Trinkmengen und die Anzahl der Flaschenmahlzeiten pro Tag sind ungefähre Richtwerte. Wenn nach der Mahlzeit etwas von der zubereiteten Nahrung übrigbleibt, diese Reste nicht aufheben, sondern entsorgen.

Auch nach Einführung der Beikost sind Ersatzprodukte für Muttermilch eine wichtige Nahrungsquelle für Ihr Kind. Sie können Ihrem Kind dieselbe Säuglingsanfangsnahrung füttern wie davor. Der Wechsel auf Folgenahrung ist nicht notwendig.

Wenn Sie dennoch umsteigen möchten, können Sie frühestens ab Beginn des 7. Monats auf Folgenahrung wechseln. Diese heißt im Handel 2 oder 3, zum Beispiel Folgemilch 2.

Wählen Sie Folgenahrung mit diesen Eigenschaften aus:

  • Zutaten: NUR Laktose (Milchzucker) als einziges Kohlenhydrat
  • Gehalt an Eiweiß: zwischen 0,96 g/100 ml und 1,54 g/100 ml (das gilt nicht für Nahrungen aus Soja, Spezialnahrungen und HA-Nahrungen).

Im Idealfall sind auch DHA (Docosahexaensäure) und ARA (Arachidonsäure) in der Folgenahrung enthalten.

Wie oft Sie Ihrem Kind an einem Tag Folgenahrung füttern, hängt von seinem Appetit ab. Mit der Zeit trinkt Ihr Kind von selbst immer weniger von der Säuglingsanfangsnahrung oder Folgenahrung und isst immer mehr von der Beikost.

Für Säuglinge mit erhöhtem Allergierisiko, die nicht oder nicht voll gestillt werden, wird in den ersten 4 Lebensmonaten eine hydrolysierte Säuglingsanfangsnahrung (HA-Nahrung) empfohlen. Das gilt für Säuglinge, deren Eltern oder Geschwister von einer Allergie betroffen sind. Nicht gestillte Kinder ohne familiäre Allergievorbelastung sollen mit normaler Säuglingsanfangsnahrung gefüttert werden. Sprechen Sie am besten mit Ihrer Kinderärztin/Ihrem Kinderarzt, bevor Sie eine HA-Nahrung geben.

Von der Verwendung von selbst hergestellten Nahrungen auf Pflanzenbasis oder Tiermilchbasis wird dringend abgeraten. Diese können die besonderen Ernährungsbedürfnisse Ihres Kindes nicht erfüllen.

Co-Autorin:
Mag. Michaela Adamowitsch, MHProm
Michaela Adamowitsch ist Ernährungswissenschafterin und „Gesundheitsfördererin“ und arbeitet seit 2018 für das Zentrum Ernährung und Prävention der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES). Sie ist vor allem für das nationale Gesundheitsförderungsprogramm „Richtig essen von Anfang an“! tätig, mit den Arbeitsschwerpunkten „Schwangerschaft“, „gesundheitliche Chancengerechtigkeit“ und „Schulverpflegung“.

www.richtigessenvonanfangan.at
Das Programm „Richtig essen von Anfang an!“ bietet kostenlose Workshops, Broschüren, Plakate sowie Infoblätter mit praktischen Tipps und Hilfestellungen zum Thema Ernährung für Schwangere und Stillende, Babys im Beikostalter, Kleinkinder und 4- bis 10-jährige Kinder an.


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