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Reise / Fahrtvorbereitungen

von Mag. Marion Seidenberger

Dinge die man einige Tage vor Reisebeginn machen sollte:

  • eine  „Pack-Liste“ zusammenstellen, über Dinge die mitzunehmen sind (dabei sieht man gleich ob Unnötiges oder Sperriges dabei ist). Wichtigste Dinge markieren (Reisepass, Ticket, Medikamente, …).
  • Autosicherheits-Check durchgeführt?
  • Kindersitzcheck: Montage/Befestigung kontrollieren, passt noch die Größe des Sitzes zur Größe und zum Gewicht des Kindes? Bei Unsicherheit zum nächsten ÖAMTC-Stützpunkt zur Kontrolle.

Einen Tag vor Reisestart:

  • Auto packen – in Ruhe, sich Zeit zum Einschlichten nehmen (Vorteil wenn Garage vorhanden ist)
  • Sonnenschutz für Kinder (Rollo/Saugnapf-Sonnenschutz)
  • Kinderunterhaltung bedenken: Bordentertainment montieren (DVD Player + Kopfhörer) – Rollos als Sonnenschutz wichtig, sonst sieht man nichts
  • Eigenen Biorhythmus bedenken – nicht zu Zeiten die Fahrt starten zu denen man sonst auch nicht fahren würde; Leistungsbereitschaft leidet darunter
  • Alle Mitreisenden sollten über die Dauer der Reise informiert sein (Achtung: kindergerechte Antwort „so lange wie zur Omi und wieder zurück“) – im besten Fall spricht man mit Kindern auch über etwaige Staus und was man dann tun könnte/sollte – Lesen, Spielen, Schlafen,..
  • Kinder haben anderes Zeitgefühl – ihnen wird rasch langweilig. Gute Atmosphäre ist wichtig im Auto!!!! Stimmung soll gut sein – keinen Ärger. Heikle Gesprächsthemen die in Streit münden könnten bitte nicht im Auto diskutieren.
  • Eltern sorgen für Kleinkinder vor – (Essen, Spiele, Decke,..) größere Kinder sollten „Entertainmenttasche“ selbst packen.
  • Essen – Getränke besorgen – Pausenplanung machen (Empfehlung: mit (Klein)Kindern alle 2h eine Bewegungspause einlegen)
  • Im Idealfall – kleine Überraschungen für Kinder mitnehmen und erst nach einiger Fahrzeit übergeben (machen manche Fluglinien auch so)

Während der Fahrt:

  • Kinder immer gesichert und nur in größen- u. gewichtsangepassten Kinderrückhaltessystemen im Auto mitnehmen (gilt auch für die Fahrt mit Großeltern,  Verwandten, Freunden, etc.)
  • Für gute Stimmung an Board sorgen regelmäßiges Kontaktknüpfen nach „hinten“ zu den Kindern, ihnen Snacks und Getränke geben;  wenn gewünscht Kinderspiele anbieten (Ratespiele), Kinder erzählen lassen, ihnen Geschichten vorlesen oder sie beschäftigen sich alleine, möchten Ruhe oder schlafen. Achtung beim Lesen, manchen Kindern wird nach einiger Zeit übel.
  • Belohnungssystem für „brave-ruhige“ Kinder auf der Fahrt: Gutpunkte auf der Anreise sammeln – Eintausch am Ankunftsort oder bei Raststätten: Pro streitfreier ruhiger ½ Stunde gibt es einen Gutpunkt, diese können bei Pausen oder bei der Ankunft gegen Eis, Süßigkeiten, kleines Spielzeug, Pickerl/Hefte,  Kinobesuch, eingetauscht werden. Wichtig: bei Fahrtantritt einen „Fahrvertrag“ abschließen und die Regeln erklären. Dieses System geht gut mit Kindern ab ca. 5 Jahren.
  • Kinder wollen sich bewegen – ist natürlich, dass ihnen das lange ruhige enge Sitzen nach einiger Zeit unangenehm ist – PAUSEN machen !!! (Bewegungspausen nicht nur Sitzen und Essen! – Ja, ist anstrengend bringt aber allen etwas – vor allem für die gute Stimmung und trägt zur Verkehrssicherheit bei)
  • Wenn möglich, Fahrzeiten an (Klein)Kinderschlafrhythmus anpassen, nimmt für alle etwas den Stress und sorgt für „ruhigeres Fahrklima“
  • Stausituation: ist für alle unangenehm – Stimmung nicht schlecht werden lassen, nicht zu motzen beginnen. Kinder mit Spielen, Geschichten, Essen beschäftigen oder ablenken; ihnen altersgerecht erklären, dass man diese Situation abwarten muss und derzeit nichts anderes tun kann. Eltern sind Vorbild und tragen maßgeblich zum leichteren Ertragen dieser Situation bei. So schwer es fällt, trotzdem nicht verzagen und ärgerlich werden. Achtung beim Verlassen des Fahrzeuges, ob Motorradfahrer sich vorbeischlängeln oder Einsatzfahrzeuge vorbeifahren. Empfehlung: im Auto bleiben.
  • Fahrstil – familiengerecht angepasst.  Ruckartige Fahrmanöver vermeiden, gleichmäßiges Fahren bevorzugen; Abstand halten.
  • Raumklima: starke Zugluft durch Klima oder offene Fenster unbedingt vermeiden. Klimaanlage auf gewohnte Zimmertemperatur einstellen.
  • Keine Zeitpunkttermine: um Hetze zu vermeiden keine Zeitpunkte für die Ankunft ausmachen, eher in Zeitbereichen planen; dies nimmt leichter den Stress.
  • Kindersitze bei Pausen abdecken – wenn der Wagen in der Sonne steht, bitte die Sitze mit einer Decke vor zur großem Aufheizen schützen. Kinder, die einmal in aufgeheiztem Kindersitz platziert wurden haben große Abscheu wieder in solch heißem Sitz rein zu müssen – meist großes Geschrei und Abwehr.

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