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Steuerliche Absetzbeträge für Familien

von Dr. Andreas Kresbach

Im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. der Einkommensteuererklärung können Eltern verschiedene finanzielle Leistungen geltend machen (der Kinderabsetzbetrag wird gemeinsam mit der Familienbeihilfe vom Finanzamt ausbezahlt).

Alleinverdienerabsetzbetrag

Für Alleinverdiener, das sind Steuerpflichtige mit mindestens einem Kind, die mehr als sechs Monate im Kalenderjahr mit einem/einer (Ehe-)Partner/in in einer Ehe bzw. eheähnlichen Gemeinschaft leben, wobei einer der beiden den Kinderabsetzbetrag (gemeinsam mit der Familienbeihilfe) bezieht, steht der steuerliche Alleinverdienerabsetzbetrag zu.

Der Absetzbetrag macht mit einem Kind 494 Euro jährlich, mit zwei Kindern 669 Euro jährlich aus und erhöht sich für das dritte und jedes weitere Kind um jeweils 220 Euro jährlich.

Das steuerpflichtige Einkommen des (Ehe-)Partners/der (Ehe-)Partnerin darf 6.000 Euro im Kalenderjahr nicht überschreiten, wobei das steuerfreie Wochengeld mit einzuberechnen ist.

Der Alleinverdienerabsetzbetrag kann beim Gehalt durch den Arbeitgeber berücksichtigt werden (Formular E30 vom Finanzamt) oder ist im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. der Einkommensteuererklärung für das abgelaufene Kalenderjahr beim Finanzamt geltend zu machen.

Alleinverdienende, deren berechnete Einkommensteuer im Kalenderjahr negativ ist, bekommen den Alleinverdienerabsetzbetrag auf Antrag mit dem Formular E5 vom Finanzamt bar ausbezahlt.

Alleinerzieherabsetzbetrag

Für Alleinerziehende, das sind Steuerpflichtige mit mindestens einem Kind, die mehr als sechs Monate im Kalenderjahr nicht in einer ehelichen oder eheähnlichen Gemeinschaft leben und den Kinderabsetzbetrag (gemeinsam mit der Familienbeihilfe) beziehen, steht der Alleinerzieherabsetzbetrag zu.

Der Absetzbetrag macht mit einem Kind 494 Euro jährlich, mit zwei Kindern 669 Euro jährlich aus und erhöht sich für das dritte und jedes weitere Kind um jeweils 220 Euro jährlich.

Der Alleinerzieherabsetzbetrag kann beim Gehalt durch den Arbeitgeber berücksichtigt werden (Formular E30 vom Finanzamt) oder ist im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. der Einkommensteuererklärung für das abgelaufene Kalenderjahr beim Finanzamt geltend zu machen.

Alleinerziehende (z. B. in Karenz), deren berechnete Einkommensteuer im Kalenderjahr negativ ist, bekommen den Alleinerzieherabsetzbetrag auf Antrag mit dem Formular E5 vom Finanzamt bar ausbezahlt.

Unterhaltsabsetzbetrag

Wer für ein nicht haushaltszugehöriges Kind nachweislich gesetzlichen Unterhalt (Alimente) leistet und dafür keine Familienbeihilfe bezieht, hat Anspruch auf einen Unterhaltsabsetzbetrag von monatlich

  • 29,20 Euro für das erste Kind,
  • 43,80 Euro für das zweite Kind,
  • 58,40 Euro für jedes weitere Kind.

Berücksichtigt werden Unterhaltsabsetzbeträge nur im Rahmen der Arbeit-nehmerveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung.

Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag in Höhe von 440 Euro jährlich pro Kind, den Eltern, die Lohn- bzw. Einkommensteuer zahlen, geltend machen können, verringert die steuerliche Bemessungsgrundlage.

Der Kinderfreibetrag kann von einem Elternteil oder von beiden Eltern in Anspruch genommen werden. Machen beide Elternteile den Freibetrag geltend, stehen jedem Elternteil 300 Euro jährlich, zu. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Kinderfreibetrages ist, dass für die betroffenen Kinder ein Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr besteht (der Kinderabsetzbetrag wird gemeinsam mit der Familienbeihilfe für das Kind vom Finanzamt überwiesen).

Geltend zu machen ist der Kinderfreibetrag über die Arbeitnehmerveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung (möglich bis zu 5 Jahre rückwirkend), dabei ist die Versicherungsnummer des Kindes/der Kinder anzugeben.

Steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Kinderbetreuungskosten (z.B. für Krippen, Tagesmütter/-väter, Kindermädchen, Kindergärten) sind bis zu einem Betrag von 2.300 Euro pro Jahr und Kind als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar.

Abzugsfähig sind die unmittelbaren Kosten für die Kinderbetreuung sowie Kosten für Verpflegung und das Bastelgeld.

Für die Ferienbetreuung (z.B. Ferienlager) können sämtliche Kosten (z.B. auch für Verpflegung und Unterkunft, Sportveranstaltungen, Fahrtkosten) berück-sichtigt werden, sofern die Betreuung durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgt.

Anspruch auf diesen Freibetrag haben Eltern, die Lohn- bzw. Einkommensteuer zahlen. Die Kinderbetreuungskosten können wahlweise von einem Elternteil oder aufgeteilt auf beide Elternteile – entsprechend der tatsächlichen Kostentragung – in Anspruch genommen werden.

Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten ist, dass für die betroffenen Kinder ein Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag (der gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausbezahlt wird) für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr besteht.

Voraussetzung ist außerdem, dass das Kind zu Beginn des Kalenderjahres das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat und die Kinderbetreuung in einer institutionellen Einrichtung erfolgt, die den landesgesetzlichen Vorschriften für Kinderbetreuungseinrichtungen entspricht, oder durch eine pädagogisch qualifizierte Person.

Für die Kinderbetreuung durch eine haushaltszugehörige Person können Kosten jedoch nicht steuerlich abgesetzt werden.

Kinderbetreuungseinrichtungen sind insbesondere:

  • Kinderkrippen (Kleinkindkrippen, Krabbelstuben)
  • Kindergärten (allgemeine Kindergärten, Integrations-, Sonder- und Übungskindergärten)
  • Betriebskindergärten
  • Horte (allgemeine Horte, Integrations-, Sonder- und Übungshorte)
  • altersgemischte Kinderbetreuungseinrichtungen (z.B. Tagesheimstätten, Kindergruppen, Kinderhäuser)
  • elternverwaltete Kindergruppen
  • Spielgruppen
  • Kinderbetreuung an Universitäten

Pädagogisch qualifizierte Personen sind Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und eine Ausbildung zur Kinderbetreuung und Kindererziehung in einem Mindestausmaß von 35 Stunden nachweisen können (Rechtslage seit 2017, eine Nachholung der fehlenden Ausbildung ist bis 31. 12. 2017 möglich). Die Ausbildung kann im Rahmen von Spezialkursen erworben werden oder im Rahmen anderer Ausbildungen, in denen diese Kenntnisse im vorgesehenen Ausmaß vermittelt werden.

Hat die Betreuungsperson eine gleichwertige Ausbildung im EU- oder EWR-Raum abgeschlossen, so wird diese als Nachweis anerkannt.

Eine den Erfordernissen entsprechende Ausbildung ist insbesondere in folgenden Fällen gegeben:

  • Ausbildung zum/zur Kindergartenpädagogen/Kindergartenpädagogin, Horterzieher/Horterzieherin, Früherzieher/Früherzieherin
  • Lehrgänge für Tageseltern nach den diesbezüglichen landesgesetzlichen Vorschriften
  • abgeschlossenes, pädagogisches Hochschulstudium an einer Universität, einer Pädagogischen Akademie oder einer vergleichbaren Einrichtung sowie ein pädagogisches Teilstudium (z.B. Wirtschaftspädagogik). Für Personen, die an einer dieser Einrichtungen in Ausbildung sind, die Ausbildung jedoch nicht oder noch nicht abgeschlossen haben, kann die Bildungseinrichtung (Schule oder Universität) – sofern die Ausbildungsinhalte im Rahmen dieser Ausbildung im vorgesehenen Ausmaß bereits vermittelt wurden – die Absolvierung bestätigen. Pädagogische Kurse im Rahmen anderer Studien werden nicht anerkannt.
  • Kurse für Babysitter und Au-pair-Kräfte

Sonderregelung für Au-Pair-Kräfte: erfolgt die Ausbildung innerhalb der ersten beiden Monate des Au-Pair-Einsatzes in Österreich, können die Kosten der Kinderbetreuung ab Beginn des Au-Pair-Aufenthalts berücksichtigt werden.

Bei den “ Linktipps“ rechts auf dieser Seite finden Sie Serviceinformationen zu Anbietern von Babysitter-Schulungen und Tageseltern-Ausbildungen. Die Liste enthält Kursanbieter für alle Bundesländer.

Werden Betreuungskosten durch einen Zuschuss des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin gedeckt, so sind nur die tatsächlich vom Steuerpflichtigen getragenen Kosten bis zum oben genannten Ausmaß absetzbar, die nicht durch diesen Zuschuss gedeckt sind.

Berücksichtigt werden die Aufwendungen für die Kinderbetreuung im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung, dabei ist die Versicherungsnummer des Kindes/der Kinder anzugeben.

Ihre Steuererklärung können Sie über FinanzOnline erledigen.

Informationen zum Steuerrecht finden Sie im Internet unter www.bmf.gv.at, Auskünfte zu steuerrechtlichen Fragen erteilen auch die Finanzämter.

 


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