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Tipps bei Erschöpfung

von Doris Berghofer, BEd

Elternbildung
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Elternbildung

Diese Tipps sind für alle Mütter wichtig, weil es sehr schwierig ist, in der heutigen Zeit ein Kind bedürfnisorientiert großzuziehen. In der gesamten Menschheitsgeschichte gab es niemals solch eine Zeit, in der die Mutter alleine für ihr Kind zuständig war (erst in den letzten 150 Jahren verglichen mit 200 000 Jahren!). Sie hatte immer eine Gruppe im Hintergrund zur Hilfe und Unterstützung! Bitte achte deshalb penibel auf ausreichend Schlaf, gutes (gesundes) Essen, Unterhaltung, Frohsinn, Schlaf, Hilfe und Ruhepausen.

Folgende Tipps können Dich dabei unterstützen. Bitte nimm nur das für Dich heraus, was Dir passend erscheint:

  • Vernetze Dich mit gleichgesinnten Müttern und Familien. Emotionale Stärkung macht das Leben leichter!
  • Lebe die „Seefahrermentalität“: Fahre generell auf 80% Leistung, nicht mehr. Tue nur das Nötigste. Im Falle eines Sturmes (zum Bsp. krankes Baby) ist es dann einfacher, auf 100% Leistung hochzufahren.
  • Organisiere und strukturiere Deinen Alltag so, dass Du regelmäßig Pausen hast – nimm Dein gesamtes soziales Netzwerk dafür in Anspruch und plane Deine Woche mit fixen Auszeiten (zum Bsp: jeden Dienstag vormittag kommt die Oma für 2 Stunden, abends, wenn Papa kommt, hast Du mal eine halbe Stunde nur für Dich, Donnerstag nachmittag Babysitterin für eine Stunde, Wochenende Tante, etc.). Bezahlte Babysitter von Anfang an einzubinden, hilft später mit der Betreuung des Kindes.
  • Gehe von Deinem Anspruch im Haushalt herunter, jetzt ist nicht die Zeit, um einen perfekt sauberen Haushalt zu haben, die Zeit und Beziehung mit Deinem Kind ist wichtiger, ob Dein Haushalt sauber und aufgeräumt ist, interessiert Dein Kind gar nicht.
  • Übernimm Dich nicht mit Kochen, vielleicht kann Dein Partner für Dich mit/vorkochen oder Du kannst Dir Essen zustellen lassen oder von Besuch mitbringen lassen.
  • Genügend Schlaf: lege Dich mit Deinem Baby/Kind gemeinsam hin. Frühe Abende helfen Dir, besser mit dem Tag zurecht zu kommen. Nächtliches auf die Uhr sehen, macht Dich nur nervös und unentspannt, am besten, keine Uhr im Schlafzimmer! Wenn Du tagsüber nicht schlafen kannst, so nutze die Zeit ruhend und positiv für Dich.
  • Leidet die „Paarzeit“ unter der neuen Situation, versuche, Paarzeit fix einzuplanen, aber nicht unbedingt abends und organisiere Unterstützung dafür regelmäßig. Mit Babys unter einem Jahr lässt sich „Paarzeit“ auch gut neben einem schlafenden Kind gestalten.
  • Sei gut und liebevoll zu Dir selbst! Bedenke, dass Dein Körper ungefähr 2 Jahre lang braucht (WHO) bis er sich komplett von der Schwangerschaft erholt hat. Emotional tut sich aufgrund Schwangerschaft, Geburt und Stillen ganz viel bei Dir, vielleicht fühlst Du Dich „offen, sensibel, feinfühlig, leicht reizbar, etc.“. Das ist ganz normal. Sei gut zu Dir selbst, kuschle viel mit Deinem Baby und auch mit Deinem Partner, das wirkt sich positiv und stärkend auf Dein Wohlbefinden aus.
  • Setze Dich nur Kontakten aus, die Dir gut tun, v.a. in der Anfangszeit nach der Geburt des Babys. Menschen, die Dir Energie rauben oder Dir „gute Ratschläge“ erteilen wollen, halte Abstand!
  • Habe nachts alles in Reichweite sodass Du Dich so wenig wie möglich bewegen musst, aufstehen solltest Du nur im Notfall.
  • Schaffe Dir tägliche (wenn auch nur kleine) Erholungsinseln. Das bringt mehr als einmal wöchentlich länger.
  • Eine Tragehilfe kann helfen, damit Du mehr Bewegungsfreiheit hast und die Hände frei hast. Auch andere Personen können Dir so das Kind einfacher abnehmen und es beruhigen.
  • Dein Kind erlebt kein Trauma, wenn es vom Vater betreut wird – auch nicht, wenn es weint. Er ist eine Bindungsperson und soll Dich entlasten. Die Art und Weise, wie er es macht, unterscheidet sich wahrscheinlich von Deiner – das bedeutet nicht, dass es schlechter ist, es ist nur einfach anders.
  • Probleme in der Beziehung sind sehr häufig, wenn ein Kind geboren wird und sind große Energiefresser. Vielleicht schafft Ihr es, diese Probleme aufzuschieben, bis Du wieder emotional stärker bist oder Ihr einen guten Rahmen gefunden habt, um diese Probleme so anzusprechen, sodass Ihr positive Lösungen findet. (Familienberatungsstellen bieten gratis Beratungen an für Paare mit Kindern unter 6 Jahren.)
  • Auch für den Vater des Kindes ist das erste Kind eine große Herausforderung. Er wird damit konfrontiert, wie das Kind von Dir liebevoll betreut wird – das ruft in vielen Vätern (oft unbewusst) die Konfrontation mit ihrer eigenen Kindheit hervor. Beziehe ihn viel in die Kinderbetreuung mit ein, gestehe auch ihm eine „Eingewöhnung“ zu. Sprich viel und offen mit ihm, wie es Dir geht, das hilft auch ihm, die Situation besser zu verstehen.
  • Solltest Du ein Kind haben mit einem etwas „schwierigerem“ Temperamt, nimm es nicht persönlich, wenn das Kind viel weint oder sich schwer von Dir beruhigen lässt. Es hat nichts mit Dir und Deinen mütterlichen Fähigkeiten zu tun. Manche Babys (etwa ein Drittel bis ein Viertel) werden einfach so geboren.
  • Versuche nicht, das Verhalten Deines Kindes zu ändern, denn das kostet Dich zu viel Energie. Das Verhalten annehmen, so wie es ist, und damit Wege zu finden, kann eine große Erleichterung darstellen.
  • Richte Dein Leben nicht komplett nach Deinem Kind aus – „die besten Eltern sind zufriedene Eltern“ – mach, was Dir immer schon Freude gemacht hat und nimm Dein Kind dabei mit bzw. lass es daran teilhaben!

„Um ein Kind großzuziehen, benötigt man ein ganzes Dorf“
(afrikanisches Sprichwort)


KommentareElternbildung

ET

Hallo. Ich lese solche Artikel immer gerne und auch in der Hoffnung ein paar Tipps für mich zu finden. Leider sind sehr selten welche dabei, die passen. Wie erholt sich die Mutter, wenn sie noch einen Teenie im Haus hat? ... wenn sie nebenbei auch noch einen Job hat, damit das Leben gemeistert werden kann? ...wenn eben weder Tante/Oma/Familie/Freunde zur Seite stehen? ...wenn ein Babysitter nicht regelmäßig bezahlt werden kann? Manchmal habe ich das Gefühl in allen Artikeln sind die Mamas "nur" zu Hause, machen sich "nur" Sorgen um Haushalt und Wäsche und haben vier Omas, drei Tanten und 2 Babysitter an der Seite. Wie läuft das bei "normalen" Familien, in denen jeder seinen Betrag leisten "muss"? Müssen wir deswegen auf Kinder verzichten? Oder gibt es wirklich auch Tipps für uns? Würde mich freuen, wenn es anderen auch so geht und wirklich ein paar Mamas (Papas/Eltern/XX) diese Situation kennen. Alles Liebe


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