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Wenn Babys weinen…

von Christine Kügerl

Alle Babys weinen. In den ersten Lebenswochen ist das, neben der Körpersprache ihre einzige Möglichkeit Ihnen zu sagen, was sie brauchen. Ihr Baby will mit Ihnen „sprechen“ und Sie werden es von Tag zu Tag besser verstehen.
Bereits in den ersten Tagen nach der Geburt klingt das Weinen je nach Ursache unterschiedlich. Diese Unterschiede werden in den folgenden Wochen und Monaten immer deutlicher. Durch genaues Beobachten und Zuhören werden Mutter und Vater zu perfekten „Dolmetschern“. Sie beherrschen bald die Sprache ihres Babys.

Woran erkenne ich, warum mein Baby weint?

Ihr Baby kann nur mit seinem Gesichtsausdruck, seiner Stimme und seinen Bewegungen sagen, wie es ihm geht und was es braucht. Von Anfang an entwickelt es dabei seine ganz persönliche Art. Nehmen Sie sich also Zeit, Ihr Kind genau zu beobachten.
Vielleicht nuckelt es an einem Finger oder an der ganzen Faust, wenn es Hunger hat? Vielleicht schreit es immer, wenn es in sein Bettchen gelegt wird, weil es mehr Hautkontakt möchte? Vielleicht strampelt es besonders viel, wenn es müde oder überreizt ist?
Auch das Temperament Ihres Babys und sein Entwicklungsstand beeinflussen die Art und Häufigkeit des Weinens.
Natürlich passieren Unklarheiten und Missverständnisse, wie bei jeder Übersetzung. Das ist aber nicht weiter schlimm, wenn das Baby merkt, dass zumindest jemand da ist.

Wie kann ich mein Baby beruhigen?

In den ersten Lebenswochen ist es für das Baby sehr wichtig, dass Sie sofort auf sein Weinen reagieren.
Wenn Sie die Ursache des Weines erkennen, beseitigen Sie diese. Ist kein Grund zu finden, bleiben Sie einfach bei Ihrem Baby. Durch Ihre Zuwendung bekommt das Neugeborene jeden Tag mehr Vertrauen zu sich selbst und zu seiner Umwelt. Es lernt, sich immer besser auszudrücken, und so können Sie Ihr Kind dann wieder besser verstehen.
Man kann allerdings zu viel des Guten tun. Indem man versucht, das Weinen um jeden Preis und mit jedem erdenklichen Mittel abzustellen. Wenn Sie eine neue Beruhigungsmethode nach der anderen ausprobieren, können Sie Ihr Kind auch verwirren. Das führt wiederum zu verstärktem Weinen.  

Soll ich mein Baby weinen lassen?

Die Natur hat dafür gesorgt, dass Sie das Weinen eines Babys als Aufforderung verstehen. Sie werden sich daher bemühen, dem Baby zu helfen, damit es wieder ruhig wird. Wenn es nicht aufhört zu schreien, kann Sie das zur Verzweiflung bringen. Das ist verständlich und normal.
Das Baby einfach alleine schreien zu lassen, ist jedoch keine gute Lösung. Es ist ein Ammenmärchen, dass dadurch seine Lunge gestärkt wird. Stattdessen lernt es, dass die Menschen, die es braucht, nicht da sind. Erwiesenermaßen weinen Babys im zweiten Lebenshalbjahr weniger, wenn man ihnen diese Erfahrung erspart.
Für Ihr Baby genügt es jedoch, wenn Sie bei ihm sind, Sie müssen es nicht immer am Arm haben. Wenn Sie einmal den Eindruck haben, dass Ihnen alles zu viel wird, können Sie Ihr Baby fünf Minuten allein in seinem Bettchen lassen. Diese kurze Zeitspanne schadet ihm nicht – und Sie gewinnen etwas Abstand.
Kein Neugeborenes ist imstande, Weinen einzusetzen, um seine Eltern zu ärgern oder zu manipulieren. Das Ursache-Wirkung-Denken ist ihm noch fremd. Man kann es also gar nicht „verwöhnen“.

Wann sollte ich einen Arzt um Rat fragen?

Wenn das Baby längere Zeit schreit, nicht trinken will, Fieber hat oder apathisch / lustlos wirkt, gehen Sie mit ihm zum Arzt.
Auch bei gesunden Babys gibt es das Schreien ohne (offensichtlichen) Grund. Es tritt meist abends auf und nimmt nach dem dritten Lebensmonat deutlich ab. Man spricht auch vom Dämmerschreien.
Wenn Ihr Baby häufig ohne ersichtlichen Grund schreit oder wenn Sie sein Weinen sehr belastet, sollten Sie den Arzt, eine Schreiambulanz oder eine Beratungsstelle für Eltern mit Babys und Kleinkinder aufsuchen um hilfreiche Informationen und Unterstützung zu bekommen.
Informationen und Adressen finden Sie auch auf www.gaimh.or


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