Kennst du das? Der Kopf ist voll, die To-do-Liste wächst unaufhörlich, Termine müssen jongliert und der Familienalltag organisiert werden. Für viele mit dabei: Der innere Druck alles perfekt machen zu wollen und die Angst, etwas zu vergessen. Das ist Mental Load – die unsichtbare, aber sehr reale Last des Planens und Organisierens, die der Familienalltag mit sich bringt.
Warum fühlt sich das so viel und schwer an?
Mental Load bleibt meist an einer Person hängen – nach wie vor meist bei uns Müttern. Es gilt nicht nur alles rund um die Familie zu managen, auch das Wohlergehen aller Familienmitgliedern steht im Fokus, dabei wird oft auf das eigene Wohlbefinden vergessen.
Die Wahrheit: Das Gefühl für all das die alleinige Verantwortung zu, macht auf Dauer unzufrieden und sorgt dafür, dass man gestresst ist und ständig unter Strom steht. Diese mentale und auch emotionale Last wird oft übersehen und unterschätzt. Als Mama/Papa kann man auch ausbrennen und hat oft zu wenig Kraft, um die schönen Momente mit den Kindern zu genießen.
Die gute Nachricht: Du musst das nicht alleine stemmen!
Raus aus dem Hamsterrad – So geht´s gemeinsam!
- Sichtbar machen was unsichtbar ist: Um all die kleinen Aufgaben des Familienalltags aufzuteilen, ist es hilfreich sich zunächst einen Überblick zu verschaffen. Tipp: Macht gemeinsam den Mental Load-Test mental-load-test.org/
- Aufgaben fair-teilen: Verteilt Aufgaben nach Stärken und Ressourcen. Wer kann was gut? Wer hat wann Zeit? Vergiss dabei nicht, dass es nicht nur darum geht die To-Do´s fair zu verteilen, sondern auch darum, sich gemeinsam um die Gefühle (auch deine eigenen) zu kümmern. Wichtig: Verantwortung wirklich abgeben bedeutet, dass es andere vielleicht anders machen als du – und das ist okay, aber nicht immer so leicht zu akzeptieren!
- Ansprüche checken: Dein Kind braucht keine Supermutter/keinen Supervater! Welche Erwartungen hast du an dich/deine/n PartnerIn und das Leben mit Baby/Kind? Wie realistisch sind diese Erwartungen? Ein „gut genug“ reicht völlig aus, um eine sichere Bindung und ein glückliches Zuhause zu schaffen. Die Kinder erinnern sich später nicht, wie chaotisch es daheim war;-).
Hilfreiche Frage: Was brauchen wir als Familie, was braucht mein Kind, was brauche ich jetzt im Moment?
- (Alte) Rollenbilder entlarven: Oft rutscht man mit der Geburt des Kindes automatisch in Rollen („Das macht Mama/Papa!“). Hinterfragt gemeinsam: Wer übernimmt was automatisch? Soll das so bleiben?
- Realitäts-Check: „Alle anderen schaffen das ja auch alleine – oder doch nicht?“ Welche Erfahrung machen andere Mütter/Väter – tausche dich mit anderen echten Müttern/Vätern aus – vermeide SuperMütter/Väter 😉 und soziale Medien! Du wirst sehen: Allen geht es gleich und niemand schafft das alles alleine.
- Denk auch an dich! – Selbstfürsorge ist Fürsorge für deine Familie
Warum Kinder keine Supermütter/Superväter brauchen?!
Dein Kind braucht keine Supermutter/Supervater – gib dein Bestes – es ist in Ordnung nicht perfekt zu sein und auch mal etwas falsch zu machen. Für dein Kind bist du so wie du bist perfekt!