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JUGENDCOACHING – Beratung für Jugendliche am Übergang von der Schule in den Beruf

von Mag. Thomas Eglseer

Die Übergangsphase von der Schule in den Beruf ist für Jugendliche und ihre Erziehungsberechtigen von großer Bedeutung. Es gilt AusBildungsabbrüche zu vermeiden, AusBildungsabschlüsse zu sichern und Jugendliche bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Genau hier setzt Jugendcoaching, ein Angebot des Sozialministeriumservice, an!

  • Wo liegen meine Stärken und Fähigkeiten?
  • Welche Ausbildung ist für mich geeignet?
  • Welchen Beruf könnte ich ergreifen?
  • Was soll/kann ich nach der Schule machen?
  • Ich überlege, die Schule/Ausbildung zu schmeißen…
  • Ich hab Probleme und bräuchte Unterstützung.

Bei solchen oder ähnlichen Fragen bietet das Jugendcoaching Beratung und begleitet individuell vom Ende der Pflichtschulzeit bis zu einer nachhaltigen Integration in ein (weiterführendes) AusBildungssystem oder den Arbeitsmarkt. Das Betreuungsangebot umfasst dabei auch Unterstützung in persönlichen und sozialen Problemfeldern der Jugendlichen, welche die Ausbildungsfähigkeit behindern können. Ziel ist es, anhand von Stärken und Fähigkeiten der Jugendlichen die idealen nächsten Schritte zu planen und so den erfolgreichen Übertritt ins zukünftige Berufsleben zu ermöglichen. 

Wer kann Jugendcoaching in Anspruch nehmen?

Das Coaching richtet sich sowohl an abbruchsgefährdete/orientierungslose Schüler und Schülerinnen ab dem 9. Schulbesuchsjahr als auch an Jugendliche unter 19 Jahre, die sich nicht mehr in einem AusBildungssystem (Schule, Lehre, etc.) befinden. Jugendliche mit einer Behinderung bzw. einem so genannten sonderpädagogischem Förderbedarf können das Jugendcoaching bis zu ihrem vollendeten 24. Lebensjahr in Anspruch nehmen.

Wie läuft das Jugendcoaching ab?

Nach der Kontaktaufnahme wird in einem „Erstgespräch“ durch den/die Coach zunächst abgeklärt, wo der „Schuh drückt“ und ob bzw. wie das Jugendcoaching weiterhelfen kann. Erscheint es sinnvoll, dann wird ein individueller Beratungstermin mit dem/der Jugendlichen vereinbart. Wenn es vom Jugendlichen gewünscht ist, können auch die Erziehungsberechtigen in den Coaching-Prozess miteinbezogen werden. 

Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten, so genannte „Stufen“ der Beratung, je nach Intensität und Dauer des Coachings.

In Stufe 1 geht es in erster Linie um Weitergabe von Informationen, mit denen Jugendliche unter Umständen selbstständig die nächsten Schritte gehen können. Häufig ist es hier mit ein paar wenigen Gesprächen getan. Benötigt der/die Jugendliche allerdings intensivere Unterstützung, dann gibt es die Möglichkeit der Stufe 2 oder 3.
In Stufe 2 gibt es eine detailliertere Beratung zum Thema Berufsorientierung, aber auch Hilfe zur eigenen Entscheidungsfindung, wohin die „Reise“ gehen soll – Lehre oder Schule oder man braucht Lösungen für persönliche Probleme… Die Beratungsleistung kann maximal 6 Monate in Anspruch genommen werden. 
In Stufe 3 findet der/die Jugendliche in einem intensiveren Coachingprozess gemeinsam mit dem Berater oder der Beraterin heraus, wo die Stärken und Fähigkeiten liegen und es wird an den eigenen (beruflichen) Vorstellungen für die Zukunft gearbeitet.
In Stufe 2 und 3 können praktische Erfahrungen in der Ausbildungs- und Arbeitswelt durch „Schnuppern“ gesammelt werden.
Insgesamt kann das Jugendcoaching bis zu etwa einem Jahr dauern. 

Zum Abschluss erhält der Jugendliche eine Mappe mit konkreten Empfehlungen für die Zukunft. 

Für Jugendliche, die bereits einmal an einem Jugendcoaching teilgenommen haben, besteht die Möglichkeit, sich bei Bedarf erneut an ihre zuständigen Beraterinnen bzw. Berater zu wenden.

Die Beratung erfolgt in allen Fällen auf freiwilliger Basis und sie ist kostenlos! 

Jugendcoaching dient allerdings nicht dazu, Lern- und Nachhilfe zu geben, Deutschkurse anzubieten, in Schuldenfragen, bei Suchtproblemen, oder in psychosozialen Notfällen zu unterstützen, sondern die Jugendcoaches übergeben in solchen Fällen in Form einer qualifizierten Weiterverweisung an die zuständigen Professionen bzw. Stellen.

Wie komme ich zum Jugendcoaching?

  • Über die Schule: In den meisten Schulen (Hauptschule, Neue Mittelschule, Allgemein- und Berufsbildende mittlere und höhere Schulen, etc.) ist den Lehrerinnen und Lehrern das Jugendcoaching bekannt und sie können den Kontakt zwischen dem/der Jugendlichen und dem/der Jugendcoach herstellen. An vielen Schulen ist ein/e Jugendcoach zu bestimmten Zeiten auch vor Ort und kann den/die Jugendlichen direkt in der Schule beraten.
  • Über Jugendcoaching Trägereinrichtungen: Der/die Jugendliche, aber auch die Eltern, können sich direkt an die Jugendcoachingeinrichtungen in ihrer Nähe wenden, wo dann die Beratung stattfindet. 
  • Eine Übersicht über die Anbieter im jeweiligen Bundesland und Kontaktmöglichkeiten bieten die NEBA-Website http://www.neba.at/jugendcoaching/warum.html sowie eine Grafik der Bundesweiten Koordinationsstelle Übergang Schule – Beruf: http://www.bundeskost.at
  • Für Auskünfte kann man sich ebenso an das Sozialministeriumservice wenden: www.sozialministeriumservice.at, Telefon: 05 99 88 österreichweit

Jugendcoaching ist ein Angebot des Sozialministeriumservice und wird seit dem Jahr 2013 in allen Bundesländern angeboten. Es etablierte sich in kurzer Zeit zu einem Vorzeigemodell im Bereich Übergang Schule – Beruf.

Aktuell gibt es in Österreich 35 Einrichtungen, die Jugendcoaching anbieten, knapp 490 Jugendcoaches sind im Einsatz. Im Jahr 2015 wurden 39.360 Teilnahmen am Jugendcoaching verzeichnet, davon 43,2% weiblich und 56,8% männlich. (Quelle: MBI-Daten, BundesKOST)
Weitere Angebote des Sozialministeriumservice, die Jugendliche am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt unterstützen sind: Produktionsschule, Berufsausbildungsassistenz, Arbeitsassistenz und Jobcoaching. Alle Leistungen sind unter der Dachmarke NEBA (Netzwerk Berufliche Assistenz) zusammengefasst. Informationen dazu finden Sie unter www.neba.at


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