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Was, wenn es Probleme gibt?

von Vera Rosenauer

Die Party soll Spaß machen und Sie haben ja auch alles gut geplant. Hin und wieder läuft es aber anders – hier ein kleiner Überblick, was passieren kann und welche Notfallpläne und Auswegstrategien es gibt.

Es kommen keine oder zu wenig Kinder

Manchmal ist es schwierig, die Zu- und Absagen zu überblicken. Kinder sind erstaunlich beschäftigt und mitunter haben Dreijährige einen fast ebenso vollen Terminkalender wie Generaldirektoren.
Geben Sie deshalb den Partytermin möglichst früh bekannt, damit die Gäste bzw. deren Eltern gut planen können.
Aber vielleicht ist ja gerade Grippezeit und es sagen viele wegen Krankheit wieder ab. Dann ist manchmal eine Verschiebung der Party der beste Ausweg.
Eventuell könnte man auch im ganz kleinen Kreis feiern und dafür etwas ganz Besonderes unternehmen, was mit allen Gästen zu teuer oder zu kompliziert gewesen wäre – ein Besuch im Zoo oder im Kino zum Beispiel.

Das Geburtstagskind ist krank

Das „Worst-Case“-Szenario – es bleibt nur eine Lösung. 
Termin verschieben!
Die Enttäuschung wird riesig sein, aber krank kann man leider nicht feiern. Gestalten Sie den Tag für das Geburtstagskind trotzdem so schön wie möglich, vielleicht mit dem Lieblingsessen oder einem tollen Film auf DVD.

Kinder kommen zu spät

Alles ist bereit, es könnte losgehen – nur ein Kind fehlt noch …
Dass nicht alle Gäste gleichzeitig kommen, ist klar. Überlegen Sie sich am besten für den Beginn der Party eine Beschäftigung für die Kinder, denn natürlich sind alle aufgeregt, weil es gleich losgeht.
Etwas zum Zeichnen oder eine einfache Bastelei (z.B. Krepppapiergirlanden), das gleich auch als Wanddekoration verwendet wird.
Fragen Sie nach, um wie viel sich der letzte Gast verspäten wird – ist es länger als 20 Minuten, dann beginnen Sie einfach mit der Party.

Es ist langweilig

Manchmal können sich die Kinder wunderbar alleine beschäftigen und erfinden ihre eigenen Spiele. Das sollten Sie auch auf keinen Fall unterbrechen. Aber manchmal geht’s gar nicht und plötzlich wird über Langeweile geklagt.
Bereiten Sie schon vor der Party einige Spiele vor, die Sie flexibel bei Bedarf einsetzen können. Es braucht kein Programm, das unbedingt von A bis Z durchgezogen werden muss, aber ein Pool an Spielideen ist eine ungemeine Erleichterung. Sortieren Sie einfach in Programmpunkte, die unbedingt absolviert werden sollen und solche, auf die nur bei Bedarf zurückgegriffen wird. Spielvorschläge finden Sie z. B. hier http://www.kindergeburtstag-spiele.de/

Kinder wollen nicht mitspielen

Manche Kinder haben Angst vor einem Spiel – vielleicht weil sie glauben, etwas nicht gut genug zu können oder vielleicht auch grad keine Lust darauf haben. Diskutieren Sie am besten nicht lang herum, es besteht die Gefahr, dass andere Kinder davon angesteckt werden oder die anderen Kinder dann das eine als Spielverderber bezeichnen.

„Schau einfach mal zu, vielleicht magst du ja später mitspielen“ das ist absolut ok! Oder es findet sich eine kleine organisatorische Aufgabe und das Kind kann Ihnen helfen.

Schlechte Verlierer

Bei Wettkämpfen und Preisvergaben ist immer viel Fingerspitzengefühl gefragt – Verlierer zu sein ist nicht lustig. Da kann es schnell Tränen oder auch einen Wutanfall geben.
Wechseln Sie deshalb Spiele ab, bei denen unterschiedliche Fähigkeiten gefragt sind. So hat jeder einmal die Chance Sieger zu sein.
Oder Sie wählen kooperative Spiele aus, bei denen sich die Frage nach Sieger oder Verlierer gar nicht stellt.

Wenn es irgendwie möglich ist, gehen Sie mit den Kindern zwischendurch mal raus an die frische Luft – auf einen Spielplatz oder eine Wiese. Dort können sich alle gut austoben.

Ein Kind wird krank oder verletzt sich

Zum Glück kommt das selten vor – doch Sie werden sich wohler fühlen, wenn Sie etwas vorgesorgt haben.
Auf alle Fälle brauchen Sie eine Liste mit Telefonnummern der Eltern der kleinen Gäste, damit Sie im Notfall sofort anrufen können. Weitere wichtige Notfallnummer: der nächste Arzt oder Krankenhaus, Rettung und Taxi. 
Außerdem sollte mindestens ein zweiter Erwachsener bei der Party dabei sein, so dass Sie im Fall des Falles nicht die restlichen Kinder allein lassen müssen.

Hilfreich ist auch ein kleiner Notfallkoffer mit bunten Pflastern, Verbandszeug, Ersatzkleidung und Mut-Bonbons, falls ein Kind von Heimweh nach den Eltern überfallen wird.

Doppelte Geschenke – „Das hab ich schon ☹“

Das lässt sich natürlich nicht immer vermeiden. Aber Sie können vorab mit Ihrem Kind einen Wunschzettel anlegen – oft fragen Eltern ja, wenn sie zur Party zusagen, ob es Wünsche gibt.
Manche organisieren auch ein größeres Gemeinschaftsgeschenk, an dem sich die Gäste finanziell beteiligen können. 


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