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Wie und warum ein selbstsicheres Auftreten zur Gefahrenprävention beitragen kann und was man dafür tun kann.

von Mag.a Petra Egger-Matejka

Elternbildung
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Elternbildung

Wenn unsere Kinder erwachsen werden, tauchen bei vielen Eltern Sorgen und oftmals folgende Frage auf: „Sind meine Kinder auf die Welt da draußen gut vorbereitet?“  Meistens sind es Mädchen, um die wir uns besonders sorgen, sei es aus einer langen Tradition an Rollen- und Geschlechterzuschreibungen, die tief in unserer Gesellschaft verankert sind, oder einfach nur weil wir sie körperlich als verletzlicher wahrnehmen. Berichte in den Medien bestätigen uns dabei, dass wir möglichst früh mit Präventionsarbeit beginnen sollten. Wir wünschen uns resiliente Kinder, die alle Schwierigkeiten des Lebens gut bewältigen und zielstrebig ihren eigenen Weg gehen. Noch mehr wünschen wir uns, dass sie ohne Gefahren durchs Leben gehen können. Gleichzeitig wissen wir, dass das nicht immer möglich ist. Wir setzen deshalb alles daran, dass sie lernen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und sich, wenn nötig schützen können.

Der selbstbewusste AuftrittElternbildung

Wer kennt sie nicht, die Tage an denen wir uns gut fühlen, vieles mit Leichtigkeit gelingt und Negatives wie von selbst an uns abprallt. Expert*innen sprechen hier auch vom selbstbewussten Auftritt, der als Primärprävention vor Gefahren schützen kann. Ein gut entwickeltes Selbstbewusstsein spiegelt sich dabei in einer aufrechten Körperhaltung wider. Selbstverteidigung erfordert in diesem Sinne nicht unbedingt körperliche Fitness, sondern beginnt bereits bei erfolgreicher Abgrenzung durch Haltung und Blicke. Was einfach klingt, ist jedoch nicht immer leicht umzusetzen und kann glücklicherweise in zahlreichen Kursen trainiert werden.

Was brauchen Kinder/Jugendliche für einen selbstbewussten Auftritt?Elternbildung

Kinder/Jugendliche brauchen für einen selbstbewussten Auftritt:

  • die Fähigkeit ihre eigenen Grenzen zu erkennen um in Folge Grenzen setzen und verteidigen zu können
  • das Vertrauen in ihre Intuition und die Fähigkeit ihre eigenen Gefühle ernst zu nehmen
  • eine positive Vorstellung über ihre eigene Kraft
  • die Überzeugung, dass sie mit ihren Handlungen etwas bewirken können (Selbstwirksamkeit)

 Was können Erwachsene tun, um die selbstbewusste Entwicklung ihrer Kinder zu fördern?Elternbildung

Eltern können von Anfang an ihre Kinder dabei unterstützen, einen gesunden Selbstwert zu entwickeln, indem sie:

  • auf körperliche und emotionale Grenzen der Kinder achten und sie beispielsweise nicht drängen an Aktivitäten teilzunehmen, wenn sie nicht möchten
  • ihre Vorbildwirkung als Erwachsene wahrnehmen, indem diese auf ihre eigenen Grenzen achten (Work-Life-Balance)
  • den Kindern ermöglichen, eigene Ziele zu verfolgen und sie dabei zu bestärken
  • Situationen ermöglichen, in denen sich Kinder kompetent fühlen, sogenannte Erfolgserfahrungen ermöglichen und dafür Anerkennung aussprechen (altersadäquate Aufgaben können übernommen werden)
  • individuelle Stärken der Kinder loben (positive Verstärkung)
  • als Rollenvorbild auch positive Gedanken über eigenen Stärken mit den Kindern teilen

Viele Eltern haben mit zunehmendem Alter ihrer Kinder das Gefühl keinen Einfluss mehr zu haben. Das liegt unter anderem daran, dass bereits im Alter zwischen 7 und 10 Jahren die Bedeutung der Peergruppe stark zunimmt. Vertraut man auf entwicklungspsychologische Erkenntnisse, ist diese Zeit vor der Pubertät für Primärprävention und Stärkung des Selbstwertes besonders wichtig. Die Kinder sind in diesem Alter meist über einen sehr spielerischen Zugang erreichbar und Erfolgserfahrungen und das Festigen ihrer Vorstellung von individueller Stärke und Kompetenz können sie in der folgenden Phase der Pubertät unterstützen.

Hier setzt die Technik der Methode drehungen an, die sich auf das Stärken des Selbstwerts und das Erlernen und Trainieren von Selbstbehauptung und Selbstverteidigung konzentriert. Mädchen unterschiedlicher Altersstufen und Frauen werden im Training dabei unterstützt, Belästigungen aller Art wahrzunehmen. Im geschützten Rahmen eines Kurses erlangen die Frauen und Mädchen durch spezielle Übungen mehr Körperbewusstsein, Selbstsicherheit und Handlungsfähigkeit.

Um körperliche und verbale Abgrenzung zu lernen, braucht es keine körperliche Kraft, jedoch Ausdauer und Training.  Der Verein drehungen bietet Kurse für Mädchen und Frauen mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. So können beispielsweise Frauen und Mädchen in sogenannten Mutter-Tochter Kursen gemeinsam an ihrem selbstbewussten Auftritt trainieren.

Mehr Infos und Terminanfragen unter: www.drehungen.at

Literatur:

Brooks Robert/ Goldstein Sam: Das Resilienz-Buch: Wie Eltern ihre Kinder fürs Leben stärken – Das Geheimnis der inneren Widerstandskraft, 2017

Dirnbacher Hanja: Für Mädchen mit Mädchen. Geschlechtssensible Arbeit in der Schule, Wien, Eigenverlag des Vereins Frau in Bewegung, 2002

Klinger, Sabine: Selbstbewusste Mädchen! Das geschlechtssensible Selbstbehauptungs- und Verteidigungskonzept drehungen als zentraler Beitrag für die feministische Mädchenarbeit, 2008

Siegler, R./ Eisenberg, N./DeLoache, J. & Saffran, J.: Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter, 4.Auflage, Berlin Springer Verlag, 2016

 


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