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WWW, aber nicht virtuell: WORLD WEIT WEG, ganz real

von Mag.a Birgit Klausser

Erwachsen werden, in die Welt hinein wachsen: einfach mal raus, ohne der eigenen Familie, einmal richtig "weg" sein, nicht nur für einen Urlaub, das eigene Leben an einem anderen Ort erleben, sich in einer anderen Sprache und Kultur bewegen … viele Reizvolles und viel Herausforderndes steckt in diesen Gedanken. Und der Reiz für die Jugendlichen liegt oft an ganz anderer Stelle als für die Eltern: ja, ein Auslandsaufenthalt vertieft Sprachkenntnisse, ist später eine interessante Zeile im Lebenslauf, kann für Job-Bewerbungen ein Zusatz-Asset sein … aber die großen Herausforderungen des Auslandsaufenthaltes muss der/die Jugendliche bewältigen. Und das gelingt nur dann, wenn auch die Motivation zum Auslandsaufenthalt von ihr/ihm selbst kommt und NICHT von den Eltern.
Der wichtigste Schritt passiert im Kopf – und das muss der Kopf des Reisenden sein: was traue ich mir zu, worauf kann ich mich verlassen und welche Ecke der Welt will ich als zweites Zuhause erkunden? Ist dieser Gedanke einmal gefasst, stellen sich all die konkreten Fragen: Welche Angebote gibt es? Welche Anforderungen passen zur Person? Was ist finanzierbar – und welche Herausforderungen stellen sich der Familie, die einen Jugendlichen entsendet – oder aufnimmt? 
Angebote gibt es viele – die österreichischen Jugendinfos bieten dazu eine Fülle an Informationsmaterial: Schul(halb)jahr im Ausland, Sommer-Workcamps oder mehrmonatige Auslands-Praktikum, Au-Pair und Europäischer Freiwilligendienst sind die bekanntesten davon – aber es gibt da auch das "woofen", Grenzenlos, SCI, den Bauorden, Rempart … und viele andere Gelegenheiten, eigenständig Auslandserfahrung zu sammeln. Info-Downloads von www.jugendinfo.at bzw. www.jugendinfowien.at/internationales/ und Beratungstage in allen österr. Jugendinfos helfen bei dem Ausloten der Möglichkeiten.  Beim Erkunden und Sichten dieser Informationen ist ein gutes Zusammenspiel von Eltern und Jugendlichen wichtig – mit einer (neuen) Rollenverteilung, die das "weg sein wollen" schon vorbereitet: Initiative und "Einsatz" kommen vom Jugendlichen, Unterstützungsangebote und Abwägens-Fragen von den Eltern/Erwachsenen, eine Entscheidung wird gemeinsam verhandelt und getroffen.

"Weg gehen" versus "her holen"

Ist das passende Angebot gefunden, wird Vorbereitung auf das "Weggehen" mitgeliefert: Info-Abende, Treffen mit ehemaligen ProgrammteilnehmerInnen, Kontaktaufnahmen mit der Gastfamilie, Bücher und websites über die neue Heimatstadt … der/diejenige, die GEHT, bekommt schon vorher MEHR … und die die BLEIBEN, bekommen die dann WENIGER? Nein, keine Sorge, das Leben verändert sich auch für die, die hier bleiben. Wie wird man als Familie der damit umgehen, dass ein Kind weg ist? Werden Geschichten von "draußen" die Familie bereichern – oder die anderen Kinder neidisch machen? Wird die finanzielle Belastung Einschränkungen in anderen Lebensbereichen notwendig machen? Welche Rolle hat der/die Jugendliche in der Familie gespielt, wer wird diese Aufgaben übernehmen? Viele kleine Veränderungen könnten den Familienalltag derer, die BLEIBEN, bereichern – im Kleinen (einmal pro Woche "Essen, wie dort"?) oder Großen (Aufnahme eines Gast-Kindes?). WORLD WEIT WEG ist jedenfalls ein Fenster zu neuen Eindrücken – und ein MEHR für alle.

"Dort sein" versus "hinfahren"

"Dort" ist vieles anders, Sprache, Familiennormalität, Unterrichtsgegenstände, das Schulklima … viele neue Herausforderungen lassen alte Gewohnheiten zurücktreten und ungewohnte Fähigkeiten zutage treten. Einiges davon wird man mit nach Hause nehmen, anderes wird dort bleiben – und das soll es auch. Besuche der "Herkunftsfamilie" bei der "Gastfamilie" stören die Balance zwischen diesen Entwicklungssphären, das lässt sich ein paar Jahre später entspannter nachholen.

"Zurück kommen" versus "Heim-Kommen"

"Das war doch früher anders", wird der/die sich denken, die da zurück kommt. "Der/die war doch früher anders", werden sich die denken, die geblieben sind. Und nach dem "fremd sein wo anders" kommt ein bissl Be-Fremdung ins Daheim. Denn ANDERS ist das Gegenteil von DAHEIM, oder? Mit diesem Gefühl der Veränderung müssen die Zurückkehrer/innen genauso umgehen wie die Daheim-Gebliebenen: die Welt bleibt nicht stehen, Dinge bewegen sich, Menschen wachsen. Das Heim-Kommen ist keine Rückkehr in die Vergangenheit, es ist eine Basis für gute neue Gemeinsamkeit, die aus den vielen neuen Erfahrungen heraus er-wachsen wird.

Links zum Thema:

Download der Einfach Weg!-Broschüre der Österr. Jugendinfos: www.jugendportal.at/specials/einfach-weg

Austausch-Plattform: www.ausgetauscht.de

Vermittlungs-Organisationen:

Workcamps (1-4 Wochen)

Broschüre: Einfach weg! Auslandsaufenthalte für junge Leute: www.jugendportal.at/specials/einfach-weg

Download: www.jugendportal.at/specials/einfach-weg

und www.jugendportal.at/workcamps

Anbieter:

  • www.workcamps.org
  • www.sci.or.at
  • www.bauorden.at
  • www.volunteering.at
  • www.remparts.org

"Work-experience im Ausland" (während der Schulferien oder für länger)

Europäischer Freiwilligendienst

Eine Aktion des EU-Programms ERASMUS+: JUGEND IN AKTION
Dauer: 2-12 Monate sowie Kurzzeitaufenthalte von 2 Wochen-2 Monate
Alter: 17-30 Jahre
Die Aufnahmeorganisation stellt Unterkunft und Verpflegung bereit, das EU-Programm finanziert Versicherung, lokale Transportkosten, ein monatliches Taschengeld, einen (online-)Sprachkurs und einen Zuschuss zu deinen Anreisekosten ins Projekt. 
mehr Information: www.jugendinaktion.at/europaeischer-freiwilligendienst


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