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Geburt geschafft – alles geschafft?

von Birgit S.

Mit der Geburt ist alles geschafft?
Leider Fehlanzeige.
Um ehrlich zu sein: jetzt fängt es erst richtig an.
Schmerzen danach.
Die Wehen hören tatsächlich sofort auf. Nach einem Kaiserschnitt ist man freilich noch eine ganze Zeit lang mit einer riesigen Wunde bedient. Spontan Gebärende kämpfen gegebenenfalls mit Rissen oder Schnitten, die jedoch wirklich flott verheilen. Aber es gibt auch noch andere Wehwehchen: Nachwehen zum Beispiel oder Hämorrhoiden (durch den verstärkten Druck in der Schwangerschaft und Pressen bei der Geburt).  Gerade bei letzterem solltet ihr keine falsche Scham walten lassen: es gibt Hilfe!

Stillen ist die natürlichste Sache der Welt?

Ja und nein. Selbst mit größtem Engagement hab ich schon viele frisch gebackene Mütter scheitern gesehen. Daher: holt euch Unterstützung! Von der Hebamme, von einer Stillberaterin, von den Leuten in der Entbindungsklinik. Lieber lästig sein, als mit blutigen Brustwarzen und vielen Tränen das Thema als erledigt erklären.

Das Baby schreit.

Jedes Baby schreit. Lasst euch bloß keinen Floh ins Ohr setzen, dass ihr da was falsch macht, weil glückliche Babys angeblich nicht schreien. Humbug! Ihr macht das toll!

Besuchsbeschränkungen im Krankenhaus sind sinnvoll.

Auch wenn‘s vielleicht komisch erscheint: es hat Vorteile, wenn nicht alle Bekannten und Anverwandten sofort zum neuen Erdenbürger pilgern. Mutter und Kind müssen erst mal zueinander finden (siehe: Stillen).
Eigentlich müsste ich überglücklich sein …
Eigentlich. Es ist kein Grund zur Scham, wenn der Babyblues übermächtig ist – das betrifft mehr Mütter als man annehmen würde. Darum: Holt euch frühzeitig Hilfe! Das “Elterntelefon” könnte hier eine erste Anlaufstelle sein: Telefon-Nummer 142.

Baby da, Bauch weg? Schön wär’s …

Die Heidi Klums dieser Welt tanzen schon wenige Wochen nach der Geburt wieder tippitoppi erschlankt und gestylt über den Laufsteg. Dass da viel Hilfe dahintersteckt (plastische Chirurgie, Kindermädchen während Mama ihren Body stylt usw.), aber das sagt niemand. Fakt ist: Man schaut noch eine ganze Weile wie hochschwanger aus, die Umstandshose bleibt erstmal treuer Begleiter. Manche sagen, es dauert 9 Monate um einen Bauch zu kriegen, und 9 Monate, um ihn wieder zu verlieren. Ich habe in diesem Zusammenhang eine völlig neue Verwendung für meinen Motorrad-Nierengurt als zuverlässige Stütze gefunden – herrlich und nachahmenswert!

Wieder daheim = Panik!

Der erste Abend mit Kind nach dem Krankenhaus ist eine wahre Herausforderung: Jeder Huster wird zum Panik-Auslöser bei den Eltern, knapp gefolgt von diversen Nabel-Problemchen. Platz 2: Papa geht wieder arbeiten und die frisch gebackene Mama ist mutterseelenallein mit dem Baby. Wohl jenen, die eine Omi zur Seite haben … für viele jedoch ein Ding der Unmöglichkeit.

Schlafen, wenn das Baby schläft.

Wenn man geschlaucht genug ist, um das Chaos rundherum zu ignorieren, dann funktioniert das ja noch halbwegs. Aber wehe, wenn ein zweites Kind im Hause ist! Daher: Holt euch Hilfe!

Perfekt, perfekter, Mama?

Neo-Eltern fühlen sich oft komplett überfordert, nervös und unzulänglich. Aber keine Sorge: Abgesehen von einigen Extremfällen reicht es, hinreichend gute anstatt perfekte Eltern zu sein. (Letztere sind doch ohnehin ein Mythos, oder?)
Die Haare gehen den Abfluss runter.
Die wunderschöne Mähne, die frau während der Schwangerschaft gekriegt hat, geht leider wieder flöten. Aber keine Angst, das ist ganz normal und hört auch wieder auf.

Hirn wie ein Nudelsieb.

Auch das ist normal: viele Neo-Mütter leiden an der so genannten Still-Demenz (selbst, wenn sie selbst nicht stillen). Aber das ist ebenso ein vorübergehender Zustand, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Selbstvernachlässigung pur.

Manchmal (oft?) ist da einfach keine Zeit, um etwas Ordentliches zu essen. Oder eine gepflegte Dusche zu genießen (von der Badewanne rede ich gar nicht …). Kommt vor. Wird aber – wie so vieles – wieder besser! Zur Not: siehe oben – Hilfe holen!

Wochenlang kein Sex.

Das ist ein mehr als individuelles Thema. Bei machen geht es schon nach wenigen Wochen wieder zur Sache. Da heißt es einzig und allein: Die Verhütung bedenken, sonst folgt rasch Schwangerschaft Nr. 2 – der Körper regeneriert sich nämlich schneller als erwartet. Andere pausieren für etliche Monate –je nach Grund heißt es auch hier: Keine falsche Scham, Hilfe holen! Entweder in Form eines Babysitters oder professioneller Hilfe, wenn mehr als der neue Gast im Schlafzimmer dahinter steckt.

Alles in allem also eine hinreichend herausfordernde Zeit!

Und das, obwohl die Eltern älterer Kinder zu sagen pflegen: „Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen!“ Ich glaube aber, sie haben die erste Zeit schon längst vergessen und im Nachhinein ist vieles halb so schlimm. Ich sage immer: „Kleine Kinder, spezielle Sorgen. Große Kinder, andere Sorgen!“.
Aber keine Angst: Man „wächst“ gemeinsam mit dem Kind und mit Liebe geht fast alles!
Mein damaliges Nudelsieb-Hirn ist übrigens der Grund, warum ich vor über fünf Jahren zu bloggen begonnen habe – ich konnte mir die diversen Tipps und Tricks rund um die Betreuung, Erziehung, Gesund-Erhaltung, Zum-Schlafen-Bringen usw. einfach nicht merken. Daher begann ich aufzuschreiben. Und hier sind alle Tipps, Tricks, Herausforderungen und die Erkenntnisse daraus sowie auch Fehlschläge nachzulesen: Muttis Nähkästchen


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